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Geradeaus und um die Kurve bei der Schüler-Ingenieur-Akademie

Hochschulgruppe gewinnt Wettbewerb der diesjährigen SIA

Freuen sich über den ersten Platz bei der diesjährigen SIA: Niklas Beierlein, Vincent Knörnschild, Jakob Steiner, Carina Schneider mit Maschinenbau-Werkstattleiter Hubertus Malthaner von der Hochschule (v.l.n.r.).

Am Freitag, den 13. April 2018, fand der Abschlusswettbewerb der diesjährigen Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) an der Hochschule Pforzheim statt. Die SIA ist ein Kooperationsprojekt zwischen Hochschule, Schulen und Wirtschaft, um naturwissenschaftlich-technisch interessierten Schülern die Ingenieursausbildung und den entsprechenden Beruf näher zu bringen. Im Rahmen der SIA konstruierten fünf Schülergruppen über mehrere Monate ein Fahrzeug, das in einem finalen Wettbewerb an der Hochschule vorgestellt wurde. Gewonnen hat die Gruppe um Maschinenbau-Werkstattleiter Hubertus Malthaner von der Hochschule Pforzheim.

Die Aufgabestellung der diesjährigen SIA war die Konstruktion eines Fahrzeugs, das eine möglichst lange gerade Strecke als auch eine vorgegebene Kreisbahn abfahren kann. Entstanden sind Fahrzeuge mit mechanischem Antrieb, die 40 Zentimeter lang und 30 Zentimeter breit sind. Das Material war dabei beliebig wählbar. Allerdings hatten die Schüler ein beschränktes Budget auf zusätzliche Materialien, die in den Kooperationswerkstätten nicht vorhanden waren. Als Antrieb der Fahrzeuge diente die in einem 1 Kilogramm-Massestück in 1 Meter Höhe gespeicherte Lageenergie.

In einem finalen Wettbewerb an der Hochschule traten die Fahrzeuge der fünf Gruppen gegeneinander an – dabei wurden in zwei Wettbewerbsteilen die Fahreigenschaften und Funktionalitäten der Fahrzeuge ermittelt und bewertet. Zuvor hatten alle Gruppen ihre Konstruktion dem Plenum in einem Vortrag erklärt und vorgestellt. Im Ergebnis lagen die verschiedenen Konstruktionen sehr eng beieinander. Für die Juroren war es daher keine leichte Entscheidung, den Gewinner zu ermitteln. „Wir haben es uns nicht einfach gemacht und intensiv über die Ergebnisse diskutiert“, so Dr.-Ing. Herbert Emmerich, Professor im Studiengang Maschinenbau/ Produktionstechnik und -management an der Hochschule. Nicht nur die zurückgelegte Streckte bzw. die Kreisfahrt waren ausschlaggebend für die Preisvergabe, auch das Design, die Qualität der Fahreigenschaften und die fachliche Tiefe der Konstruktion zählten mit in die Bewertung.

Für die Schüler waren die letzten Monate anstrengend, aber auch sehr erlebnisreich. „Es waren spaßige Wochen. Gelernt habe ich viel. Vor allem, dass Zeitmanagement sehr wichtig ist. Noch habe ich mich nicht endgültig für einen technischen Weg entschlossen, aber die Erfahrungen während der SIA sind sehr positiv“, erklärt Jakob Steiner, Schüler am Hebel Gymnasium Pforzheim. „Ich möchte gerne Ingenieure werden und durch die SIA fühle ich mich in meinem Berufswunsch bestätigt“, ergänzt Vincent Knörnschild vom Theodor-Heuss-Gymnasium

Insgesamt nahmen 20 Schüler an der zum achten Mal in Pforzheim stattfindenden Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) teil. Sie haben sich für die SIA beworben und werden dabei an ihren Schulen unterstützt. Zu den kooperierenden Schulen gehören das Theodor-Heus- und das Hebel-Gymnasium Pforzheim, das Lise-Meitner-Gymnasium Königsbach-Stein sowie das Gymnasium Remchingen. In Kooperation mit der Hochschule sowie den Unternehmen OBE GmbH & Co. KG und Witzenmann GmbH konnten die Schüler in die Welt der Technik eintauchen und in der Projektarbeit ingenieurwissenschaftliches Denken und Arbeiten vor Ort erfahren.

Die Jurorengruppe, bestehend aus Gerald Manz, Studiendirektor a.D., Roland Kurz-Oppold und Herbert Emmerich von der Hochschule Pforzheim, sieht die SIA als Erfolgsgeschichte. „Die jungen Leute werden mit technischen Fragestellungen konfrontiert und können sich und ihre Fähigkeiten erproben. Jedes Jahr aufs Neue nehmen technisch interessierte und talentierte Gymnasiasten teil“, so Juror Gerald Manz.