EhrenAmtsTool für REGIOnale und NAchhaLtige Versorgung von Freizeitmaßnahmen (Akronym: EAT-Regional)

Eat-Regional

EhrenAmtsTool für REGIOnale und NAchhaLtige Versorgung von Freizeitmaßnahmen (Akronym: EAT-Regional)

Warum EAT-Regional?

Ziel des Modellvorhabens ist es, Freizeit- und Bildungsmaßnahmen an Orten im ländlichen Umfeld regional und nachhaltig zu versorgen. Dabei sollen insbesondere ehrenamtliche Leiter*innen solcher Maßnahmen mit Hilfe digitaler Angebote unterstützt werden, um eine hochwertige Versorgung im Lebensmittel-Bereich sicherzustellen. Die Hochwertigkeit wird durch die Auswahl regionaler (bevorzugt eigenvermarkteter) Produkte sowie deren Ergänzung durch Siegelware (Bio- bzw. Ware aus fairem Handel) sichergestellt. Dazu wird die regional vorhandene Versorgungsstruktur systematisch erfasst und durch Nachfragebündelung verstärkt: Ausgehend vom Ort der Veranstaltung werden („bottom up“) lokale bzw. regionale Produktanbieter identifiziert, qualifiziert und in ein umfassendes digitales Planungswerkzeug („Tool“) integriert. Dieses Planungswerkzeug stellt alle für die Beschaffung und Zubereitung von Gemeinschaftsverpflegung erforderlichen Informationen bereit.

DIETER - Das EAT-Regional Planungstool

Das Planungstool DIETER soll deutschlandweit Freizeitgruppen bei der Planung und Umsetzung von selbst organisierten Gruppenverpflegung unterstützen sowie die regionale Lebensmittel-Direktvermarktung fördern. DIETER ermöglicht die Küchenplanung für den gesamten Veranstaltungszeitraum vollständig digital abzubilden. Durch die Auswahl geprüfter, gruppengeeigneter Rezepte, der bedarfsgerechten Mengenberechnung bis zur Erstellung von Einkaufslisten und Speiseplänen werden die Ehrenamtlichen deutlich entlastet. Derzeit wurden bereits über 130 Rezepte geprüft und in DIETER eingepflegt.

Ein Onlineshop bietet darüber hinaus die Möglichkeit zum direkten Kauf der benötigten Lebensmittel bei Landwirt*innen im regionalen Umfeld der Freizeitorte. Ergänzt wird das Projekt um die Bereitstellung von Hygieneschulungen und Bildungsinhalten der nachhaltigen Ernährung, u.a. der Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln der jeweiligen Region.

DIETER richtet sich somit gleichermaßen an die Veranstalter*innen und Anbieter*innen von Gruppenfreizeiten sowie landwirtschaftliche Direktvermarkter*innen, die sich durch die Onlinevermarktung einen weiteren digitalen Absatzkanal aufbauen möchten. Auch andere institutionelle Nachfrager*innen wie Kindergärten und Tagungshäuser oder auch private Nachfrager*innen z.B. für Familienfeiern erweitern den potentiellen Nutzerkreis. 

Icon for a box with link and text

Hier geht's zum Planungstool

Los geht's!

Startseite
Rezeptauswahl
Einkaufsliste
Onlineshop

Ziele

Ziel des Modellvorhabens ist es, Freizeit‐ und Bildungsmaßnahmen an Orten im ländlichen Umfeld regional und nachhaltig mit Lebensmitteln zu versorgen.

 

Arbeitspakete

Im Rahmen eines Workshops werden zur Bedarfsspezifizierung umfassende Befragungen (qualitativer Forschungsansatz) ausgewählter Stakeholder aus den Gruppen der Betreiber, Freizeitleiter und Eigenvermarkter durchgeführt. Die Ergebnisse aus dem Workshop werden in einem Anforderungskatalog für die zu entwickelnde Tool-Lösung zusammengeführt.

Teilprojektleiter: Financial Coaching Johannes Häfele

Der Begriff der Regionalität ist unscharf definiert und wird häufig interessengeleitet verwendet. Im Rahmen dieses Arbeitspaketes wird der Begriff klar definiert, damit dem Nutzer eine deutliche Orientierung und somit Sicherheit bei der Beschaffung von regionalen Produkten vermittelt werden kann.

Teilprojektleiter: Hochschule Pforzheim 

DIETER wird basierend auf der Anforderungsliste entwickelt. Im Leistungsumfang des Tools sollen neben der Verpflegungsplanung und der Erstellung einer Einkaufsliste die Möglichkeit zur Lebensmittel-Bestellung geschaffen werden. Ein besonderer Aspekt ist hierbei die Regionalität, welche es dem Nutzer ermöglicht, regionale Anbieter zu bevorzugen.

Teilprojektleiter: Key-Work Consulting GmbH

Parallel zur Entwicklung von DIETER werden auf Basis der Regionalitäts-Definition im Umkreis der Freizeitorte potentielle Produkthersteller bzw. Vermarkter identifiziert, direkt angesprochen und so zur Mitwirkung motiviert.

Teilprojektleiter: Enzkreis

Die Entwicklung von der Eigen- zur Onlinevermarktung erfordert neben der strukturierten und umfangreichen Bereitstellung und Pflege von Informationen auch die Veränderung der innerbetrieblichen Abläufe, die Definition von Schnittstellen und der Einbindung in die Logistikketten. Die in AP4 „Regional-Screening“ gesammelten Informationen werden in diesem Arbeitspaket um die gesamten Geschäftsprozesse ausgewählter Anbieter sowie der nachgelagerten Schritte erweitert. Als erster Schritt wird die derzeit bei den Anbietern verfügbare IT- und Softwareinfrastruktur erhoben. Basierend auf dieser Zustandsanalyse werden mögliche Anbindungsszenarien an das Planungstool bzw. Entwicklungsschritte definiert, um eine Anbindung an das Planungstool zu ermöglichen und darüber hinaus einen rechtssicheren, effizienten Betrieb zu gewährleisten.

Teilprojektleiter: Financial Coaching Johannes Häfele

Basierend auf dem Regional-Screening (AP4) und den Ergebnissen aus der Prozessanalyse im Rahmen der Anbieterentwicklung (AP5) werden Informations- und Schulungsunterlagen für potentielle Anbieter (Eigenvermarkter) erstellt.

Teilprojektleiter: Hochschule Pforzheim

Im Rahmen des vorgeschlagenen Vorhabens werden mehrere, außerhalb der „Bio-Musterregion Enzkreis“ liegende Standorte analysiert. Dies dient der Erprobung und Fortentwicklung der Methode zur Übertragung des Ansatzes auf weitere Tagungshäuser um eine bundesweite Wirksamkeit zu erreichen.

Teilprojektleiter: Hochschule Pforzheim

Das Online-Angebot des Planungstools, Lebensmittel und andere Produkte nachhaltig, regional oder fair anzubieten, soll langfristig durch eine Genossenschaft verstetigt werden. Dieses Arbeitspaket dient der Entwicklung eines nachhaltigen Geschäftmodells, wofür u. a. ein Genossenschaftsvertrag entworfen werden soll. Im Ergebnis soll zum Vorhabensende eine selbstverwaltete Struktur entstanden sein, die sich aus den Umsätzen der Bestellfunktion des Tools finanziert sowie einen Bildungs- und Schulungsauftrag mit Blick auf Regionalität, Nachhaltigkeit und fairen Handel erfüllt.

Teilprojektleiter: aej/ejl

Zum Vorhabensbeginn wird ein Begleitkreis ins Leben gerufen, der vorrangig nicht in der Partnerstruktur abgebildete Stakeholder sowie potentielle Multiplikatoren und den Aspekt der bundesweiten Verbreitung sowie der Neutralität der Vorhabensergebnisse berücksichtigt.

Teilprojektleiter: Hochschule Pforzheim

Das Projektvorhaben wird auf der Grünen Woche auf dem Stand der aej/ejl vorgestellt um somit eine hohe Sichtbarkeit zu erzeugen und weitere potentielle Nutzer anzusprechen.

Teilprojektleiter: aej/ejl

Fragen beantworten gerne persönlich oder per E-Mail:

Projektkoordinator

Prof. Dr.-Ing. Jörg Woidasky

E-Mail senden

Profil

Projektmitarbeiter

Jannick Schmidt

E-Mail senden

Maximilian Auer

E-Mail senden

Kickoff-Treffen des Vorhabens EAT-Regional an der Hochschule Pforzheim (August 2019).
  • Hochschule Pforzheim, Institut für Industrial Ecology (INEC)
  • Key-Work Consulting GmbH, Karlsruhe
  • Financial Coaching Johannes Häfele
  • Hohenwart Forum GmbH, Pforzheim
  • aej/Evangelische Jugend im ländlichen Raum (ejl)

Assoziierte Partner:

  • Büro für Umwelt und Energie (BUE) der Ev. Landeskirche in Baden
  • Landratsamt Enzkreis/Landwirtschaftsamt und Bio‐Musterregion
  • Biolandhof Reiser, Straubenhardt
  • Auenhof Wohnen & Arbeiten gemeinnützige GmbH, Neulingen
  • Bauernhof Aichele, Mühlacker

 

Das Projekt wird gefördert von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in der Förderlinie "Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) - Land.Digital 2017“.

Laufzeit 01. April 2019 bis 31. März 2022
Förderkennzeichen: 2819LD013

www.ble.de

Icon for the contact person menu