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AKTUELLE PROJEKTE

Neben den alltäglichen Forschungstätigkeiten zu Empathie, Spiel, Innovationsprozessen und den Bedingungen von Kreativität werden weitere Forschungs- und Drittmittelprojekte von HEED-Mitgliedern betreut und durchgeführt, welche die Forschungslandschaft unseres Instituts bereichern.

Ein Ausstellungs-Projekt des Neuen Museums – Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg (Projektträger) mit der Hochschule Pforzheim (Lehrstuhl für Kunst- und Designtheorie)

 

voraussichtliche Laufzeit der Ausstellung: 14. März 2019 – 16. Juni 2019

 

»Was ist Spiel? Spiel ist Arbeit –
Arbeit (gern getane Arbeit) ist Spiel.«

(Alma Siedhoff-Buscher)

 

In unserer Gesellschaft hat sich der Wunsch, kreativ zu sein, so sehr gesteigert, dass er in einen „Kreativitätsimperativ“ umgeschlagen ist. Der Glaube an die menschliche Kreativität als ultimative kulturelle und ökonomische Ressource lässt allerorten Unternehmen genauso wie öffentliche Einrichtungen nach den Faktoren fragen, die Kreativität und Innovation ermöglichen und steigern. Die aktuell am häufigsten gegebene Antwort auf diese Frage ist die Installierung von flexibel und möglichst inspirierend eingerichteten sogenannten Kreativräumen, Innovationswerkstätten oder Zukunftslaboren, in denen mit Hilfe von Konzepten wie Design Thinking das spielerische Generieren von Ideen systematisch optimiert wird oder werden soll.

Die projektierte Ausstellung entwickelt die These, dass ein maßgeblicher Impulsgeber für viele dieser als Katalysator für Kreativität gepriesenen und weltweit implementierten Räume und Methoden die spielerische Kultur des Bauhauses ist. Dessen Devise lautet: „Das Spiel wird zum Fest, aus dem Fest wird Arbeit, und Arbeit wird zum Spiel“ gründend, wurde

Dieser Impuls wird durch die gegenwärtige sogenannte Innovationsökonomie aufgegriffen. So verstehen sich beispielsweise die AppHäuser des Softwareentwicklers SAP als eine „Hommage an die Bauhaus-Ära“ (Sam Yen, Global Head of Design, User Experience and Frontline Apps bei SAP), unterstrichen dadurch, dass in einem Besprechungsraum des Heidelberger AppHausesdas Bauhaus-Manifest von Walter Gropius aus dem Jahr 1919 auf der Wand eines Besprechungsraums zitiert und für dasselbe mit einem Plakat im Stile des von Joost Schmidt für die Weimarer Bauhaus-Ausstellung 1923 gestalteten Plakats geworben wird.

In der Tat lässt sich Gropius’ Manifest über weite Strecken wie ein Mission Statement heutiger Design Thinking-Workshops lesen. Inspiriert von Spielräumen, Spielzeugen und Spielkonzepten des Bauhauses veranschaulicht die Ausstellung „Vom Bauhaus zum AppHaus. Kreative Spielräume gestern und morgen“ die Beziehungen zwischen den kreativen Spielkulturen und experimentellen Techniken des Bauhauses und vergleichbaren Ansätzen in zeitgenössischen Design-Workshops und Innovationslaboren. Konkret inszeniert die projektierte Ausstellung in einem Saal, der in abstrahierter Weise an ein weiträumiges Innovationslabor erinnert, einen Dialog zwischen Konzepten und Objekten des Bauhauses und solchen des 21. Jahrhunderts, die die wegweisende Aktualität des Bauhauses plastisch vor Augen stellen.

Die Ausstellung wird im Frühjahr 2019 als internationale Wanderausstellung stattfinden. Der Auftakt in Nürnberg wird von einem zweitätigen Symposium begleitet, das das Gespräch zwischen KuratorInnen und beteiligten KünstlerInnen vertieft und mit Einsichten von Kunst- und KulturwissenschaftlerInnen, SpieltheoretikerInnen sowie ArchitektInnen und GestalterInnen einschlägiger Kreativräume anreichert.

  

Projektbeteiligte:

 

Dr. Eva Kraus (Vertretungsberechtigte des Projektträgers und Kuratorin)

Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg

 

Prof. Dr. Thomas Hensel (Projektleiter und Kurator)
Dr. Robert Eikmeyer (Kurator)

Hochschule Pforzheim / HEED

 

Olaf Nicolai (Künstlerische Leitung und beteiligter Künstler)

Liam Gillick (beteiligter Künstler)

Gestaltung ist keine den Dingen äußerliche Form. Fragen der Gestaltung berühren vielmehr grundsätzliche Probleme, die auf uns selbst als tätige Subjekte zurückweisen. Diese Perspektive führte in den vergangenen Jahren zu einer verstärkten Thematisierung von Fragen der Gestaltung in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung. Als Vorreiter dieses Ansatzes kann die Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG) bezeichnet werden. Deren Selbstverständnis, das nach Strategien und Funktionen der Form-Werdung in breiter Perspektive fragt, zeigt sich insbesondere in vier in Ulm konzipierten Ausstellungen, die zwischen 1955 und 1967 regional, national und international, zuletzt auf der Weltausstellung in Montréal, große Beachtung fanden. Das HfG-Archiv bewahrt sämtliche der noch erhaltenen, an der HfG erarbeiteten Ausstellungstafeln über die Hochschule und deren Unterrichtsergebnisse sowie zahlreiche mit diesen verbundene Dokumente. Dieses Material zu heben, zu dokumentieren und zu analysieren sowie auf dieser Basis die Geschichte der Gestaltung und deren Vermittlung in der Nachkriegsmoderne exemplarisch wissenschaftlich zu erforschen, ist das Hauptziel des Projekts. Als Ort experimenteller interdisziplinärer Kreativitäts- und Innovationsprozesse ist die HfG ein mustergültiges Studienobjekt für HEED. 

Das Projekt wird für eine Laufzeit von vier Jahren mit Beginn 1. April 2017 mit 440.000 EUR durch die VolkswagenStiftung gefördert. 

 

Projektbeteiligte:

 

Prof. Dr. Thomas Hensel

Hochschule Pforzheim

 

Dr. Martin Mäntele

Ulmer Museum, HfG-Archiv

 

Prof. Dr. Steffen Siegel

Folkwang Universität der Künste, Essen

 

Katharina Kurz

Ulmer Museum, HfG-Archiv

 

Christopher Haaf

Folkwang Universität der Künste, Essen; Hochschule Pforzheim; Ulmer Museum, HfG-Archiv

 

Linus Rapp

Folkwang Universität der Künste, Essen; Hochschule Pforzheim; Ulmer Museum, HfG-Archiv

 

 



ABGESCHLOSSENE PROJEKTE

Das Modellieren ist ein gemeinsamer Nenner der drei Fakultäten der Hochschule Pforzheim und wesentlicher Bestandteil eines jeden Innovationsprozesses. 

Der Physiker und Nobelpreisträger Maurice Wilkins bringt den der Ausstellung zugrunde liegenden Gedanken auf den Punkt: »model building is not a mere illustration of thought, but enables the mind to explore and find new structures that may otherwise not appear out of imaginative processes«. Die Ausstellung behauptet zweierlei: 

1. Modelle sind starke Medien mit eigendynamischer Dimension. Sie bilden Sachverhalte nicht nur ab, sondern bilden diese; 


2. in jedem Beruf, Fachgebiet und Tätigkeitsfeld wird mit und durch Modelle operiert, sei es in theoretischer oder in praktischer Hinsicht. 

Die Ausstellung versammelt Modelle aus Arbeitsbereichen der drei Fakultäten und zeigt, wie künstlerische, technische und wissenschaftliche Modelle die Lehre und Forschung der Hochschule inspirieren.



Abschlussarbeiten und Publikationen

HEED betreut als Kooperationspartner Abschlussarbeiten von Studierenden aus Bachelor- und Masterstudiengängen, vor allem in den Fakultäten Gestaltung und Technik. 

Die vorliegende Masterthesis mit dem Titel »Empathy Thinking« beleuchtet das Thema Innovationsfindung im Wandel der Digitalen Transformation. Mit der Design Challenge »Gestalte einen Ansatz, der Empathie zum Mindset macht, um kundenzentrierte Innovationen zu finden« wurde zu Anfang eine Aufgabe gestellt, die als Leitfaden durch den gesamten Konzept-Entwicklungsprozess diente. Nach eingängigen Recherchen wurden die Innovationsmodelle »Design Thinking« und »Hybrid Thinking« analysiert und Defizite hinsichtlich des Umgangs mit den neuen Herausforderungen und den komplexen Problemen, die mit der Digitalen Transformation einhergehen, identifiziert. Diese Defizite beziehen sich einerseits auf die Weise, wie Innovationen gefunden werden und andererseits darauf, welche Rolle der Kunde im Innovationsprozess einnimmt. Der neu entwickelte Ansatz »Empathy Thinking« gleicht diese aus, indem dieser Ansatz – im Gegensatz zu den bisherigen Modellen – auf einer kundenzentrierten Strategie aufbaut und neue Denkweisen in den Prozess integriert, die zu Innovationen führen. Dabei ist Empathie als Mindset die treibende Kraft, die ebenfalls das Finden von Innovationen maßgeblich beeinflusst. 

»Empathy Thinking« ist ein multidimensionaler Ansatz in zweierlei Hinsicht: Einerseits wird Empathie als Mindset multidimensional erworben, um den Kunden, sein Nutzungsverhalten und seine Bedürfnisse, sowie das Umfeld, das ihn beeinflusst, zu verstehen und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen. Andererseits findet sich die Multidimensionalität in einem hybriden Innovationsmodell wieder, in dem mehrere Denkweisen fusionieren. Ziel ist es, kundenzentrierte Innovationen zu finden, die die Bedürfnisse des Menschen situativ-relevant befriedigen. Diesbezüglich geht es vor allem darum, dem Kunden nicht das beste Produkt, sondern die beste Lösung zu bieten. Dies schließt nicht nur das Befriedigen expliziter, sondern vor allem impliziter Wünsche und Bedürfnisse ein, die der Kunde (noch) nicht selbst artikulieren kann. Oberste Prämisse des Ansatzes ist, innovative und kundenzentrierte Lösungsansätze zu finden, die eine nachhaltige und persönliche Bindung zum Kunden aufbauen können, indem eine auf die Kundenbedürfnisse abgestimmte Customer Experience geschaffen werden kann. 

Die Masterarbeit »Empathic Resonance« setzt sich mit der gesellschaftlich relevanten Fragestellung auseinander, wie aus der Perspektive eines Designers stabile Beziehungen zum Menschen aufgebaut und gesteuert werden können. In erster Linie ist es als Designer, um den Menschen und die Gesellschaft mit Relevanz zu erreichen, unabdingbar, ein Verständnis für den Menschen zu entwickeln und eine Beziehung zu ihm aufbauen sowie aufrecht erhalten zu können.

Insbesondere in Zeiten der digitalen Transformation findet ein mentaler Wandel statt, der von einer Quantität und Flüchtigkeit an Beziehungen geprägt ist. Der Mensch ist umgeben von Filtern, die ihm stets Gleiches wiedergeben und eine Auseinandersetzung mit Andersartigem abschirmen. 

Nach einer Untersuchung der gegenwärtigen, gesellschaftlichen Entwicklungen und Problemstellungen legt sich die Arbeit die weichen Faktoren der Empathie und Resonanz in einer kompilatorischen Herangehensweise zu Grunde. Diese Faktoren gelten als Voraussetzung, um soziale Gemeinschaften sowie bidirektionale Interaktionen zu bilden und die Identität eines Menschen zu definieren.

Ergebnis der Arbeit ist das gleichnamige Modell »Empathic Resonance«, welches bestehend aus fünf Phasen, dazu anleitet ein Beziehungsverhältnis zum Menschen zu entwickeln. Das Beziehungsverhältnis strebt eine Wechselwirkung an. Einerseits mit dem Ziel den Menschen zu berühren und andererseits ihm die Möglichkeit zu geben, eine Selbstwirksamkeit zu erfahren an. Das weiterführende Ziel ist, die Beziehung im identitätsbildenden Verarbeitungsprozess des Menschen zu etablieren, um mit ihm wiederholt in eine Interaktion zu treten und somit die Beziehung aufrecht zu erhalten.

Die wesentliche Haupterkenntnis liegt in der Narration als einem gemeinsamen Nenner von Empathie und Resonanz. Die Narration ermöglicht einen gesteuerten Einsatz sowie Umgang mit den Faktoren der Empathie und Resonanz und darüber entsprechend den Aufbau sowie das Lenken einer Beziehung zum Menschen. Damit simultan einher geht das Setzen von bewussten Reibungspunkten, um in einem Wechselspiel von Zu- und Abwendung Beziehungen zu intensivieren.

Die Masterthesis wurde im Rahmen des Studiengangs Master Produktentwicklung der Fakultät für Technik an der HS PF erstellt. 

Ziel der Arbeit ist die Modellierung und Anwendung eines Klassifizierungsschemas, um einen Überblick über Innovationsansätze zu bieten. Nach der Erläuterung der Problemstellung erfolgt im ersten Kapitel als Hinführung zum Thema eine Betrachtung von Startups und deren Erfolgsfaktoren. Da es sich um eine Arbeit im Kontext des Innovations- und Produktentwicklungsumfeld handelt, gibt das folgende Kapitel einen Überblick über die für ein einheitliches Verständnis notwendigen definitorischen Grundlagen. Anschließend werden einige der in der Literatur vorhandenen Grundschemata des Innovationsprozesses vorgestellt, die den idealisierten Ablauf abbilden. Mit dieser Erfassung des Stands der Wissenschaft wird auch auf die damit einhergehende Problematik eingegangen und die nachfolgende Ableitung eines eigenen Grundmodells und Klassifizierungsschema ermöglicht. Nach der Erläuterung der Kategorien des Schemas erfolgt eine darauf aufbauende Erläuterung bekannter Innovationsansätze. Dabei erfolgt die Konzentration auf prozessuale Ansätze. Durch das Erstellen einer Übersichts-Matrix werden die Ergebnisse schließlich übersichtlich dargestellt, indem die Korrelation zwischen Klassifizierungsschema und Innovationsansätzen visualisiert wird. Abgeschlossen wird die Arbeit mit einem Fazit, das eine Zusammenfassung über die gewonnenen Erkenntnisse und einen Ausblick liefert.

Ziel der vorliegenden Arbeit, die als Abschlussarbeit im Studiengang Master of Arts in Creative Directions (MACD) verfasst wurde, ist die Entwicklung eines Handlungsmodells zur Adressierung und Lösung komplexer gesellschaftlicher Fragestellungen - Der sogenannten bösartigen Probleme.

Da es sich um eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Kernbereich der Designdisziplin handelt, gibt das erste Kapitel einen Einblick in die Definition des der Arbeit zugrundeliegenden Designbegriffs, um so eine disziplinäre Verortung der Argumentation gewährleisten zu können. 
Es folgt eine Einführung in den Charakter bösartiger Probleme und die Erläuterung der Kernproblematik im Umgang mit selbigen. Anschließend werden die Kompetenzen der DesignerInnen beleuchtet, dabei vor allem die für die Adressierung relevanten.
Da bösartige Probleme in ihrer Komplexität Teilbereiche verschiedener Disziplinen ansprechen und die Qualitäten der DesignerInnen allein nicht alle Anforderungen der Adressierung bedienen können, ergibt sich die Notwendigkeit einer Kooperation mit den Systemwissenschaften. Entsprechend der Darstellung der Qualitäten der DesignerInnen, werden daher auch die für die Adressierung entscheidenden Kompetenzen der Systemwissenschaften vorgestellt.
Auf jene Qualifikationen aufbauend, schließt sich eine schrittweise Beschreibung der im Rahmen der Arbeit erarbeiteten Vorgehensweise zur Adressierung bösartiger Probleme an.
Die einzelnen Schritte werden dann zu einem ganzheitlichen Handlungsmodell zusammengeführt, das von der Dekodierung bis zur Synchronisation der Systeme reicht.

Dieses Handlungsmodell ist gleichzeitig als Impuls zur Adressierung bösartiger Probleme und Baustein zur Erweiterung und für eine neue Wahrnehmung der Designdisziplin zu verstehen.



Forschungsprojekte im Master Produktentwicklung

Die Studierenden des an der Fakultät für Technik angegliederten Master of Science in Produktentwicklung bearbeiteten in Kooperation mit HEED über einen zweisemestrigen Zeitraum hinweg diverse gründungsrelevante Forschungsprojekte, deren Ergebnisse nachfolgend vorgestellt sind.

Aktuelle Projekte

Aktuell wird seit November 2017 bis Juli 2018 ein weiteres Forschungsprojekt bearbeitet. Die Betreuung erfolgt durch Alexandra Göhring M.Sc. und Barbara Boxdorfer-Gröbe M.Sc.

Von Timo Brenk, Andrea Schnaars und Julia Weisbrod

Im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojekts des Studiengangs Master in Produktentwicklung wird untersucht, wie sich weiche Faktoren der Zusammenarbeit innerhalb einer Produktentwicklung messen lassen. Während sich harte Faktoren in betriebswirtschaftlichen Kennzahlen ausdrücken lassen, sind weiche Faktoren hingegen schwer quantitativ messbar und lassen sich kaum in Kennzahlen darstellen. Sie werden daher hauptsächlich qualitativ ermittelt und beschrieben. Die Projektgruppe untersucht, wie in verschiedensten Disziplinen die Messung weicher Faktoren vorgenommen wird, um diese Methoden auf die Produktentwicklung übertragen zu können.

Abgeschlossene Projekte

Neben der Erörterung der in der Literatur erläuterten Herangehensweisen und Methoden für Startups standen auch deren Defizite in der tatsächlichen Umsetzung im Fokus. Aus den gewonnenen Erkenntnissen konnte zudem ein Unterstützungsansatz erstellt werden, der Startups eine erfolgreiche Gründung erleichtern soll. Des weiteren wurde die Auswirkungen einer gescheiterten Gründung für das weitere Berufsleben der betroffenen Gründerinnen und Gründer durch eine Studie untersucht.

Die Forschungsprojekte wurden von November 2016 bis Juli 2017 bearbeitet und von Prof. Dr.-Ing. Werner Engeln betreut.

von Jessica Becker, Anja Miller und Maximilian Pleuler

 

Im vorliegenden Forschungsprojekt  „Herangehensweisen und Methoden für Start-ups in der Literatur“ wird der aktuelle Stand der Literatur zum Thema Start-up gesichtet und die wichtigsten Ansätze erläutert. Der Aufbau der Dokumentation orientiert sich an den fünf Phasen, die ein Start-up von der ersten Idee bis zur Gründung durchläuft.

Beginnend mit der Selbstprüfungsphase wird erläutert, welche Kompetenzen und Schlüsselelemente einen Entrepreneur auszeichnen und worin die Chancen und Risiken der Unternehmensgründung liegen. Die anschließende Vorbereitungsphase beschäftigt sich mit der Findung und Bewertung der Geschäftsidee und der Markt- und Wettbewerbsanalyse. Anschließend erfolgen in der dritten Phase die Konzeption des Geschäftsmodells sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Im Zuge der Realisierungs- und Aufbauphase werden sowohl der Beschaffungsprozess als auch die Marketing- und Vertriebsstrategie festgelegt. Die abschließende, fünfte Phase beschreibt die Eröffnung und kontinuierliche Verbesserung des Start-ups.

von Sebastian Baßler, Tobias Löffler und Matthias Tenter

 

Gegenstand dieses Forschungsprojekts ist die Analyse der methodischen Arbeitsweise von Start-ups. Ausgangslage und Ansatzpunkt des Forschungsvorhabens bilden Untersuchungen zu den Gründen für das Scheitern von Start-ups und deren Herausforderungen. Dabei wird „No Market Need“ als häufigster Scheiterungsgrund erkannt sowie „Vertrieb und Kundengewinnung“ als größte Herausforderung angesehen. Die Studien zeigen die grundlegenden Problemfelder von Start-ups. Diese Defizite werden in Hypothesen formuliert, welche anhand von Interviews überprüft werden. Besonders bei der Einschätzung des Marktpotentials sowie der richtige Teamzusammensetzung bestehen Defizite. Darüber hinaus kennen viele Start-ups ihre Kunden und deren Bedürfnisse nicht. 

Die Herausforderungen, welche Gründer bewältigen müssen, um erfolgreich am Markt zu agieren, ändern sich in jeder Entwicklungsphase des Start-ups. Während sie in der Seed-Stage viele Aufgaben selbst übernehmen, müssen sie in der Growth-Stage lernen, Aufgaben zu delegieren. Dieser Wandel fällt den Gründern häufig schwer, sodass hier häufig Probleme auftreten. Agilität und Fortschritt sind die größten Vorteile von Start-ups, welche jedoch durch dieses Problem gefährdet werden.

Die Erkenntnisse der Interviews ermöglichten es, einen methodischen Unterstützungsansatz zu entwickeln, welcher den Start-ups helfen soll, diese Defizite zu überwinden.

von Anja Miller, Sebastian Baßler, Jessica Becker, Tobias Löffler, Maximilian Pleuler und Matthias Tenter

 

Die Bedeutung von Start-ups nimmt in der heutigen Wirtschaft immer mehr zu. Sie schaffen zum einen wertvolle Arbeitsplätze, zum anderen tragen die innovationsfreudigen Unternehmen einen erheblichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit einer ganzen Region bei. Leider müssen viele Start-ups täglich um ihre Existenz kämpfen. Abgesehen von finanziellen Problemen sind die Gründe sehr vielseitig und nicht immer offensichtlich.

Um den Jungunternehmern Hilfe bieten zu können, wird in Kooperation zweier Forschungsprojekte des Masterstudiengangs Produktentwicklung an der Hochschule Pforzheim ein Unterstützungsansatz für Start-ups entwickelt. Aufbauend an den oben vorgestellten Forschungsprojekten wurde abschließend ein Unterstützungsansatz so ausgearbeitet, dass Start-ups die eigenen Problemfelder zukünftig früher erkennen und anhand geeigneter Methoden Lösungen finden können. Abschließend wird die Realisierbarkeit der entwickelten Handlungsempfehlungen durch Feedback ausgewählter Start-ups überprüft.

von Nicolai Banse, Ellen Hohmann und Rouven Müller

 

Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob das Scheitern mit einer eigenen Unternehmensgründung ein Risiko für das spätere Berufsleben darstellt. Dies ist von großer Relevanz, da die Anzahl der Gründungen in Deutschland rückläufig ist. Ein wesentlicher Grund hierfür scheint zu sein, dass einige potenzielle Gründer den Schritt in die Selbständigkeit aufgrund von Ängsten und Sorgen meiden. Befürchtungen, dass durch ein mögliches Scheitern ein Verlust des Ansehens und ein erschwerter Eintritt in eine anschließende Festanstellung folgen, sind unter potenziellen Gründern verbreitet.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu untersuchen, ob diese Befürchtungen berechtigt sind. Durch eine Umfrage, bei der 40 Personalverantwortliche aus vorwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen teilnahmen, konnte dargelegt werden, dass die Befürchtungen der potenziellen Start-up-Gründer weitestgehend unberechtigt sind, da die Personalverantwortlichen der Unternehmen keinerlei Desinteresse gegenüber gescheiterten Start-up-Gründern aufzeigen. Abhängig vom bisherigen Lebenslauf und den Erfahrungen der ehemaligen Gründer scheint jedoch das Interesse der Personalverantwortlichen stärker oder schwächer ausgeprägt zu sein. Die Umfrageteilnehmer sehen vor allem Stärken hinsichtlich der Selbstständigkeit, der Belastbarkeit, dem Engagement und der Flexibilität eines ehemaligen Gründers. Einige Unternehmen der Umfrageteilnehmer haben bereits gescheiterte Gründer eingestellt und sind mit deren Arbeit überwiegend zufrieden.

 

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