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Zehn Jahre AACSB

Gehört zur internationalen Spitze: die Business School der Hochschule Pforzheim. (Foto: Cornelia Kamper / HS PF)

Beim Auto der TÜV, bei Studiengängen die nationale Akkreditierung: Damit ein Studiengang in Deutschland überhaupt an den Start gehen darf, muss er von einer nationalen Akkreditierungsagentur geprüft und zugelassen werden. Hochschulen, die mehr als die Mindestanforderungen erfüllen und ihre besondere Qualität nachweisen möchten, können zusätzlich eine freiwillige internationale Akkreditierung anstreben – ähnlich wie der Wettbewerb um Michelin-Sterne in der Top-Gastronomie.

Seit mittlerweile zehn Jahren tragen an der Hochschule Pforzheim die Studiengänge der Business School gemeinsam mit den Programmen im Wirtschaftsingenieurwesen das Siegel der „Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB)“ international. 2011 schaffte Pforzheim als erste Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) den Sprung in die Riege der besten fünf Prozent Business Schools weltweit, womit höchste Standards in Lehre, Forschung und beim Wissenstransfer in die Wirtschaft bestätigt wurden.

Prof. Dr. Harald Strotmann (Foto: Greta Josten / HS PF)

In Deutschland dürfen neben der Hochschule Pforzheim derzeit nur zehn Universitäten sowie eine weitere HAW im Bunde das renommierte Gütesiegel tragen. „Bildung ist ein Vertrauensgut. Wer sich für einen Studiengang und eine Hochschule entscheidet, muss auf die Qualität der dortigen Ausbildung vertrauen“, betont Professor Dr. Harald Strotmann, stellvertretender Dekan und an der Business School für Strategie und internationale Akkreditierung zuständig. „Da bieten Rankings, aber eben auch Akkreditierungen eine gute Orientierung. Akkreditierung bedeutet, sein System zur Qualitätssicherung in Studium und Lehre zertifizieren zu lassen.“

Prof. Dr.-Ing. Matthias Weyer (Foto: Sibille Metz)

„Wir fühlen uns durch die Akkreditierung in unseren gemeinsamen Leistungen bestätigt, sehen dies aber auch als erneuten Auftrag an uns selbst, uns nicht auf unseren Lorbeeren auszuruhen, sondern vielmehr uns weiterzuentwickeln, um diesen Vorsprung zu halten und auszubauen. Das AACSB-Siegel unterstreicht, dass wir an der Hochschule Pforzheim auch im internationalen Vergleich ausgezeichnete Studienbedingungen und ein hervorragendes Forschungsumfeld bieten“, wertet Professor Dr.-Ing. Matthias Weyer, Dekan der Fakultät für Technik, die internationale Auszeichnung.

Dass sich die Arbeit lohnt, zeigen die zahlreichen Vorteile der AACSB-Akkreditierung. „Unis wie Harvard, Stanford und Yale zeigen die Qualität ihrer Ausbildung durch die AACSB-Akkreditierung – der Pforzheimer Studienabschluss eröffnet einem über diese internationale Anerkennung viele Chancen im weltweiten Arbeitsmarkt“, betont Eduardo Rodriguez, der den MBA International Management in Pforzheim auch wegen des AACSB-Gütesiegels gewählt hatte.

Prof. Dr. Thomas Cleff (Foto: Greta Josten / HS PF)

Reakkreditierung alle fünf Jahre

Die Kernmaxime von AACSB lautet: Kontinuierliche Weiterentwicklung, um beständig besser zu werden. Alle fünf Jahre wird entlang der vorgegebenen Standards geprüft und für jede Einrichtung individuell bewertet, welche Fortschritte seit dem letzten Audit erzielt worden sind. 2017 erfolgte die erste Reakkreditierung der Pforzheimer Business School. Im Frühjahr 2022 steht turnusgemäß der nächste Audit an. „Die Qualitätsprüfung durch AACSB ist ein kontinuierlicher Prozess“, erläutert Professor Dr. Thomas Cleff, Dekan der Business School Pforzheim. „Mit jeder Akkreditierung bekommt eine Hochschule sogenannte ‚Concerns‘ mit auf den Weg. Das sind bestimmte Aspekte oder Aufgabenfelder, die in den fünf Jahren bis zur nächsten Reakkreditierung besonders im Blick behalten werden sollen.“

Höhepunkt des ersten Reakkreditierungsprozesses war schließlich der Besuch des AACSB-Komitees auf dem Campus der der Fakultäten für Technik sowie Wirtschaft und Recht im Frühjahr 2017. Diesem sah man in Pforzheim gespannt, aber mit großer Zuversicht entgegen. „Das ist wie vor jeder Prüfung – man ist gut vorbereitet, aber trotzdem darf man nicht zu locker sein, damit man die geforderte Leistung schließlich auch erbringen kann“, so Dekan Cleff. So wird es auch 2022 wieder sein, wenn das internationale Gutachterteam die Fakultäten und die Studiengänge erneut auf Herz und Nieren prüfen wird. Neben Rektorat und Dekanat sind viele Lehrende, Mitarbeitende und Studierende aktiv eingebunden. Die Gutachter sollen einen möglichst breiten und direkten Einblick in Lehre, Forschung und administrative Prozesse erhalten.

2017 war Nico Wenzel, Student des Masterstudiengangs Information Systems, Teil der Studierendengruppe. Er erinnert sich: „Wir waren insgesamt zirka 40 Studierende. Im Gespräch mit den AACSB-Experten am Tag der Reakkreditierung konnten wir unsere Sicht auf die Business School darstellen.“

Auch Jessica Schröder, Studentin aus dem MBA International Management, empfand die Beteiligung der Studierenden als wertvoll: „Der Input der Studenten war aktiv gewollt, die Atmosphäre entspannt und das Gespräch verlief sehr offen. Die vorherrschende Meinung war, dass wir alle sehr zufrieden sind an unserer Hochschule.“

Professional Engagement, Commitment, Internationalisierung

2017 lobte die AACSB-Kommission in ihrem Reakkreditierungsbericht, wie überzeugend das Commitment der Studierenden ebenso wie das der Lehrenden sei. Positiv seien zudem die hervorragende Interaktion zwischen Studierenden und Lehrenden sowie das „professional engagement“ aufgefallen, also die starke Vernetzung der Professorinnen, Professoren und Studierenden mit der Praxis. Natürlich gab es aber auch neue Hausaufgaben, die im laufenden Fünfjahres-Zeitraum als Concerns besonders im Blickpunkt stehen. Denn getreu der AACSB-Philosophie gilt es weiterhin, sich stetig fortzuentwickeln.

Zehn Jahre sind seit der Erstakkreditierung Pforzheims vergangen. Der Weg, den Pforzheim als erste Hochschule für angewandte Wissenschaften bis 2011 gegangen ist, hat ihr nachhaltig gutgetan. Eine Dekade später schauen Business School und Fakultät für Technik mit Vorfreude und einem guten Quäntchen Zuversicht der zweiten Reakkreditierung entgegen. In den vergangenen fünf Jahren wurde konzentriert an den Concerns gearbeitet. Auch in zahlreichen anderen Bereichen wurden gute Fortschritte erzielt. Blickt man auf das Beispiel Internationalisierung, das durch die Corona-Pandemie besonders gelitten hat: In den vergangenen fünf Jahren konnte der Anteil internationaler Gastprofessorinnen und -professoren deutlich erhöht und auch die Zahl der so genannten Outgoings – der Bachelor- und Masterstudierenden, die während ihrer Studienzeit mindestens ein Semester im Ausland verbringen – weiter hochgehalten werden.

Seit 2017 wurde die Zahl der Partnerhochschulen von 82 auf gut 130 erhöht – und qualitativ neu aufgestellt. Die Partner im Ausland sind selbst größtenteils international akkreditiert und gehören zu den Top-Kaderschmieden ihres Landes. Im Januar 2022, im elften Jahr nach der Akkreditierung, gilt es, diese herausragende Qualität erneut nachzuweisen.

Himanshu Sharma (Foto: privat)

“After doing a lot of research, I had finalized the MBA program at Hochschule Pforzheim as my preferred choice because of its prestigious AACSB accreditation, small class size offering a vibrant cross-cultural atmosphere, strong cooperation with firms like Bosch, Daimler, MAHLE, Siemens, etc., and last but definitely not the least the promising career development that the program offers the students post-graduation. In fact, I had applied to only one other university’s MBA program all the while keeping Hochschule Pforzheim in mind as my preferred destination.”

Himanshu Sharma from India, MBA International Management, Class of 2019, Social Media Coordinator EMEA at MAHLE

“When choosing an MBA program, I wanted to be certain that my achievements would be recognized internationally regardless of where my career will take me in the future. That is why it was of utmost importance to me that the program of my choosing would carry the AACSB accreditation which displays the highest standard of achievement for business schools worldwide. The AACSB accreditation at Hochschule Pforzheim was one of many reasons I chose to study in the MBA International Management programme. After experiencing the challenging coursework, current case studies, international focus, direct contact with industry professionals & companies, and the diversity of my cohort, it is clear why HSPF has been awarded this prestigious accreditation.”

Gabrielle Boimann from the USA, 3rd Semester MBA International Management

Gabrielle Boimann (Foto: privat)
Christoph Kübel (Foto: privat)

“Unternehmen als künftige Arbeitgeber von Absolventen orientieren sich an der Qualität und Reputation einer Hochschule. Das Gütesiegel von AACSB International, das der Hochschule Pforzheim vor 10 Jahren verliehen wurde, ist ein solches Qualitätsmerkmal. Pforzheim war die erste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Deutschland, die mit diesem Siegel ausgezeichnet wurde. Dieses tragen weltweit nur rund 5% der Business Schools und weisen damit unter anderem nach, dass Lehre und Forschung auf internationalem Spitzenniveau betrieben wird.“

Christoph Kübel, Vorsitzender des Kuratoriums der Robert Bosch Stiftung GmbH, Alumnus Beschaffung und Logistik

“I believe, if one looks back over the decade, Business School Pforzheim has risen rapidly and dramatically as a global business school player recognized both in the German market and across the world. This unwavering commitment to AACSB accreditation and ongoing globalization and improvement differentiates Business School Pforzheim in a challenging, competitive marketplace and the results are in the expanding partnerships and international relationships of the school.”

Tim Mescon, Executive Vice President and Chief Officer, Europe, the Middle East, and Africa, AACSB International

Marine Condette (Foto: privat)

“I have always been impressed by how Business School Pforzheim is embracing the quality improvement philosophy not just for their own school but also for others. There is a true sharing mindset that can be seen during AACSB events and as part of the volunteer activities (mentoring, peer review teams, accreditation committee member) done by the school’s leadership.”

Marine Condette, Senior Accreditation and Member Services Manager, AACSB International

Business School | Fakultät für Wirtschaft und Recht

Die Business School der Hochschule Pforzheim gehört mit 14 Bachelor-, 9 Master- und 2 MBA-Studiengängen, 96 Professoren und rund 3.200 Studierenden zu den größten Wirtschaftsfakultäten in Deutschland. Seit rund 60 Jahren werden in der Fakultät für Wirtschaft und Recht angehende Fach- und Führungskräfte auf eine dynamische sowie interdisziplinär, global und digital geprägte Arbeitswelt vorbereitet, in der sie sich sicher bewegen können und mit den damit verbundenen Verantwortlichkeiten umzugehen wissen. Dabei wird besonderer Wert auf Internationalisierung, ein großes Netzwerk in die Unternehmenspraxis und den Forschungstransfer gelegt.

Seit 2011 ist die Business School Pforzheim AACSB-akkreditiert. Damit gehört sie zu den fünf Prozent besten Wirtschaftsfakultäten weltweit. Dem internationalen Eduniversal-Ranking 2020 zufolge ist sie die beste Business School an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Sie gehört zu den Global Top 25 bei Veröffentlichungen mit Industriepartnern (2021) und Global Top 25 bei Internationalisierung (2019) laut U-Multirank der Europäischen Kommission. Im nationalen CHE-Ranking wird die Business School Pforzheim mit vier von fünf grünen Punkten geführt.

Fakultät für Technik

Mit neun Bachelor- und fünf Masterstudiengängen sowie drei berufsbegleitenden Programmen, rund 70 Professoren und über 2000 Studierenden zählt die Fakultät für Technik zu den größten ihrer Art in Baden-Württemberg und damit zu den größten Deutschlands. Rankingergebnisse im Spitzenfeld belegen regelmäßig die Qualität von Forschung und Lehre. Anwendungsorientiert, wirtschaftsnah, international und verantwortlich bildet die Fakultät für Technik angehende „Ingenieure Made in Germany“ in den Bereichen Informationstechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen aus.

Mehrwert der internationalen Akkreditierung

Die AACSB-Akkreditierung

  • trägt maßgeblich zur nationalen und internationalen Reputation der Hochschule Pforzheim im Wettbewerb der Hochschulen bei – und wirkt als internationales Gütesiegel des Studienabschlusses, national sowie international,
  • verdeutlicht den besonderen Anspruch, den wir an die Qualität unserer Lehre und Forschung stellen – und macht die Hochschule zu einer der ersten Adressen für motivierte und leistungsstarke Studienbewerber und qualifizierte Mitarbeiter,
  • verdeutlicht die hervorragende Qualität der Pforzheimer Studienprogramme – neutral und unabhängig von der weltweit führenden Akkreditierungsorganisation AACSB International alle fünf Jahre neu bescheinigt,
  • stärkt die besondere Verzahnung von Theorie und Praxis – um unsere Studierenden bestmöglich auf den Arbeitsmarkt und seine vielfältigen Herausforderungen vorzubereiten,
  • steht für ein Studium, das nicht von der Stange ist – wir bieten kleine Gruppen, persönliche Betreuung und Curricula, die kontinuierlich weiterentwickelt werden und den Bedarf der Berufspraxis mitdenken,
  • holt die Welt in den heimischen Hörsaal und öffnet Türen fürs internationale Studieren – „at home“ belegt jeder Studierende englischsprachige Vorlesungen, die teilweise von ausländischen Gastprofessoren aus dem AACSB-Netzwerk gehalten werden, und hat die Möglichkeit, ein Auslandssemester an einer von über 100 führenden Partnerhochschulen weltweit zu verbringen,
  • eröffnet vielfältige Möglichkeiten für den Karriereweg im Anschluss an das Studium – ein Abschluss mit AACSB-Siegel führt Sie in den Beruf oder weiter in ein Master- bzw. PhD-Studium,
  • kann für Bachelor-Alumni Eintrittskarte in zulassungsbeschränkte Master- und Promotionsprogramme weltweit sein – denn der Abschluss an einer AACSB-akkreditierten Hochschule spricht für sich,
  • macht die Hochschule Pforzheim für besonders qualifizierte Professorinnen und Professoren noch attraktiver – und fördert damit die Qualität der Lehre und Forschung,
  • stärkt das Netzwerk und die engen Beziehungen zur Unternehmenspraxis – und eröffnet den Alumni zusätzliche Chancen auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt.