• search
    Search
  • Login

News | 

Fachtagung Transformation der Automobilindustrie

Können durch die Einbindung von Elektro-Fahrzeugen un intelligente Stromnetze maximale Effizienz und Versorgungssicherheit erzielt werden?  Und wie bewegen wir uns in fünf oder zehn Jahren, wird durch die Vernetzung das private Auto überflüssig? Diese und weitere Fragen wurden am Freitag, den 23. Juni 2017, an der Hochschule Pforzheim diskutiert. Unter dem Titel „Transformation der Automobilindustrie durch E-Mobilität und Digitalisierung“ beleuchteten Forscher der Hochschule zusammen mit Experten aus Wissenschaft und Praxis die Umwälzungen in diesem Bereich,  die Chancen als auch die Herausforderungen dieses Wandels.. Neben Vorträgen und Workshops fand eine Podiumsdiskussion u.a. mit Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, statt.

 

„Wir freuen uns, Herrn Minister Hermann für unsere Tagung gewonnen zu haben“, freut sich Prof. Dr.-Ing. Véronique Goehlich, Organisatorin der Veranstaltung und Professorin im Studiengang International Business, über den Besuch aus dem Ministerium. In seinem Vortrag behandelte er das Thema „Mobilitätswende und die Transformation der Automobilindustrie“.

 

Neben Winfried Hermann konnten die Organisatoren Vertreter der großen Automobilkonzerne und Zulieferfirmen sowie Experten für Infrastruktur und Mobilitätssysteme für die Vorträge gewinnen. Prof. Dr. Gerd Ahrens, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sprach über neue und nachhaltige Konzepte für die Mobilität der Zukunft. Bernd Müller, Leiter Digitalisierung in der Produktion bei der Volkswagen AG, erläuterte die Umsetzung von Industrie 4.0 bei Volkswagen und Tim Franke, Innovative Mobility Solutions der Siemens AG, zeigte den Weg zu intelligenten Infrastrukturen im Mobilitätssystem auf.

 

Im Rahmen der Veranstaltung fanden zudem verschiedene Workshops statt, die von Professoren der Hochschule moderiert wurden. An diesen Workshops nahmen ebenfalls Vertreter der Automobilkonzerne und Zulieferfirmen sowie Experten aus den entsprechenden Bereichen teil. Emissionsfreie Mobilität: Herausforderungen und Konsequenzen für die Automobilwirtschaft (Prof. Dr. Rudi Kurz), Transformation im Ökosystem der Mobilität durch neue Antriebe und Geschäftsmodelle (Prof. Dr.-Ing. Henning Hinderer), Smart Mobility Systems für den Individual- und Wirtschaftsverkehr (Prof. Dr.-Ing. Guy Fournier), Wandel der Produktion durch die Digitalisierung (Prof. Dr.-Ing. Thomas Greiner) sowie Management disruptiver Innovationsprozesse (Prof. Dr. Fritz Gairing) waren die Themen der angebotenen Workshops.

Ein weiterer Programmpunkt der Tagung war die sogenannte „Poster Session“. Studierende aller drei Fakultäten der Hochschule Pforzheim präsentieren dabei ihre Projekte und Thesen zum Thema Mobilität. „Unsere Studierenden können den Vertretern aus Politik und Wirtschaft auf diese Art zeigen, wie dieses so wichtige und aktuelle Thema bei uns an der Hochschule behandelt wird. Diese Tagung fügt sich in die Arbeit an der Hochschule ein. Hier wird interdisziplinäre und nachhaltige Forschung mit Praxisnähe und Netzwerkpflege durch Firmenkontakte verknüpft“, betont Véronique Goehlich.

Die Hochschule Pforzheim ludt das Fachpublikum ein, sich mit den dramatischen Umwälzungen der Automobilindustrie gerade im „Autoland“ Baden-Württemberg zu befassen. Durch die Digitalisierung ergeben sich neue Chancen aber auch Herausforderungen. Die Prozesse in der Fertigung und in der Logistik werden sich durch Industrie 4.0 grundlegend wandeln. Auch die Konsumenten bewegen sich zunehmend in einer Welt, in der Maschinen und Programme auf der Basis von künstlicher Intelligenz autark handeln. Newcomer wie Tesla, Uber oder Google entwickeln vollkommen neue Ansätze und stellen die traditionellen Konzepte in Frage.

Diese Fachtagung war bereits die zweite in einer Reihe, die der Transformation der Automobilindustrie gewidmet ist. Im Juni 2016 fand die erste Veranstaltung mit dem Titel „Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und Französischen Automobilindustrie – Ökonomische, politische und kulturelle Kontexte“ in Tübingen statt, bei der die Eberhard-Karls-Universität Tübingen, das Deutsch-Französische Institut in Ludwigsburg und die Hochschule Pforzheim zusammengearbeitet haben. Es ist vorgesehen, diese Veranstaltung unter Einbeziehung aller drei Fakultäten der Hochschule Pforzheim in Zukunft fortzusetzen.

Materialen zur Tagung

Unter dieser Adresse finden Sie die Dateien zur Tagung (Vorträge, Workshops und Poster) im PDF-Format.