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Nachklang: Seminar "Leadership & Persönlichkeit"

Inspirierendes Seminar in Beuron

Auch dieses Jahr ermöglichte die Karl Schlecht Stiftung 13 Studierenden eine besondere Reise zu sich selbst. Vom 20. – 25.10.2019 bekamen die Studierenden und Alumni der Zeppelin Universität und der Hochschule Pforzheim die Chance, am Blockseminar „Leadership und Persönlichkeit“ der Hochschule für Philosophie München teilzunehmen.

„Wer andere führen will, muss lernen sich selbst zu führen“. Dieser Satz war ein Grundgedanke des Seminars. Daher lag der inhaltliche Schwerpunkt mehr auf der Selbstwahrnehmung als auf expliziten Inhalten zum Thema Leadership. Die Teilnehmenden sollte sich intensiv mit sich selbst und dem eigenen Charakter auseinandersetzen. Die kleine Gemeinde Beuron mit dem dort ansässigen Benediktinerkloster inmitten der wunderschönen Landschaft der oberen Donau, kombiniert mit schönstem goldenen Oktoberwetter und ausgeschalteten Handys boten den perfekten Rahmen, um sich Zeit zu nehmen, die Ruhe zu genießen und dabei in sich reinzuhören. Während des Seminars wurden die Studierenden von Prof. Dr. Michael Bordt SJ und Johannes Lober begleitet.

Alle Seminartage begannen zunächst um 7.00 Uhr mit einer Stunde Yoga, im Anschluss daran folgte eine Stunde Meditation. Während diese zu Beginn des Seminars noch stark geführt war, tauchten die Teilnehmenden im Laufe der Woche immer mehr in die Welt der Meditation ein und hatten gegen Ende des Seminars immer mehr Möglichkeiten, frei zu meditieren. Da jeder Tag unter einem anderen Tagesthema stand, folgte nach der Meditation der Impuls des Tages. Mit den Themen und den dazugehörigen Fragen konnten sich die Teilnehmenden nicht nur beim anschließenden Frühstück in Stille, sondern auch noch den Rest des Vormittages auseinandersetzen. Während dieser Zeit, in der sich die Studierenden nach Möglichkeit nicht untereinander austauschen sollten, wurde viel nachgedacht, Gedanken zu Papier gebracht, spaziert, um den Gedanken freien Lauf zu lassen und in sich hineingehorcht.

Vor dem Mittagessen bot sich die Gelegenheit eines einstündigen Austausches. Der zweite Teil des Tages war – im Anschluss an das Mittagessen – dem Buch „Die Kunst, sich selbst zu verstehen“ gewidmet. Passende Kapitel zu den jeweiligen Tagesthemen sollten gelesen und die dazugehörigen Fragen in Einzelarbeit beantwortet werden. Nach einer halbstündigen Abend-Meditation konnten sich die Teilnehmenden auch zu diesen Kapiteln und damit einhergehenden Themen austauschen. Das Restprogramm nach dem Abendessen gestaltete sich unterschiedlich. So gab es an einem Abend einen Film und an einem anderen einen Vortrag über Leadership. Aber auch freie Abende ohne Programm waren Teil der Woche, die bei teilweise sehr aufreibenden und persönlich sehr anstrengenden Tagen die Möglichkeit boten, den Abend ausklingen zu lassen oder nach einer langen Nacht gut erholt in den nächsten Tag zu starten.

Wir blicken auf eine inspirierende Auszeit in Beuron zurück und sind gespannt, auf welche Art und Weise uns das Seminar in Zukunft begleiten wird.

von Sven Erichsen und Sandra Längst, ZU Friedrichshafen

 

"Für mich als jungen Menschen war es eine sehr wertvolle Bereicherung, die Zeit zu haben, mich mit mir und meiner Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Das Seminar hat mir verdeutlicht, wie wichtig es ist, mich selbst zu verstehen, um ein rundum gelungenes Leben zu führen.“

Max Julian Fischer B.A., Alumnus in Industrial Design