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Eun-Song Joo einzige deutsche Finalistin beim Hyères-Festival

Glückwunsch an Eun-Song Joo: Unsere Absolventin ist die einzige deutsche Finalistin unter 30 Kreativen in drei Kategorien in Hyères, beim International Festival of Fashion, Photography & Fashion Accessories. Nach ihrem Abschluss als Accessoire Designerin in Pforzheim 2016 arbeitete sie in Florenz als Freelancer für Maison Margiela Line 11 und Mm6. Zurück in Baden-Württemberg hat sie eine eigene Kollektion erarbeitet, EVE, die für das Festival in Hyères in der Kategorie Fashion Accessories nominiert wurde. 

„Für die Kollektion EVE war ich kompromisslos: Ich wollte die Freiheit nutzen, ganz meinen eigenen Interessen nach zu gehen. Fast wie im Studium habe ich mir Zeit genommen zu experimentieren.“ EVE ist eine Minitaschen-Kollektion in der Form von Brüsten. Die Produktion ist aufwändig: Das pflanzlich gegerbte und von Hand gefärbte Cuoio-Leder wird an einer Holzform gearbeitet. Die Taschen erscheinen skulptural und sind wie Monumente unserer Zeit. „Durch die nahtlose und glatte Oberfläche wirken die Accessoires sehr einfach und pur – doch die Form macht es sehr vielfältig.“ Mit der Formensprache der Brust reflektiert die 28-Jährige gleichermaßen Objektifizierung und die Emanzipierung davon. Die diversen Formen stehen für Gleichheit und Diversität. 

Das Hyères-Festival hat sich seit seiner Gründung 1985 zum wichtigsten Modewettbewerb der Welt entwickelt. Das Festival ist ein Treffen der bedeutender Modeschöpfer, Fotografen, Unternehmer, Agenten, Galeristen und Verantwortlichen großer Modeketten. Die 34. Ausgabe fand vom 25. bis 29. April 2019 im südfranzösischen Hyères statt. Natacha Ramsay-Levi, Kreativdirektorin von Chloé, betreute die Mode-Jury. Der Hauptpreis des Festivals hat der Österreicher Christoph Rumpf gewonnen. Die Pariser Schmuckdesignerin Charlotte Chesnais leitete die Jury für den Accessoires-Preis, der von Swarovski gesponsert wird. Der Brite Craig McDean stand der Fotografie-Jury vor.

Mehr: www.instagram.com/eunsongjoo/