PODCASTS

Podcast starTUB - Das HEED im Gespräch

Nachdem es das HEED starTUB schon länger als Präsenzveranstaltung gibt, führen wir das Format dieses Jahr in einem Podcast fort. In "starTUB - das HEED im Gespräch" treffen wir uns mit Menschen, die mit Gründungen zu tun haben. Weil sie selbst gegründet haben oder weil sie mit Gründer:innen zusammenarbeiten.

Wir wollen hinter die Kulissen schauen und die Persönlichkeiten hinter Gründungen kennenlernen. Was motiviert sie und treibt sie an? Wie kommt man auf Ideen und setzt sie dann auch um? Wie geht das eigentlich: Gründen?

Wir wollen unseren Gäst:innen die Möglichkeit geben, ihre Geschichte zu erzählen und gleichzeitig euch und uns dazu motivieren, selbst mal darüber nachzudenken: “Will ich auch gründen? Und wenn ja, wie?”

mit Isabelle Possehl, Martin Bergmann, Sophia Lindner

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Gespräche: Januar 2022
Produktion: Fabian Acker und Johanna Neukirchinger

Musik: Vladimir Takinov (https://audiojungle.net/user/vladimirtakinov)
Podcast-Cover: Photo by Tina Witherspoon on Unsplash
Folgen-Cover: Photo by Fabian Acker

 

Folge 0 - Unsere Hosts stellen sich vor

Ein ganz neues Format. Also fast. Das starTUB als Präsenzformat gibt es schon länger: hier kommen Gründer:innen ans Institut und stehen Rede und Antwort. Was heißt es zu gründen? Wie hat das funktioniert? Welche Erfahrungen haben sie gemacht?

Wir haben dieses Format jetzt in einen Podcast überführt. starTUB zum Mitnehmen quasi. Wir sprechen mit Gründer:innen und wollen herausfinden, was sie so antreibt und motiviert, wo sie herkommen und wie sie ticken.

Und gleichzeitig wollen wir euch und uns die Möglichkeit geben, selbst mal drüber nachzudenken: “Will ich gründen? Und wenn ja, wie?”

In dieser Folge 0 stellen sich die beiden Hosts Johanna Neukirchinger und Fabian Acker vor, die den Podcast für das HEED produzieren. Sie stellen die Gäste der ersten Podcast-Staffel vor und erzählen, was die Zuhörer:innen so erwartet.

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Folge 1 - Isabelle Possehl, botties

Isabelle Possehl hat 2016 zusammen mit ihrer Mutter das DIY-Shoelabel bottiesgegründet. Die Idee dafür ist acht Jahre vorher im Rahmen eines Semesterprojekts an der Hochschule Pforzheim entstanden. Zwischendurch hat sie schon zwei andere Firmen gegründet, aber mit den botties hat sie ihr erstes physisches Produkt in Form einer Schuhsohle auf den Markt gebracht. Mit den dazugehörigen Anleitungen und fertigen Sets, kann man seine eigenen Schuhe häkeln, nähen oder filzen.

Jetzt ist ein zweites Produkt in der Mache: DIY-Sneaker! Diesmal hat sie auch eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Was sie sich von der Kampagne erhofft, wie es ist mit seiner eigenen Mutter ein Start-up zu gründen und wie Isabelles Idee in den acht Jahren bis zur Gründung gereift ist, erfahrt ihr im Gespräch mit ihr und Fabian Acker.

Homepage: https://botties.de
insta: @originalbotties

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Martin Bergmann, clearo

Martin Bergmann hat 2019 zusammen mit zwei Freunden mit dem clearo einen Spülschwamm aus Luffa-Gurke auf den Markt gebracht. Der Wille zu dritt zu gründen war schon vorher da und mit der Idee eines nachhaltigen Spülschwammes, waren jetzt alle Voraussetzungen erfüllt, das ganze auch durchzuziehen. Martin hat dabei verschiedene Angebote an der Hochschule vom HEED und auch dem gründerWERK genutzt undeine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne durchgeführt. Den Schwamm gibt es jetzt unter anderem in unverpackt-Läden und im dm-Onlineshop. Mittlerweile haben sie die Marke verkauft und “ihr” Projekt beendet.

Wie es mit dem Schwamm weitergeht, was es heißt mit großen Drogerieketten zu verhandeln und wie es so ist als Teilzeitgründer, könnt ihr euch im Gespräch mit ihm und Fabian Acker anhören.

Insta: @be.a.clearo

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Gespräch: Januar 2022
Produktion: Fabian Acker und Johanna Neukirchinger

HEED - Institute for Human Engineering & Empathic Design
http://heed.institute

Karl Schlecht Stiftung
https://www.karlschlechtstiftung.de

Musik: Vladimir Takinov (https://audiojungle.net/user/vladimirtakinov)
Podcast-Cover: Photo by Tina Witherspoon on Unsplash
Folgen-Cover: Photo by Fabian Acker

 

Folge 3 - Sophia Lindner, act’ble

Sophia Lindner hat den neuartigen Spitzenschuh act’pointe für Tänzer:innen entwickelt. Sie hat selbst 14 Jahre getanzt und sich in ihrer Abschlussarbeit im Produktdesign an der Hochschule Pforzheim dieser Leidenschaft angenommen, um einen Schuh zu entwerfen, der vieles besser macht, als der traditionelle Spitzenschuh.

Nach viel positiver Rückmeldung von Tänzer:innen und Mediziner:innen hat sie mittlerweile die act’ble GmbH gegründet und jetzt im März 2022 startet die erste Betaphase mit 50 Tänzer:innen.

Wie die Sichtweise des Designs sie zu diesem Schuh inspiriert hat und welche Unterstützung sie sich gesucht hat für die Umsetzung ihrer Idee könnt ihr euch im Gespräch mit ihr und Johanna Neukirchinger anhören.

Homepage: https://www.actable.me/
Insta: @abletoact


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Podcast F+X - FÜHRUNG UND VERTRAUEN

Wie führt man in Zeiten der Krise und vor allem, wie hat die Corona-Pandemie generell unser Verständnis von Führung verändert? Können wir nur noch den Experten und einer Politik vertrauen, die wissenschaftliche Empfehlungen als Maßnahmen umsetzt? Wie leitet man nach dem Shutdown ein Unternehmen und wie soll man sich nach den Lockerungen strategisch neu aufstellen? Haben Künstler und Intellektuelle Ruhepause und welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft?

Führungsprozesse gründen auf Vertrauen in die richtigen Entscheidungen und eine planbare Zukunft. Die Studierenden des Master of Arts in Creative Direction (MACD) stellten im Auftrag von HEED im Seminar „Intercultural Design Contexts + Ethics“ Fragen nach FÜHRUNG+VERTRAUEN angesichts der aktuellen Situation. In 14 Podcasts* kommen Stimmen aus der Wissenschaft, der Politik, dem Unternehmertum und der Zivilgesellschaft zu Wort und liefern Zeugnis von guter Führung und Vertrauen als entscheidenden Faktoren der Krisenbewältigung. 

Aus der Vielzahl der Ergebnisse wurden vier Kurzfassungen für die Themenkampagne FÜHRUNG+X, eine Initiative der Karl Schlecht Stiftung, ausgewählt.

* (u.a. Juandalynn Abernathy, Opernsängerin und Nichte von Martin Luther King / Christoph Werner, Geschäftsführer der Drogeriemarktkette dm / Amel Karboul, von 2014-2015 Ministerin für Tourismus in Tunesien, aktuell CEO des Education Outcomes Fund for Africa & Middle East / Ulrich Jautz - Rektor der Hochschule Pforzheim) alle Podcasts

#1 – Sven Schimpf „Vertrauen ist ein notwendiger Bestandteil der Innovation“

Sven Schimpf (*1976) ist interdisziplinärer Forscher, Vordenker und Geschäftsführer im Fraunhofer-Verbund Innovationsforschung. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt das Gebiet disruptive Innovation im Dreieck von Innovation/Vertrauen/Führung. Seit 2020 ist Sven Schimpf Co-Direktor im HEED und vertritt das Institut im Führungsteam der Design Factory Pforzheim.  Das Gespräch mit Sven Schimpf führten Nora Raab und Stefan vom Bruck. 

Diese Podcast-Folge ist Teil der Themenkampagne FÜHRUNG+X, eine Initiative der Karl Schlecht Stiftung: www.fuehrungplusx.de /
© Jingle www.frametraxx.de

#2 – Anna Christmann - „Politik muss einhalten, was sie verspricht“

Anna Christmann (*1983) ist Politikwissenschaftlerin und Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen und dort Sprecherin ihrer Partei für Bürgerschaftliches Engagement sowie Innovations- und Technologiepolitik. Seit 2013 ist sie Referentin im Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg. Im Bundestag ist sie u.a. Obfrau der Enquete-Kommision „Künstliche Intelligenz - Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“ und Mitglied weiterer Ausschüsse.  Damit das Vertrauen in die Politik weiterhin bestehen bleibt, müssen die Beteiligungsmöglichkeiten erweitert werden, beispielsweise in Form von zufällig zusammengesetzten Bürger*innen-Räten, wie Anna Christmann Emna Ben Farhat und Lisa Wirth verrät.

Diese Podcast-Folge ist Teil der Themenkampagne FÜHRUNG+X, eine Initiative der Karl Schlecht Stiftung: www.fuehrungplusx.de /
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#3 – Antje von Dewitz „Mut tut gut“

Antje von Dewitz (*1972) ist Geschäftsführerin des Outdoor-Ausrüsters VAUDE in Tettnang. 2009 übernahm sie von ihrem Vater Albrecht von Dewitz die Geschäftsführung. Seitdem orientieren sich die Prozesse im Unternehmen und entlang der textilen Wertschöpfungskette ausschließlich an Kriterien der Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Im Mai 2020 ist ihr Buch Mut steht uns gut! Nachhaltig, menschlich, fair - mit Haltung zum Erfolg erschienen. Wie man nachhaltiges Denken mit erfolgreichem Lenken verbindet und welche Rolle dabei ihre Schwiegermutter spielte, erzählt Antje von Dewitz Laura Hinz und Lisa Wirth.

Diese Podcast-Folge ist Teil der Themenkampagne FÜHRUNG+X, eine Initiative der Karl Schlecht Stiftung: www.fuehrungplusx.de /
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#4 – Jonathan Meese „Nur Kunst ist Chef“

Jonathan Meese (*1970) gilt als einer der wichtigsten Gegenwartskünstler. Seit dem Tod von Joseph Beuys 1986 ist kein Künstler und künstlerisches Werk so kontrovers diskutiert worden. Meese ist im Gegensatz zu Beuys kein Avantgardist, der die Kunst in eine wie auch immer geartete Lebenspraxis überführt, er will im Gegenteil die Kunst von allen außerkünstlerischen Zwängen und Zugriffen befreien. In der „Diktatur der Kunst“ soll die Kunst führen, was für den Künstler allein dadurch gewährleistet wird, dass wir der (r)evolutionären Macht der „K.U.N.S.T.“ bedingungslos dienen. Im F+X Podcast schildert er sein Vertrauen in die Kunst und was sachliche Führung für ihn bedeutet. Mit Jonathan Meese sprachen Oliver Haller und Leonard Staigle.

Diese Podcast-Folge ist Teil der Themenkampagne FÜHRUNG+X, eine Initiative der Karl Schlecht Stiftung: www.fuehrungplusx.de /
© Jingle www.frametraxx.de

MACD Podcast Workplace Artist Interaction

Im Rahmen des Jubiläums 100 Jahre Joseph Beuys „beuys2021“ thematisiert HEED gemeinsam mit dem Masterstudiengang Creative Dircetion die Aktivitäten der Artist Placement Group. Konzipiert als „eines der radikalsten sozialen Experimente der 1960er Jahre“‚platzierte‘ die APG, die zeitweilig auch die Unterstützung von Joseph Beuys fand, bildende Künstlerinnen und Künstler in Unternehmen, der Industrie oder der öffentlichen Verwaltung. Durch diese Kooperationen sollten wechselseitig die künstlerischen und unternehmerischen Handlungsfelder erweitert werden.

Das Forschungsprojekt zur „Artist-Workplace Collaboration“ behandelt die Fragestellung, wie die Interaktion zwischen Kunst und Arbeit unsere gegenwärtige Vorstellung von Produktion und Innovation beeinflusst. Für den Podcast Artist Workplace Interaction haben die Studierenden des Master of Arts in Creative Direction der Hochschule Pforzheim mit dem Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich, der Kulturwissenschaflterin Sophie Frost. Stipendiaten der Plattform 12 und den Künstlern Garth Evans und George Levantis gesprochen.

 

Sophie Frost

In „The Arts and Crafts Movenment. A Foundation Stone for Artist Workplace Interactions“ untersucht die Kulturwissenschaftlerin Sophie Frost die historischen Wurzel von künstlerischen Interventionen am Arbeitsplatz und beschreibt mit der Artists Placement Group Beispiele der jüngeren Geschichte für Kooperationen zwischen Künstler:innen und der Industrie. Frost lehrt an der University of Leiceister und arbeitet als Beraterin und Autorin im Bereich des Kreativsektors.

Mit Sophie Frost sprach Ellen Kunze.

 

George Levantis

In „The Arts and Crafts Movenment. A Foundation Stone for Artist Workplace Interactions“ untersucht die Kulturwissenschaftlerin Sophie Frost die historischen Wurzel von künstlerischen Interventionen am Arbeitsplatz und beschreibt mit der Artists Placement Group Beispiele der jüngeren Geschichte für Kooperationen zwischen Künstler:innen und der Industrie. Frost lehrt an der University of Leiceister und arbeitet als Beraterin und Autorin im Bereich des Kreativsektors.

Mit Sophie Frost sprach Ellen Kunze.

 

Garth Evans

Die Artist Placement Group suchte mit den Mitteln der Kunst das Umfeld von Unternehmen und Beschäftigungsverhältnissen zu erforschen. zu verändern oder einfach nur in sie vorzudringen. Viele der Unternehmen, in welche die APG Künstlerinnen platzierte. waren damals staatseigene Unternehmen wie British Steel oder British Airways, hinzu kamen diverse Ministerien. Jedes Placement bestand aus zwei Phasen: einer vorangehenden, etwa dreimonatigen Machbarkeitsstudie („feasability study“) und dem eigentlichen Placement, das in seiner Dauer offen war und über Jahre laufen konnte. Als erstes APG-Projekt gilt das Künstlerstipendium von Garth Evans bei der British Steel Corporation. Der Bildhauer klassifizierte zunachst in einer Serie von Fotografien die Materialien, die von dem 1967 ver­staatlichten Unternehmen verwen­det oder hergestellt wurden. Er dokumentierte zudem verschiedene Stahlwerke und erfüllte damit auch einen Wunsch des Unternehmens, dass die künstlerische Arbeit einen Beitrag zur Selbstdarstellung der BSC leisten würde. Evans begann erst gegen Ende und nach seinem Stipendium konstruktivistische, minimalistische Stahlskulpturen herzustellen (Quelle: Springerin 1/2016)

Mit Garth Evans sprachen Anastasia Lefler und Jacqueline Witt

 

Wolfgang Ullrich

Das Atelier ist längst nicht mehr der einzige Ort, an dem sich die künstlerische Kreativität entfaltet. Seit dem 19. Jahrhundert gab es immer wieder Versuche, die Kunst mit dem Leben zu vereinen. Auf der Suche nach neuen Aufgabenfelder haben die Künstler*innen in der Folge das Studio verlassen und allerlei andersartige Tätigkeiten im Namen der Kunst ausgeführt. Spätestens seit dem erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys gibt es eine Fülle von Interaktionen zwischen Künstler*innen und anderen Lebensbereichen. Als prominentes Beispiel kann man die Artist Placement Group erwähnen, deren Mitglieder sich in den 1970er Jahren den Arbeitsabläufen in der Industrie und öffentlichen Verwaltung zuwandten. Im Podcast erklärt der Kunstwissenschaftler und Konsumforscher Wolfgang Ullrich unter anderem die Parallelen zwischen der Arts and Crafts Bewegung und heutigen Start-ups, welche Erfahrungen die Künstlerin Antje Schiffers als Werkskünstlerin gemacht hat und warum Kreativität nicht mit kindlicher Naivität gleichgesetzt werden darf.