KostA - Koordinationsstelle für Automobilwirtschaft 

Das 5 Phasen Modell zur Automobilindustrie 

Nachfolgend soll das 5 Phasen Modell zur Automobilwirtschaft der Hochschule Pforzheim näher beschrieben werden. Dabei wird der Nutzen sowohl für Studierende als auch für die beteiligten Unternehmen charakterisiert.

Phase 1: Praktikum in der Automobilbranche

Um Praxisluft zu schnuppern und schon frühzeitig zu erkennen ob die Automobilindustrie als zukünftiges Arbeitsumfeld in Frage kommen kann, sind die Studierenden dazu angehalten im 5. Semester das Praxissemester zu absolvieren. Die Dauer beträgt sechs Monate, mindestens jedoch 100 Arbeitstage ohne Krankheits- oder Urlaubstage.

Das Praktikum kann grundsätzlich in verschiedenen Bereichen eines (Automobil-) Unternehmens durchgeführt werden. Da die Studierenden in diesem Stadium des Studiums über fundierte Kenntnisse der Betriebswirtschaftslehre verfügen, ist ihr Einsatz während des Praktikums in anspruchsvoller Mitarbeit empfehlenswert. Einzelne (Teil-) Projekte können in der Regel von Praktikanten/innen gut selbständig bewältigt werden und stellen somit eine wertvolle Unterstützung für das Unternehmen dar.

Als Zeitraum für die Praktika stehen die beiden folgenden Zeitausschnitte zur Verfügung:

·         ca. Mitte Februar bis Ende September (Praxissemester im Sommersemester)

·         ca. Mitte Juli bis Mitte März (Praxissemester im Wintersemester)

Für die Unternehmen empfiehlt es sich daher, Anfang Oktober bzw. Mitte März – also jeweils zum Semesterbeginn – Angebote für Praktikantenplätze bekannt zu machen. Die entsprechenden Anfragen und eventuelle Aushänge können an Herrn Prof. Dr. Terporten, Herr Prof. Dr. Haugrund oder Dorothee Bialdyga adressiert werden, um diese auf der KostA-Homepage zu publizieren.

Eine intensive Unterstützung und Betreuung der Praktikanten von Seiten der KostA ist selbstverständlich. Es finden regelmäßige Treffen statt an denen die Erwartungen seitens der Hochschule sowie auch die Erwartungen und Lernperspektiven der Studierenden kommuniziert und abgeglichen werden. Die persönlichen Erfahrungswerte der Studierenden sind ebenso Bestandteil der Rückmeldegespräche.

Phase 2: Wahlpflichtfach BWL der Automobilindustrie

Nachdem in den ersten vier Semestern die wesentlichen Grundkenntnisse der Betriebswirtschaftslehre vermittelt wurden und die Studierenden im 5. Semester erste Branchenerfahrungen in der Praxis sammeln konnten, bieten Herr Prof. Dr. Haugrund und Herr Prof. Dr. Terporten im 6. Semester als Wahlpflichtfach im Rahmen der speziellen BWL die Vorlesung "BWL der Automobilwirtschaft" an.

Im ersten Teil behandelt Prof. Dr. Haugrund Themen, die sich auf den Beginn der Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie beziehen, wie F&E, Produktion und Logistik bei Zulieferern und OEM´s. Darauf aufbauend legt Prof. Dr. Terporten seinen Schwerpunkt auf den sich anschließenden Teil der Wertschöpfungskette, die Vertriebs- und Aftersales-Organisationen bei den OEM´s und Vertriebs- und Servicestrukturen im KFZ-Gewerbe.

Phase 3: Management Seminar zur Automobilwirtschaft

Auf den ausführlichen Veranstaltungen rund um die Betriebswirtschaftslehre und die spezielle BWL der Automobilwirtschaft sowie der branchenspezifischen Praxiserfahrung aufbauend, müssen die Studierenden im 7. Studiensemester das Management Seminar absolvieren. Dabei werden zu allen Bereichen der Automobilwirtschaft zahlreiche Vertiefungsthemen angeboten, bei denen eine Auswahlmöglichkeit besteht und die sich an Studierende aller Studiengänge richten (siehe Projekte). Hausarbeiten und Präsentationen zählen zu den vorrangig geforderten Leistungsnachweisen.

Aufgrund der guten Kontakte der Hochschule zu ihren Kooperationspartnern bestehen keine Schwierigkeiten, geeignete Praxisprojekte mit hohem Nutzen sowohl für das Unternehmen als auch für die Studierenden zu bekommen.

Die Kooperationspartner können hier höchste Qualität erwarten, da die Studierenden am Ende ihres Studiums die geballte Kompetenz an theoretischen Grundlagen und praktischer Erfahrung in die Projektarbeit einbringen. Außerdem bietet sich den Unternehmen die einzigartige Gelegenheit zukünftige Mitarbeiter frühzeitig zu rekrutieren und sich von ihren Fähigkeiten über einen längeren Zeitraum, anhand der Bearbeitung eines realen Projekts bis hin zur Erstellung der Thesis, zu überzeugen.

Phase 4: Bachelor Thesis

Theses werden bevorzugt im Rahmen von Praxisprojekten oder als empirische Arbeiten durchgeführt. Diese erfolgen in der Regel im Auftrag eines Unternehmens. Oft ergibt sich aus Themen und Kontakten des vorgelagerten Management Seminars eine Zusammenarbeit von Studierenden mit Unternehmen im Rahmen einer Bachelor Thesis.

Primäres Ziel ist eine Bewährung in einem selbstverantworteten Praxisprojekt. Für das auftraggebende Unternehmen sollte das Praxisprojekt im Vordergrund stehen. Der Student wird dabei als "Junior-Berater" im Auftrag des Unternehmens tätig, was eine unterstützende Betreuung von Seiten des Unternehmens mit einschließt. Unternehmen sollten ein genuines Interesse an dem Projekt haben, da diese Projekte immer auch gewisse Ressourcen (Zeit der Mitarbeiter für Interviews, Workshops und Befragungen, ggf. Genehmigungswege bei Betriebsrat oder Geschäftsleitung etc.) binden. Andererseits resultiert ein praktischer Nutzen für das Unternehmen.

Die Professoren der Hochschule begleiten und unterstützen die Studenten bei ihrem Auftrag und achten auf eine themen- und termingerechte Bearbeitung. In Abhängigkeit von dem Kern des Praxisprojekts werden gemeinsam von Student und betreuenden Professoren der theoretische und der praxisbezogene Teil der Thesis abgesprochen. Hier wird eine kritische, integrative, praxisgerechte und in die Tiefe gehende Bearbeitung der veröffentlichten Literatur einschließlich der Praxiserfahrungen von den Studenten erwartet.

Die Dauer der Thesis beträgt in der Regel drei Monate und sollte im Interesse der Studenten an einem zügigen Studienabschluss nicht überschritten werden. Da es keinen festen Starttermin gibt, kann die Thesis jederzeit begonnen werden. 

Phase 5: Einstieg in die Automobilbranche

Die Hochschule Pforzheim liegt in der Region Süddeutschland, einem der stärksten Wirtschaftsräume in Europa. Das enge Netzwerk zu den Unternehmen in der Automobilbranche in der Region wächst rasant. Durch das Management Seminar, die praktischen Studiensemester und durch die Thesis haben die Studierenden die Möglichkeit, selbst schon sehr frühzeitig Kontakte zu Unternehmen herzustellen und ihr eigenes Netzwerk zu spannen. Die Unternehmen kennen die Absolventen und schätzen den Praxisbezug, für den sie letztlich durch die Kooperation selbst gesorgt haben. Die Absolventen sind gerüstet, um sich im Berufsalltag der Automobilbranche zu bewähren.

Leitung

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dorothee Bialdyga

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