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Preisverleihung


„Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir hier und heute jemanden aus unseren Reihen ehren, der, wie kein anderer, würdiger Preisträger des Perspektivenpreises ist“, so Professor Dr. Matthias Weyer, Dekan der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim und Laudator des Perspektivenpreises. „Thomas Gerlach ist ein Vorbild im Strategieprozess und für viele das Gesicht des Perspektivenwechsels. Er hat verinnerlicht, dass wir uns allesamt bewegen müssen und sich an die Spitze dieser Bewegung gestellt.“ Für seine Leistungen und die Führung im Strategieprozess, den die Hochschule Pforzheim in den vergangenen zwei Jahren durchlaufen hat, wurde Professor Thomas Gerlach am Donnerstag, den 30. November 2017, mit dem Perspektivenpreis der Hochschule Pforzheim ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden der Hochschullehrpreis sowie die Research Excellence Awards in den Kategorien Professoren, Mitarbeiter und Studierende vergeben.

In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Hochschule Pforzheim mit der Frage zur Neuausrichtung von Lehre und Forschung kritisch auseinandergesetzt und in einem hochschulweiten Strategieprozess Antworten gefunden. Unter dem Leitsatz „Führend durch Perspektivenwechsel“ möchte sie das eigene Potential noch besser nutzen, indem sie auf ihre besondere Vielfalt baut und ihre vielfältigen Expertisen zukünftig noch stärker vernetzt. Als Projektleiter Strategie hat Thomas Gerlach, Professor an der Fakultät für Gestaltung, den Prozess getragen und den neuen Leitsatz mitentwickelt. „Er hat den passenden Ton gefunden, um alle Mitstreiter im Strategieprozess zu motivieren. Mit seiner äußerst positiven Ausstrahlung hält er außerdem stetig die Fahne des Perspektivenwechsels hoch“, unterstreicht Matthias Weyer die Wahl von Thomas Gerlach zum Träger des diesjährigen Perspektivenpreises.

Den Lehrpreis der Hochschule Pforzheim haben in diesem Jahr zwei Professoren aus der Fakultät für Technik erhalten. Für ihr gemeinsam entwickeltes Produktentwicklungsseminar wurden Professor Dr. Rainer Häberer und Professor Dr. Rupert Zang aus dem Studiengang Maschinenbau/Produktentwicklung mit dem Preis ausgezeichnet. „Das von ihnen aufgebaute Produktentwicklungsseminar bildet ein Projekt, in dem zuvor gelegte Grundlagen und Vertiefungen zusammenlaufen. Als Entwicklungsziel wagen sie sich dabei an die ganz großen Fragen. So entwickelten sie in den letzten Semestern ein künstliches Herz in kompakter und leichter Bauweise“, so Prorektor Professor Dr. Hanno Weber in seiner Laudatio. „Das Seminar ist daher äußerst praxisnah und bereitet die Studierenden optimal auf ihr berufliches Leben vor. Hier findet Perspektivenwechsel täglich statt.“ In diesem Semester widmen sich die Professoren gemeinsam mit den Studierenden dem Diesel-Skandal und der Frage, ob sich klassische Diesel-Fahrzeuge gemäß des aktuellen Stands der Abgasbehandlung nachrüsten lassen.

Zahlreiche Publikationen, erfolgreich platzierte Forschungsprojektanträge sowie Vorträge und Workshops unterstreichen den ausgeprägten Forschergeist von Dr. Bernhard Kölmel, Professor im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen der Fakultät für Technik. Er ist ein viel gefragter IT-Experte, wenn es um wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen der Digitalisierung geht. Mit seinen Themen erreicht Kölmel ein breites Fachpublikum sowie eine hohe Akzeptanz unter Kollegen. Als Anerkennung für diesen Innovationsmotor und die Leistung zeichnet das Institut für Angewandte Forschung der Hochschule Bernhard Kölmel in diesem Jahr mit dem Research Excellence Award in der Kategorie Professoren aus. „Er hat neue innovative und visionäre Aspekte in die Forschung an der Hochschule Pforzheim eingebracht, er ist vielfältig vernetzt und stets auf der Suche nach neuen Forschungsfragen“, kommentiert Professor Dr. Thomas Greiner, Leiter des Instituts, die Entscheidung für den Preisträger. Aktuell treibt Bernhard Kölmel die Forschungsprojekte „Use-PSS“ und „GaNEsHA“ voran.

Über den Award in der Kategorie Mitarbeiter durfte sich in diesem Jahr Dr. Sabrina Weber aus dem Institut für Personalforschung an der Hochschule freuen. Sie ist seit 2014 im Institut beschäftigt und bringt sich seitdem erfolgreich in unterschiedliche Forschungsprojekte ein. „Als sicherlich größte Leistung ist die eigenständige Akquise des EU-finanzierten Projekts „Social Partner Engagement and Effectiveness in European Dialogue“ (SPEE-ED) zu benennen. In dem von ihr geleiteten Teilprojekt kooperiert unser Institut mit anderen europäischen Institutionen“, so Laudator Professor Dr. Stephan Fischer, Direktor des Instituts für Personalforschung. „Frau Weber ist im Projekt nicht nur für die fallstudienbasierte empirische Untersuchung in Deutschland zuständig, sondern darüber hinaus an der Untersuchung auf EU-Ebene beteiligt.“ Sabrina Weber war in ihrer Zeit an der Hochschule außerdem an fünf Publikationen beteiligt und hat Vorträge auf nationalen wie internationalen wissenschaftlichen Konferenzen gehalten.

Den Research Excellence Award in der Kategorie Studierende hat Sophia Lindner entgegengenommen. Sie ist Studentin des Industrial Design an der Fakultät für Gestaltung und hat im Rahmen einer Projektarbeit einen völlig neuartigen Ballett-Spitzenschuh entwickelt, der die Gefahren des Tanzens mindert. „Basierend auf intensiver Analyse hat Sophia Lindner, die selbst lange Ballett getanzt hat, mit dem Schuhkonzept „REACT“ einen herausragenden und höchst innovativen Spitzenschuh entwickelt und entworfen“, so Laudator Dr. Jan Of, Professor für Kreativwirtschaft. „Sie analysierte orthopädische und sportmedizinische Aspekte und untersuchte potentielle Technologien, die für die besonderen Herausforderungen der Balletttanzkunst geeignet sind.“ Der Schuh fügt sich aus einer Sohle, einer Socke und unterschiedlichen Tape-Bändern zusammen und ist nicht nur aus funktionalen, sondern auch aus ästhetischen Gesichtspunkten äußert gelungen. Für ihr Konzept „REACT“ wurde Lindner im September bereits mit dem 2. Platz des James Dyson Award Deutschland ausgezeichnet.