Wissenschaftliche Begleitforschung zum Vorhaben inSPE – innovatives Seminarprogramm für Personalentwicklung

Im Rahmen eines Begleitforschungsprojekts untersuchte das Institut für Personalforschung unter Leitung von Prof. Dr. Fritz Gairing und Katrin Plangger die Entwicklung, Durchführung und Wirksamkeit der Seminarreihe „Expertenwissen Personalentwicklung (IHK) mit IHK-Zertifikat“ im Auftrag des GARP Bildungszentrums für die IHK Stuttgart e.V.

Diese Seminarreihe wurde am strategischen PE-Prozess ausgerichtet und vermittelte moderne, praxisbewährte Instrumente/Modelle für die Personalentwicklung. Gemeinsam mit Betrieben unterschiedlicher Unternehmensgrößen und Branchen wurde die Seminarreihe von GARP entwickelt. Sie richtet sich an Personalverantwortliche aller Branchen, Führungskräfte sowie Studenten.

Ziel des Begleitforschungsprojektes war die begleitende Evaluation des Entwicklungsprozesses der Seminarreihe sowie die Erhebung der Qualität der einzelnen Seminarbausteine. Diese Prozessevaluation wurde durch eine summative Evaluation ergänzt, die die Wirksamkeit des Seminarprogramms anhand der Teilnehmerzufriedenheit sowie des Lern- und Transfererfolges untersuchte.

Das Vorhaben wurde gefördert vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg aus Mitteln der Zukunftsoffensive III.

Ein erfolgreiches Projekt gegen Fachkräftemangel

Ein erfolgreiches Projekt gegen den Fachkräftemangel im Mittelstand endet nach drei Jahren!

Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch das Institut für Personalforschung an der Hochschule in Pforzheim.

Das seit 2010 vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft aus Mitteln der Zukunfts-offensive III geförderte Projekt „inSPE – innovatives Seminarprogramm Personalentwicklung“ endet am 30.09.2013. Bei einer Abschlussveranstaltung am 18.09.13 wurde eine erste – positive – Bilanz gezogen.

Prof. Dr. Fritz Gairing

Gemeinsam mit 20 Unternehmen in der Region Stuttgart hat das GARP Bildungszentrum  die Seminarreihe „Expertenwissen Personalentwicklung (IHK)“ mit IHK-Zertifikat konzipiert. Mit diesem Projekt ist es gelungen, das Wissen zu vermitteln, wie Personalentwicklung auch mit kleinem Budget funktionieren kann. Neben dieser Entwicklungsphase wurde die in sechs Modulen aufgebaute Seminarreihe in zwei Jahren insgesamt sechsmal durchgeführt, evaluiert und weiterentwickelt. Damit möglichst viele Interessenten an diesem Angebot partizipierten, wurde die Seminarreihe auch an anderen Standorten in Baden-Württemberg angeboten. Hierfür hat GARP Kooperationen mit verschiedenen IHKs geschlossen.

So fand die Seminarreihe dreimal bei GARP in Plochingen, einmal bei der IHK Ost-Württemberg in Heidenheim und zweimal bei der IHK Nordschwarzwald in Pforzheim statt. Berücksichtigt wurde vor allem der Bedarf von klein- und mittelständischen Unternehmen, so dass auch im Hinblick auf den demografischen Wandel Personalentwicklung für diese Unternehmen gut umsetzbar ist. Das Interesse an der Seminarreihe war sehr groß und die Seminare waren regelmäßig ausgebucht.

Das Projekt wurde vom Institut für Personalforschung der Hochschule Pforzheim wissenschaftlich begleitet. Prof. Dr. Fritz Gairing und Dipl. Ök. Katrin Plangger waren die beiden Projektverantwortlichen. Ziel der Begleitforschung war es, zu untersuchen, inwieweit die konzipierte Seminarreihe dazu beiträgt, dass Personalentwicklung in den klein- und mittelständischen Unternehmen umgesetzt wird, bzw. welche Veränderungen in der praktischen Arbeit bewirkt werden.

Diesem Forschungsauftrag wurde durch eine umfangreiche Evaluation sowohl der Seminarergebnisse (mit Fokus auf den Praxistransfer) wie auch des Entwicklungsprozesses Rechnung getragen. Für das Institut für Personalforschung war dieses Projekt eine sehr gute Gelegenheit, den besonderen Anspruch an praxisorientierte Forschung – wie es die Ausrichtung einer Hochschule für angewandte Wissenschaften gebietet – umzusetzen. Katrin Plangger hat als Leiterin dieses Forschungsprojektes ganz wesentlich zu dessen Erfolg beigetragen. Dabei konnte sie auf eine exzellente Basisarbeit ihrer Vorgängerin Bianca Hennemann zurückgreifen, die das Projekt im ersten Jahr aufgebaut hatte.

Zentrales Ergebnis der Studie war, dass sowohl die Zufriedenheit der Teilnehmer mit der Seminarreihe wie auch der tatsächliche Lernzuwachs sich äußerst positiv zeigen. Bei der praktischen Umsetzung des Gelernten und der Implementierung einer strategisch orientierten Personalentwicklungsarbeit in den Unternehmen besteht jedoch noch deutlicher Handlungsbedarf.

Vor diesem Hintergrund betonte Professor Gairing in seinem Vortrag bei der Abschlussveranstaltung die Notwendigkeit, die Implementierung einer strategisch ausgerichteten Personalentwicklung in KMUs in einem Folgeprojekt noch einmal dezidiert zu thematisieren und auch dieses Projekt wissenschaftlich zu begleiten. Der Beauftragte der baden-württembergischen Landesregierung für Mittelstand und Handwerk, Peter Hofelich vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, hat für ein solches Folgeprojekt realistische Chancen signalisiert und versprochen, eine mögliche Förderung durch das Ministerium wohlwollend zu prüfen.

 

Ansprechpartner:

Dipl.-Ök. Katrin Plangger

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