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Produktionstechnik-seminar erfolgreich beendet!

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Lenklager

Führungsleiste

Auch dieses Semester war geprägt von Online-Vorlesungen, die sich an der Hochschule Pforzheim längst als Standard etabliert haben. So verwundert es nicht, dass sich zur Abschlusspräsentation des Seminars „Produktionstechnik“ des Bachelorstudiengangs Maschinenbau/Produktionstechnik und -management die Gäste im virtuellen Raum trafen. Das sechste Semester stellte am 18. Januar 2021 seine Ergebnisse vor und überzeugten mit seinem ingenieurmäßigen Denken und Arbeiten.

Die sechs angehenden Ingenieur*innen haben in der Funktion als Optimierungsabteilung zwei Projekte für die MIMplus GmbH, ein Unternehmen aus der Region Pforzheim, bearbeitet. Bei beiden Projekten galt es die Fertigungsprozesse, die Komponenten für einen Automobilproduzenten sind, zu optimieren. Sowohl im Projekt „Lenklager“ als auch im Projekt „Führungsleiste“ wurde für die jeweiligen Prozessschritte ein Konzept ausgearbeitet, das so automatisiert wurde, dass der Einsatz von Mitarbeitern auf ein Minimum reduziert werden konnte. Für die Umsetzung wurden externe Lieferanten mit eingebunden. So wurde ein Cobot der Marke UR mit dem Integrationspartner I-Botics zur Automatisierung verwendet. Innerhalb des Seminars haben die Student*innen binnen Tagen die Online Schulungen zu Handling und Programmierung absolviert und die Integration eigenständig und sehr schnell realisieren können. Die manuelle Nachbearbeitung ist durch die gesamtheitliche Konzeption und die einfache Integration des Cobots entfallen. In der zweiten Umsetzung haben die Studierenden eine automatische Maschinenbe- und -entladung, bei kleinen Stückzahlen, als die wirtschaftlichste Variante identifiziert und ausgearbeitet. Der automatisierte Ablauf reduziert die Nebenzeiten, so dass die Kosteneinsparung zu einer kurzen Amortisationszeit führt.

Um die erzielten Ergebnisse zu verifizieren, wurde eine Prozessstraße bzw. Produktionsplatz parallel an der Hochschule aufgebaut und mit 25 störungsfreien Durchläufen wurden die Machbarkeit, Taktzeit und Verfügbarkeit bestätigt. Um dies zu leisten, haben die sechs Studierende von der Kreativphase, über das Maschinenlayout, das Run@Rate (Kapazitätsplanung und -überprüfung) bis zur Risikobewertung alle Entwicklungsschritte eines realen Projektes durchlaufen und erstklassige Ergebnisse erzielt.

In den letzten Monaten standen wöchentliche virtuelle Teammeetings auf der Agenda, in denen jedes Team sein Vorankommen vor dem Steuerkreis präsentieren musste, ganz wie im richtigen Arbeitsleben.

"Von der Theorie hinaus in die Praxis ein Projekt in die Tat umzusetzen war für uns ein Meilenstein unserer Ausbildung. Die Herausforderung eigene Fehler in der Planung zu korrigieren hat uns als Team gefordert und uns zusammengeschweißt. Wir haben sehr gut zusammengearbeitet und unglaublich viel gelernt, nicht zuletzt, dass klare Strukturen davor schützen, sich im Detail zu verlieren“, resümiert Isabell Dittus, zuständig für die Projektleitung.

Unter der Leitung von Dipl.-Ing. (FH) Thomas Neumann, MIMplus GmbH, Ispringen und den Laboringenieuren Dietmar Eckhardt und Daniel Dittler arbeiteten die Studierenden an einem realen Projekt zur Bauteiloptimierung.

“Die Studierenden haben drei starke Monate hinter sich, in denen sie intensiv und über das normale Maß hinaus gearbeitet haben. Ihr vorbildlicher Einsatz wurde mit sehr guten Ergebnissen belohnt. Sie haben es geschafft, einen einzelnen Fertigungsschritt aus dem gesamten Fertigungsprozess herauszunehmen und an anderer Stelle detailliert nachzubilden, diesen Schritt zu optimieren, eine Lösung für ein bestehendes Problem zu finden und ihn anschließend wieder in den Fertigungsprozess zu integrieren. Das ist vorbildlich“, zeigte sich Dipl.-Ing. (FH) Thomas Neumann als externer Berater begeistert.

„Ich bin begeistert von den Ergebnissen. Wir werden die Ausarbeitungen weiterverfolgen und umsetzten“, lobte Harald Böck, Geschäftsführer MIMplus GmbH.

Unterstützung erfuhr das studentische Projektteam von den hochschuleigenen Laboren und der Werkstatt, sowie von extern durch MIMplus GmbH, Ispringen, I-botics intelligent robotics, Göhrwihl und Schunk GmbH & Co. KG, Lauffen/N.

Hintergrund:
Das Seminar, das über ein Semester läuft, hat das Ziel, mit den zukünftigen Ingenieur*innen bereits an der Hochschule anhand einer anspruchsvollen, praxisnahen Aufgabenstellung die klassischen Tätigkeiten eines Produktionsingenieurs, wie z.B. die Produktions- und Montageplanung sowie das Qualitätsmanagement durch sehr anspruchsvolle industrienahe Aufgabenstellungen den späteren Alltag zu proben.

Dabei müssen die Studierenden das bisher im Studium erlernte Wissen selbstständig zur Anwendung bringen. In mehreren Kleingruppen wird ein gemeinsames Thema mit zahlreichen Schnittstellen im Team erarbeitet. Betreut werden die Studierenden einerseits auf hohem abstraktem Niveau und anderseits praxisnah angeleitet. Dies fördert die Selbstständigkeit, die Kreativität sowie die soziale und fachliche Kompetenz.