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INEC forscht an Nachhaltigkeitsbewertung von Energiesystemen

Projektbeteiligte InNOSys, Foto: K. Lenzen

Am Institut für Industrial Ecology (INEC) startet ein groß angelegtes Forschungsvorhaben zur integrierten Nachhaltigkeitsbewertung und –optimierung von Energiesystemen (InNOSys), das im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung seitens des Bundeswirtschaftsministeriums und den Projekträger Jülich (PTJ) gefördert wird. Das von Prof. Tobias Viere akquirierte Vorhaben wird über eine Laufzeit von drei Jahren am INEC gemeinsam mit Prof. Ingela Tietze und Dipl-Ing. Heidi Hottenroth erarbeitet und erforscht. Weitere Projektpartner sind das Institut für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, das Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS) der Universität Stuttgart, die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS) aus Osnabrück sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS). Die Federführung des Projektkonsortiums liegt beim Institut für Technische Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart .
Das Hauptziel des Vorhabens ist es, bestehende und zukünftige Energiesysteme anhand wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und umweltrelevanter Zielgrößen bewerten und optimieren zu können. Hierzu werden komplexe und sehr weit entwickelte Methoden und Modelle der Energiesystem-, der Lebenszyklus- und der ökonomischen Analyse miteinander gekoppelt sowie mit sozialwissenschaftlichen Untersuchungen verknüpft. Der so geschaffene methodische Rahmen wird in einem zweiten Schritt genutzt, um unter Berücksichtigung von Kosten und Nachhaltigkeitsaspekten gesamtgesellschaftlich besonders vorteilhafte Systemkonfigurationen für den Stromsektor in Deutschland zu ermitteln. Insgesamt kann das Vorhaben auch dazu beitragen, das Datenangebot und die Datenqualität für Nachhaltigkeitsbewertungen im Energiebereich zu erhöhen und Zielkonflikte zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, Umweltfolgen und Systemkosten besser zu verstehen und einzuordnen.