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Rube-Goldberg-Maschine

Pforzheim feiert „250 Jahre Goldstadt“ und die Hochschule Pforzheim feiert mit. Neben vielen Events und Ausstellungen anlässlich dieses Jubiläums wird es auch eine Ausstellung zum Thema „Luxus!?“ geben. Schmuck, Autos, Delikatessen: Krisen können der Luxusbranche kaum etwas anhaben: Die Ausstellung geht dem Phänomen „Luxus“ auf den Grund und zeigt ihn im Wandel der Zeit.

Als ein Teil dieser Ausstellung ist ab

19. Mai 2017

eine Rube-Goldberg-Maschine

im Alfons-Kern-Turm

zu sehen sein.

Das interdisziplinäre Projekt bringt Studierende der Fakultät für Technik und der Fakultät für Gestaltung zusammen. Die Studierende der Maschinenbaustudiengänge Produktentwicklung und Produktionstechnik und -management unter Leitung von Professor Dr.-Ing. Rainer Häberer und der Studierenden des Studiengangs Intermediales Design unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Hensel haben nach einer sehr intensiven Brainstorm-Phase die ersten Ideen sind schon aufs Papier gebracht. Die Studierende sind höchst motiviert, denn sie streben den Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde an.

Für Professor Rainer Häberer und seine Studierende eine Herausforderung, denn eine einfache Tätigkeit wie das Einschalten einer Lichtquelle, in vielen aufwendigen und komplizierten Einzelfunktionen auszuführen, widerspricht dem Konstruktionsgrundsatzes eines Ingenieurs – „einfach, eindeutig und sicher“ muss es sein. Für den Pforzheimer Professor steckt in der Aufgabe dennoch viel ingenieurwissenschaftliches Wissen und Können, „es sind den physikalischen Wirkprinzipien keine Grenzen gesetzt. Diese Einzelfunktionen werden durch potenzielle Energie, die irgendwo lagert und durch eine einfache Bewegung freigesetzt wird, am Leben erhalten.“ Er geht sogar weiter und sieht die Rube-Goldberg-Maschine als kinetisches Kunstwerk: „Die ganze Maschine ist eine Skulptur, bei der quasi ein Anfangsimpuls immer etwas anderes zum Laufen bringt und schlussendlich die einfache Aufgabe (z. B. Lichteinschalten) erledigt wird“.

Die Konzeption der Rube-Goldberg-Maschine ist schon weit fortgeschritten: mit 500 Einzelelementen soll das Raumvolumen von 90m³ ausgefüllt werden. Die Einzelelemente werden in Module zu je 20 Einzelelementen gruppiert, damit die Übersichtlichkeit gewährleistet werden kann und der vorhandene Platz ausreicht. Die Studierende finden die Materialien überall, sogar ein ausgedientes Auto dient als Fundgrube neben Sperrmüll und sonstigen Gegenstände, die „über den Weg“ laufen. Wichtig ist, dass die Zugänglichkeit zur Maschine gewährleistet ist, denn die Mechanismen müssen zurückgestellt werden können, damit sie erneut gestartet werden kann.

Wir dürfen sehr gespannt sein!

Ein Modul der Rube-Goldberg-Maschine ensteht

Hintergrund zu Rube-Goldberg-Maschine

Bild: Rube Goldberg's 'Self-Operating Napkin' (cropped) - Rube-Goldberg-Maschine – Wikipedia.htm


Der 1883 in San Francisco geborene Cartoonist und Ingenieur Rube L. Goldberg ist der Namensgeber der Rube-Goldberg-Maschine. Er zeichnete Comics über einen Professor mit dem Namen Lucifer Gorgonzola Butts. Diesen Professor ließ er unnötig komplizierte Maschinen konstruieren, die eine einfache Handlung möglichst umständlich auslösten. Damit schaffte er den Anstoß für eine Welle von Adaptionen bis heute.