Hilfe für Claudia!

Die 26jährige Claudia, Studentin im Studiengang Werbung, ist an Leukämie erkrankt. Zurzeit bekommt sie ihre zweite Chemotherapie. Ihre einzige Hoffnung auf Heilung ist eine Stammzellentransplantation. Die Suche nach einem sogenannten genetischen Zwilling hat bereits begonnen. Die Hochschule Pforzheim unterstützt Claudia bei dieser Suche!
Unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Wissenschaftsministers und des Pforzheimer Oberbürgermeisters führt die Hochschule in Kooperation mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am Montag, 22. März 2010, eine Typisierungaktion durch. In den Hörsälen W3.2.02 und W3.2.04 können sich Studierende (kostenfrei), Mitarbeiter der Hochschule und alle, die helfen wollen, von 13 bis 17 Uhr typisieren lassen.
Typisierung an der Hochschule!
Einen genetischen Zwilling zu finden, ist schwierig und kostet viel Zeit. Zeit, die Leukämieerkrankte nur bedingt haben. Stammzellenspenden können alle Personen zwischen 18 und 55 Jahre. Die Hochschule appelliert an alle, die Aktion zu unterstützen. Laut DKMS kostet die Registrierung potenzieller Lebensspender 50 Euro. Großteil der Kosten entfällt dabei auf die Laboruntersuchungen. Die Spender müssen die Kosten nicht selber finanzieren. Die Hochschule und die DKMS rufen öffentlich zu Spenden für die Typisierungsaktion auf. Wer helfen möchte, aber aus gesundheitlichen Gründen als Spender nicht in Frage kommt, kann daher gerne finanziell zur Typisierungsaktion beitragen. Spendenquittungen können auf Wunsch gerne ausgestellt werden.
Spendenkonten:
Meyer Stiftung, 70619 Stuttgart, BW Bank Pforzheim, BLZ 600 501 01, Konto: 265 13 47, „Spendenkonto: Claudia“
DKMS, Spendenkonto: 153134003, Volksbank Rottweil eG, BLZ 64290120, Verwendungszweck: Uni 070
Was ist eine Typisierung?
Stammzellen spenden können nur Menschen, deren Gewebemerkmale weitgehend mit den Merkmalen der Leukämieerkrankten übereinstimmen. Diese Übereinstimmung ist relativ selten. Bei einem Drittel aller Leukämieerkrankten spenden Familienangehörige, bei den anderen beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in Tübingen, 1991 von einer Patientengemeinschaft gegründet, registriert daher die Gewebemerkmale potenzieller Spender.
Bei der Registrierung genügen 5 ml Blut zur Bestimmung der Gewerbemerkmale sowie eine Einverständniserklärung. Die Registrierung behinhaltet zunächst noch keine bindende Einverständniserklärung zur Stammzellenspende. Die Daten verbleiben in der Datei und werden immer wieder mit den Daten der Leukämieerkrankten abgeglichen. Im Falle einer Übereinstimmung kommt die DKMS auf den potenziellen Spender zu.
Stammzellen spenden - wie geht das?
Stellt sich heraus, dass Sie als Stemmzellenspender in die engere Wahl kommen, erhalten Sie einen Gesundheitsfragebogen, um mögliche Ausschlusskriterien zu erkennen. Zu diesem Zeitpunkt sollte bei Ihnen die endgültige Entscheidung fallen, ob Sie als Spender zur Verfügung stehen. Bestätigt eine weitere genauere Typisierung ihre Übereinstimmung, erfolgen Beratungen und ein Gesundheits-Check.. Grundsätzlich gibt es zwei Wege der Stammzellenspende:
a) periphere Stammzellenentnahme - direkt aus dem Blut
80 Prozent aller Stammzellenspenden werden über dieses Verfahren gewonnen. Dem Spender wird ca. fünf Tage im Vorfeld ein täglich ein Wachstumsfaktor unter die Haut gespritzt (z. B. vom Hausarzt). G-CSF wird vom Körper bei jeder Infektion selbst hergestellt und ist ein Medikament zur Anregung der Stammzellenproduktion. Während der Einnahme kann es zu grippeähnlichen Symptomen kommen, Nach Abschluss dieser Behandlung können die Stammzellen in der Entnahmeklinik mit einem speziellen ambulanten Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. An beiden Armen werden Venenzugänge gelegt. Das Blut fließt aus einem Zugang raus, über einen Zellseperator und wieder zurück in den Körper. In diesem Zellseperator werden die Stammzellen vom Blut getrennt. Der Vorgang dauert ca. vier bis fünf Stunden.
b) Knochenmarkentnahme
Das Knochenmark (nicht Rückenmark) wird dem Spender bei Vollnarkose mit Hilfe einer Punktiernadel aus dem Beckenkamm entnommen. Dazu genügen in der Regel zwei kleine Schnitte und einige Einstiche im Bereich des hinteren Beckenknochens. Der Spender geht in der Regel für am Tag vor der Entnahme ins Krankenhaus und bleibt danach noch einen Tag zur Beobachtung. Die Operation dauert ca. 60 Minuten.