WOFÜR STEHT HEED?

>> Für die Entwicklung unternehmerischer Persönlichkeiten. Vor allem aber für einen lebendigen Impuls und neue Perspektiven für Studierende! <<

HEED (Institute for Human Engineering & Empathic Design Pforzheim) stärkt die Gründerkultur und ermöglicht Studierenden, sich zu innovativen unternehmerischen Persönlichkeiten zu entwickeln. Gegründet im Oktober 2016, wird das Institut von der Karl Schlecht Stiftung (KSG)  finanziert. Prof. h.c. Senator h.c. Dipl.-Ing. Karl Schlecht, der selbst bereits als junger Student in der väterlichen Garage den Grundstein für den späteren Weltmarktführer
Putzmeister legte, fördert durch seine, ethischen Maximen verpflichteten Stiftungstätigkeiten insbesondere die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und unterstützt durch diverse Projekte das Gründer- und Unternehmertum an Hochschulen.

In diesem Geist treibt HEED einen gesellschaftlichen Wandel voran, der Risikobereitschaft nicht mehr stigmatisiert, sondern als einen positiven Wert erachtet. HEED tauscht Hörsaal gegen Werkstatt und versteht sich als ein Innovationslabor, das seine Wirkung durch das empathische Zusammenspiel kreativer Menschen an einem inspirierenden Ort entfaltet.

Der von HEED gelebte Innovationsansatz ist ganzheitlich und stellt den Menschen ins Zentrum. Er bildet den gesamten Produktlebenszyklus ab, von der Invention über die Produktion bis zur Distribution.
Möglich wird dies durch die Synergie von Kompetenzen, die sich aus der Zusammenarbeit aller drei Fakultäten der Hochschule Pforzheim ergibt (Technik, Gestaltung und Wirtschaft & Recht). Konkret arbeiten je nach
Aufgabenstellung interdisziplinäre Teams aus Studierenden aller drei Fakultäten der Hochschule Pforzheim zusammen, um miteinander und voneinander zu lernen.

Begleitet und beraten werden sie nicht nur von multidisziplinären Dozentinnen- und Dozenten-Teams der Hochschule Pforzheim, sondern auch von externen Expertinnen und Experten, beispielsweise erfolgreichen Start-Up-Gründerinnen und -Gründern. 

Die praktische Arbeit in Projektseminaren geht Hand in Hand mit einer Forschungstätigkeit, die Möglichkeitsbedingungen von Kreativität, Innovation und verantwortungsbewusstem Entrepreneurship
untersucht. Besonderes Augenmerk hierbei gilt den Themenfeldern Interdisziplinarität, Empathie und Spiel.

 

 

Das HEED-Arbeitsmodell

Ein Ziel von HEED ist die Neuformulierung des Innovationsprozesses. Diese Neuformulierung lässt sich am besten durch die nebenstehende Skizze veranschaulichen. Die lautliche Gestalt des Institutsnamens „HEED“ lässt Hitze oder Feuer assoziieren. Demgemäß versteht sich HEED als ein Entstehungsherd, der besagten Prozess anregt. Der Prozess wiederum basiert auf drei Stützen: Topoi, das heißt Räumen als Katalysatoren von Kreativität, Teams, das heißt Verbünden von kreativen Personen mit mannigfachen Begabungen, und Tools, das heißt vielfältigen Kreativitätstechniken. 

Diese drei Stützen tragen gleichsam eine Petrischale, welche die ,Nährlösung‘ von HEED beinhaltet: Empathie und Spiel. Auf diesen beiden Konzepten liegt das Hauptaugenmerk der Forschung von HEED. Kurz gesagt verstehen wir unter Empathie ein „tiefgehendes Verstehen des anderen in seiner Andersartigkeit“ (Eva Köppen) und unter Spiel ein wesentliches Merkmal des Menschseins sowie einen zentralen Bestandteil sämtlicher Kreativitätstechniken („[…] der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“ (Friedrich Schiller)).

Die fünf Phasen des Innovationsprozesses nach HEED sind durch fünf Begriffe bezeichnet – die Fünf „i“ der Innovation: „immerse“ – „interpret“ – „interact“ – „imagine“ – „implement“.
Die Fünf „i“ der Innovation sind für HEED programmatisch: Als Tätigkeitswörter verkörpern sie Aktivität und Dynamik. Und als Verben, die allesamt mit der Silbe „im-“ oder „in-“ beginnen, vollziehen sie gewissermaßen ein „Hineingehen in“ und ein „Einfühlen in“ und somit Empathie. Damit ist ein wesentlicher Unterschied zu überkommenen Prozessen wie dem des Design Thinking markiert: Während dieser lediglich eine seiner Phasen in das Zeichen von Empathie stellt („empathize“ – „define“ – „ideate“ – „prototype“ – „test“), wird der HEED-Prozess in sämtlichen seiner Phasen von Empathie genährt. Der HEED-Prozess ist mithin als ein äußerst dynamischer konzipiert, sprich jede Phase kann mit jeder anderen Phase verknüpft werden. 

HEED baut das geschilderte Arbeitsmodelldurch weitere Forschungen aus und nutzt es als Grundlage seiner theoretischen und praktischen Arbeit.

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