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Nachklang: techTUB N°7 - Digitaler Zwilling

techTUB N°7 "Warum brauchen wir einen digitalen Zwilling?"

Live und in Farbe sowie parallel auch als bequeme Übertragung ins Wohnzimmer fand am Mittwoch, den 17.11., das siebte techTUB zum Thema "Warum brauchen wir einen digitalen Zwilling?" statt. Der Studiengangsleiter des Masterprogramms Mechatronische Systementwicklung an der Fakultät für Technik, Professor Dr.-Ing. Mike Barth, nahm als Dozent über 100 Teilnehmende mit auf die Reise in die Welt der digitalen Zwillinge.

Das Thema umfasste viele komplexe technologische Aspekte, die Herrn Barth anschaulich und verständlich erläuterte, damit Studierende aller Fakultäten und Semester unabhängig von ihren Vorkenntnissen ein Gefühl für die Materie erhalten konnten.

Doch was versteckt sich überhaupt hinter den Begriff "digitaler Zwilling"?

Es ist allgemein bekannt, dass jeder von uns tagtäglich unzählige Daten produziert, die verarbeitet werden. Dies geschieht unter anderem durch Smartphone, Smartwatch, Sprachassistent oder Smart Home. Die Daten werden genutzt, um neueste Technologien zu entwickeln und voranzutreiben, wie beispielsweise den digitalen Zwilling. Dabei handelt es sich im Grunde gesagt um ein Simulationsmodell, welches mit extrem hoher Genauigkeit durch Real-Time Datenübertragung Informationen aus der Realität darstellt und für das menschliche Auge visualisiert.

Ein Beispiel hierfür wäre eine digitale Anzeige im Auto, welche dieses als 3-D Modell darstellt und die Geschwindigkeit und den Energieverbrauch anzeigt, um den Fahrer:innen zu erleichtern, energieeffizient zu fahren. Außerdem wäre es möglich, dass durch den Einsatz von digitalen Zwillingen in Zukunft eine ganz neue Generation von Service-Modellen entsteht. Haushaltsgeräte können mit integrierten Sensoren und einer Software ausgestattet werden, um sie mit dem Internet of Things zu verbinden und den digitalen Zwilling als Repräsentation des physischen Objekts direkt an den Hersteller zu übertragen. Auf diese Art und Weise kann der Hersteller frühzeitig eingreifen, bevor es zu Ausfällen der Haushaltsgeräte, Heizungen etc. kommt.

Digitale Zwillinge sind für unsere Zukunft extrem relevant, da sie vor allem Entwicklungskosten sparen, die Entwicklungsdauer verkürzen und Produktoptimierungen zulassen. Sie sind weit mehr als nur 3D-Modelle - denn diese stellen lediglich die Spitze des Eisbergs dar, welcher immer weiter und weiter wächst.

Im Anschluss an den spannenden Vortrag wurde eine Diskussionsrunde eröffnet, in der alle Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, brennende Fragen zu stellen und die Meinung von Prof. Barth als Fachmann zu verschiedenen Ansichten einzuholen. Dabei war deutlich zu erkennen: Er wünscht sich, dass die Technologie der digitalen Zwillinge in naher Zukunft weiterentwickelt wird und ist guter Dinge, dass sie verstärkt zum Einsatz kommen wird. Wir können daher gespannt sein, was auf uns zukommt.

Im folgenden Semester wird es erneut ein techTUB geben, bei dem spannende Technologie-Trends thematisiert werden. Das Erkennen von aktuellen Trends ist, auch fachübergreifend, unglaublich wichtig - nicht zuletzt um diese beispielsweise in Geschäfts- oder Projektideen einzusetzen.

Welche Themen würden euch besonders interessieren? Ideen und Anregungen könnt ihr gerne per E-Mail an heed@hs-pforzheim.de senden.