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Gamification in der Laborübung

WI-Studierende nutzen tiptoi zur Erklärung der technischen Ausstattung

Kinderleicht mehr Sicherheit – eine Gruppe von fünf angehenden Wirtschaftsingenieuren hat im Rahmen einer interdisziplinären Projektarbeit bei Professor Dr. Jörg Woidasky und Projektmitarbeiter Christian Klinke ein Konzept entwickelt, mit dem alle Studierenden, die das Labor für Nachhaltige Produktentwicklung durchlaufen, sich eigenständig und in ihrem individuellen Tempo mit den Sicherheitsvorschriften und Funktionsweisen der einzelnen Maschinen und Anwendungen vertraut machen können.

Genutzt haben sie dafür ein Lernspielzeug, das aktuell in fast jedem Kinderzimmer zu finden ist: Den tiptoi-Stift – ein audiodigitales Lernsystem. Mithilfe eines bereits verfügbaren Codes kann der Stift umprogrammiert und mit individuellen Texten besprochen werden. Das komplette Labor wurde an allen Maschinen und weiteren wichtigen Knotenpunkten mit einem speziellen optischen Code ausgestattet, bei dem ein gesprochener Informationstext auf Deutsch oder Englisch über die Funktionsweise und Sicherheitsvorschriften hinterlegt ist. Tippt man mit dem Stift auf eine Code-Matrix, erklingt über Kopfhörer der passende Text. Auf diese Weise kann man sich mit der Technik vertraut machen und spielerisch alles lernen, was im Labor für die eigene Sicherheit und die der Kommilitonen wichtig ist.

Das ist vor allem auch für die Lehrenden im Labor eine erhebliche Arbeitserleichterung. Nicht immer sind alle Studierenden gleichzeitig anwesend, wenn die Laboreinführung und die Sicherheitsunterweisung durchgeführt werden. Häufig musste für einzelne Studierende mehrmals hintereinander die gleiche Laboreinweisung gemacht werden, was sehr zeitintensiv war. Auch die Aufmerksamkeitsspanne der Studierenden wird durch den Gamification-Faktor, bei dem spielerisch Wissen vermittelt wird, erhöht. Mit dem tiptoi-Konzept können sich die Studierenden nun eigenständig die wichtigsten Informationen spielerisch aneignen, ohne den Laborbetrieb für andere aufzuhalten.

Das Projekt-Team hat außerdem einen Test entwickelt, der das relevante Wissen über Maschinen und Sicherheit bei den Studierenden abfragt. Nur wer die gesamte tiptoi-Runde im Labor durchlaufen und den Test bestanden hat, darf eigenständig an den Maschinen arbeiten. Damit das Konzept auch für weitere Labore flexibel und vielseitig verwendet werden kann oder Aktualisierungen für Informationen über neue Maschinen vorgenommen werden können, haben die Studierenden zusätzlich ein Tutorial erstellt, das erklärt, wie neue Texte aufgenommen und tiptoi-Codes generiert werden können.