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YET Young European Talents Workshop 2016

Julian Augenstein, "whiteout", Foto: Jannik Härter

Ist bezahlbarer hochwertiger Modeschmuck möglich und kann dieser auch regional hergestellt werden? Mit diesen spannenden Fragen beschäftigen sich Anfang November 2016 Studierende aus drei Ländern an der Hochschule Pforzheim. Rund 20 junge Designer aus London, Genf und der Hochschule Pforzheim erarbeiten neue Ansätze für die regionale traditionelle Schmuckproduktion. Das Zusammenspiel zwischen Gestaltung und dem innovativen Umgang mit den manufakturellen Möglichkeiten ist das Thema des diesjährigen Young European Talents-Workshops vom 6. bis 11. November 2016 in der Fakultät für Gestaltung. Die entstanden Arbeiten werden in einer Ausstellung vom 12. bis 20. November 2016 im EMMA-Kreativzentrum gezeigt.

Schmuck liegt im Trend: Der Bundesverband der Juweliere bezifferte den Umsatz im Bereich Schmuck auf knapp 3,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Zum einen dient Schmuck aus Gold oder anderen Edelmetallen als solide Geldanlage, zum anderen ist er ein modisches Accessoire. Zwischen teurem, edlem und hochwertigem Schmuck oder dem günstigen, trendigem Modeschmuck scheinen Welten zu liegen. Vielfach gilt das Vorurteil: Modeschmuck ist billig, qualitativ oft minderwertig und kommt aus dem Ausland. Die jungen Designer im Young European Talents-Workshop (YET) arbeiten im November daran, diesen Konflikt aufzulösen und ihn als kreativen Motor zu nutzen.

Kreative Ideen sind auch bei der Herstellung gefragt. Ist es möglich, nachhaltige Alternativen regional zu produzieren? Dies bejaht Christine Lüdeke: „Guter Schmuck braucht cleveres Design und eine lokale Schmuckmanufaktur.“ Die Professorin für Schmuck in Pforzheim hat die kreative Leitung des Workshops inne. Das Motto der achten Auflage des YET lautet „slow fast jewelry“. Langsam (slow) und schnell (fast) stellen für die Wissenschaftlerin keine Gegensätze dar. Bewusste Gestaltung und schnelles Reagieren auf Trends bilden für sie den Ausgangspunkt neuer Schmuckobjekte. Im Hinblick auf das anstehende Jubiläum der Schmuckindustrie in Pforzheim (250 Jahre Goldstadt) wollen die angehenden Designer die lokale Schmuckmanufaktur herausfordern und sich von ihr inspirieren lassen. 

„Unser Ziel ist es, junge Designer und die Pforzheimer Schmuckindustrie zusammenzubringen“, erklärt Almut Benkert die Relevanz des Themas. „Das Thema Manufaktur bekommt regional und überregional eine immer größere Bedeutung. Sich diesem Thema mit einem internationalen Team zu widmen, ist eine Chance, Impulse von außen zu erhalten“, betont die Fachbereichsleiterin Kreativwirtschaft des Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP). Almut Benkert zeichnet zusammen mit Professorin Christine Lüdeke verantwortlich für die Konzeption des YET. 

Der Young European Talents Workshop:

Vom 6. bis 11. November 2016 veranstaltet der Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) mit seiner Initiative CREATE!PF gemeinsam mit der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim zum achten Mal den Young European Talents Workshop. Die kreative Leitung der Workshop-Woche liegt bei Prof. Christine Lüdeke, Studiengang Schmuck. Beteiligt sind Design-Studierende der HEAD Haute école d'art et de design in Genf, des Central St Martins College of Art and Design in London sowie der Hochschule Pforzheim. Unter dem Motto „slow fast jewelry“ loten sie gemeinsam mit TeNo Pforzheim die Machbarkeit von bezahlbarem, lokal produziertem Modeschmuck aus. Die entstandenen Arbeiten werden in einer Ausstellung vom 12. bis 20. November 2016 im EMMA-Kreativzentrum Pforzheim zu sehen sein.

 

Pressekontakt: birgit.meyer(at)hs-pforzheim(dot)de, Tel. +49 (7231) 28-6718