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Professor Thomas Schuster unterstützt bei KI-Ausbau

Künstliche Intelligenz (KI): Für die einen noch Zukunftmusik, für die anderen etwas, das sie bereits auf ihre Agenda gesetzt haben. Früher oder später, davon ist der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) Jochen Protzer überzeugt, kommt keiner mehr an KI vorbei. Natürlich trifft das auch für eine Institution zu, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, auch die 30.000 kleinen und mittleren Unternehmen der Region auf dem Weg in die Zukunft mitzunehmen beziehungsweise ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Das KI-Lab ist eines von insgesamt 19 in Baden-Württemberg existierenden und bietet nun einen ganz neuen Service: KIEFER. Die Kurzversion für: KI-Reifegradrückmeldung. Man könnte auch „KI-Selbstcheck“ sagen.

Künstliche Intelligenz von Maschinen zielt darauf ab, dass man deren Handlungsweisen im Ergebnis nicht mehr von menschlichen Handlungen unterscheiden kann (Turing Test), erklärt Dr. Thomas Schuster in seiner Doppelfunktion als wissenschaftlicher Leiter des KI-Lab Nordschwarzwald und Professor für Datenbanken und Software Technik an der Hochschule Pforzheim. KI bezieht sich in diesem Zusammenhang sowohl auf intelligente Software als auch die Kombination von Soft- und Hardware (beispielsweise in Form von Robotern). Im Endeffekt arbeitet die intelligente Maschine auf der Verarbeitung von Daten (beispielsweise aus großen Datenquellen, dem Internet oder von Sensoren die die Umgebung erfassen) und leitet daraus ihre Handlungen oder Prognosen ab. Diese Erkenntnisse kommen in ganz unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz, beispielsweise in der Produktgestaltung, zur Erhöhung der Kundenbindung durch Marketingmaßnahmen oder auch in Assistenzsystemen im Bereich des autonomen Fahrens.

Die Bandbreite der Unternehmen in der Region ist so groß wie ihr Wissensstand, beziehungsweise ihr Einsatz von KI. KIEFER nun soll dabei helfen, „zu wissen, wo man steht“ und ist konkret ein Fragebogen, an dessen Ende die Anzahl der farbig unterlegten (Tannen-)Zapfen zeigt, auf welchem Teil der Skala man sich befindet. Zudem können Unternehmer sich mit diesem „Tool“ bewusst machen, inwiefern und in welchen Bereichen ein Einsatz von KI möglich oder sinnvoll sein könnte. In drei Teile geordnet, können Vorerfahrungen sowie die Technologie und KI-Strategie abgeklopft und als Vorbereitung für ein mögliches Beratungsgespräch mit eventueller Vermittlung an Projekte beziehungsweise Dienstleister mit den notwendigen Angaben zum Unternehmen versehen werden. Eine Kontaktaufnahme ist eine Option, kein Muss.

Bereits seit vergangenem Jahr werden KI-Initialberatungen angeboten, nun kommt der „Selbst-Check“ in Gestalt des KIEFER-Ermittlungswerkzeugs neu hinzu. Der Umfang nämlich, in dem Unternehmen der Region KI nutzen, ist sehr unterschiedlich. „Manche sind noch ganz weit weg, andere sind bereits datenorientiert und haben das in ihren Alltag integriert“, stellt Thomas Schuster fest. Zu wissen, wo man in der Planung stehe, sei für die Firmen sinnvoll und mit KIEFER unter Umständen auch schon nach maximal zehn Minuten nachvollziehbar.

Zu finden ist KIEFER unter https://digitalhub-nordschwarzwald.de/ki-lab/