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100 Betriebe für Ressourceneffizienz – Exzellenzbeispiele aus Baden-Württemberg

100 Betriebe für Ressourceneffizienz – Exzellenzbeispiele aus Baden-Württemberg

Die Ringvorlesung am 19.1 war ein Heimspiel für Professor Dr. Mario Schmidt, Leiter des INEC. Er stellte sein Großprojekt „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ des Landes Baden-Württemberg dem interessierten Publikum vor.

Seinen Vortrag begann er mit spannenden Einblicken, wie sich in den letzten Jahren die Relevanz des Themas Ressourceneffizienz in Baden-Württemberg immer mehr steigerte. Die Idee für das Projekt „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ entstand dann in der Diskussion zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft und fand ihren vorläufigen Höhepunkt auf dem letzten Ressourceneffizienz-Kongress in Karlsruhe.

Die betrieblichen Ansatzpunkte für eine Teilnahme in diesem Projekt sieht Professor Schmidt insbesondere in der Verringerung des Rohstoffinputs beim Produzenten durch einen geringeren Materialeinsatz und der Reduzierung von Ausschuss und Abfällen. Hier trägt Ressourceneffizienz nicht nur zu einer Verringerung der Kosten sondern auch zum Klimaschutz bei. Professor Schmidt erklärte anschaulich mögliche Maßnahmen zur Erhöhung der Ressourceneffizienz wie zum Beispiel bei der Anlieferung, der Nachbearbeitung und in der Produktionsplanung. Seine Exzellenzbeispiele reichten von simplen Maßnahmen wie bei der Regranulierung von Kunststoffresten bei einem kleinen Unternehmen bis hin zu High Tech Lösungen bei einem Automobilhersteller. Als besonders innovativ betitelte er die Lösung von Protektorwerk, die ihre Aluminiumprofile nun mit Hilfe einer Origami-ähnlichen Technik herstellen und dabei viel Metall einsparen. Im neu erschienenen Buch „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ finden sich ca. 50 solcher Beispiele für Effizienzmaßnahmen in der Produktion, die als Inspiration für viele produzierende Unternehmen dienen können.

In seinem Fazit hob Prof. Dr. Mario Schmidt nochmals die hohen Einsparpotentiale der Ressourceneffizienz im Kleinen wie im Großen und die Individualität der Beispiele hervor. Treffend für das Hochschulpublikum schloss er mit einem Zitat von Ministerpräsident Kretschmann: „Die einzige Ressource, die wir verschwenden dürfen und die sich dabei noch vermehrt, ist Wissen. Mit allen anderen Ressourcen müssen wir sparsam und effizient umgehen!“