Wintersemester 2011/12
WEIHNACHTSFEIER DER ELSA-PFORZHEIM E.V.
Liebe Mitglieder der ELSA-Pforzheim e.V. und Studierende des Wirtschaftsrechts der HS Pforzheim,
wir möchten auch herzlich zu unserer Weihnachtsfeier am Do, den 08.12. um 18:00 UHR in den Raum W1.5.05 einladen.
Das weihnachtliche Auftaktprogramm am vergangenen Mi. mit unserem Glühweinstand auf dem Campus war bereits ein voller Erfolg.
Nun folgt der zweite von drei weihnachtlichen Akten:
Im Rahmen der Weihnachtsfeier wird der bekannte Karlsruher 
Rechtsanwalt Herr Harald Brennecke einen Vortrag zum Thema
"Ist das Unternehmen gesund, freut sich der Unternehmer.
Vitamine und Mineralstoffe für das Unternehmen - Die kleine Hausapotheke gegen Mangelerscheinungen" halten, zu dem auch alle Nicht-Mitglieder der ELSA-Pforzheim herzlich eingeladen sind.
Für ausreichend Glühwein (und Tee) sowie weihnachtliches Gebäck wird selbstverständlich wieder gesorgt sein.
Wir freuen uns auf euch.
Euer Vorstand der ELSA-Pforzheim e.V.
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Sommersemester 2011
Einladung zum Moot Court
Der Moot Court ist ein Wettbewerb, bei dem Studenten des Studiengangs Wirtschaftsrecht vor Gericht gegeneinander einen fiktiven Mordfall verhandeln. Dabei ist sowohl die Staatsanwaltschaft, als auch die Verteidigung und das Gericht ausschließlich mit Studenten besetzt. Gewinner ist, wer vor Gericht obsiegt.
08. Juni 2011 18.00 Uhr Technikgebäude T1.2.01
Interessenten aller Fakultäten sind herzlich eingeladen.
Euer ELSA- Team
Vortrag Herr Witting Anklage Mord "Ein Freund vor Gericht"
Am 18.05.2011 besuchte uns Ra Peter Witting aus München. Er beschrieb in seinem Vortrag „Anklage Mord: Ein Freund vor Gericht“ einen kuriosen Fall, in dem er als Strafverteidiger auftrat. Im sogenannten Böhringer Prozess, einem der längsten Prozesse Deutschlands, wird dem Hauptangeklagten Benedikt Toth vorgeworfen, seine Tante Charlotte Böhringer aus Habgier an ihrem Erbe ermordet zu haben. Trotz zahlreicher Beweisanträge gelang es der Verteidigung nicht die Belastungsindizien der Staatsanwaltschaft zu entkräften und das Gericht von der Unschuld des Angeklagten zu überzeugen. Vielmehr sieht das Gericht in der Gesamtschau der Indizien einen eindeutigen Schuldbeweis, dass Benedikt Toth seine Tante, eine vermögende Parkhausbesitzerin getötet hat.
Es wurde den Besuchern eindrucksvoll beschrieben, wie die Verteidigung vergebens ein ums andere Mal versuchte den Entlastungsbeweis anzutreten und immer wieder von den Richter abgewiesen wurde.
Wir bedanken uns sehr bei Herrn Witting und hoffen, dass euch unser Vortrag gefallen hat.
Euer ELSA-Vorstand
Text: Daniela Wagner
Der deutsche Herbst 1977 und die RAF
Am 27.04.2011 fand an der Hochschule Pforzheim ein Vortag von Herrn Dr. Kurt Breucker zum Thema „Der deutsche Herbst 1977 und die RAF“ statt.
Nach dem Studium in Tübingen und Hamburg und der Promotion in Tübingen trat Herr Dr. Kurt Breucker 1963 in den Justizdienst von Baden-Württemberg, war Staatsanwalt, Zivilrichter und über 30 Jahre Strafrichter. 1974 wurde er in den Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart berufen. Er wirkte als Richter am „Baader-Meinhof-Prozess“ in Stuttgart-Stammheim mit, einem der bedeutendsten Strafverfahren der deutschen Justizgeschichte. 1989 wurde er Vorsitzender des Senats und hat weitere Prozesse gegen „RAF“-Mitglieder und gegen militante Kurden der „PKK“ geführt. 1996 wurde er Präsident des Landgerichts Heilbronn. Bei seiner Verabschiedung im Jahr 2000 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Seitdem lebt er in Stuttgart im Ruhestand. Er ist noch ehrenamtlicher Richter am Landesberufsgericht für Ärzte in Stuttgart.
Als Zeitzeuge der damaligen Ereignisse berichtete Herr Dr. Kurt Breucker sehr lebendig, wie er die RAF-Terroristen damals wahrgenommen hat. In seinem Vortrag erzählte er die Geschichte der RAF von ihren Ursprüngen bis hin zur Auflösung der RAF in den 90ern. Nach seinem Vortrag beantwortete er die Fragen der Zuhörer, welche sich auch um den Film „Baader-Meinhoff-Komplex“ handelten. Er erzählte ebenfalls, wie damals sein Leben als Richter unter Bewachung ablief.
Wir bedanken uns hiermit noch einmal herzlich bei Herrn Dr. Breucker und hoffen, dass alle Zuhörer diesen Vortrag so interessant und spannend fanden wie wir.
Euer ELSA-Vorstand
Text: Daniela Wagner
Vorbereitungen zum Moot Court
Am 08.06.2011 wir erstmals an der Hochschule Pforzheim ein Moot Court stattfinden. Um es interessant zu gestalten hat sich die ELSA Pforzheim dazu entschlossen einen strafrechtlichen Fall auszutragen. Zur Vorbereitung dieses Moot Courts gab es eine Reihe von Veranstaltungen, die die Teilnehmer des Moot Courts besucht haben.
Als erstes wurden die Gruppen des Moot Courts eingeteilt und Professoren zur Unterstützung gesucht. Die Studenten wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Es gibt eine Verteidigungsgruppe (unterstützt von Frau Prof. Dr. Lorinser), eine Anklagegruppe (unterstützt von Frau Prof. Dr. Thäle) und eine Richtergruppe (unterstützt von Frau Prof. Dr. Harriehausen). Nach der Einteilung der Gruppen trafen sich die Gruppe zu verschiedenen Besprechungen. Die Anklagegruppe hat die Anklage an das Gericht geschickt und die Richtergruppe wird nun einen Eröffnungsbeschluss für die Verhandlung verabschieden.
Zur weiteren Unterstützung der Anklagegruppe kam am 21.03. Herr Oberstaatsanwalt Reichert. Er gab der Anklagegruppe Tipps für die Anklage und für den Prozess. Des Weiteren kam am 11.05. Herr Rechtsanwalt Schmitz (Fachanwalt für Strafrecht) und arbeitete mit der Verteidigungsgruppe an einer Strategie für den Prozess.
Frau Prof. Dr. Thäle gab am 04.05. eine Vorlesung zum Thema „Verfahrensrecht im Strafprozess“, welche den Beteiligten die Besonderheiten des Strafprozesses näherbringen sollte. Abschließend waren die BBeteiligten beim Landgericht Stuttgart, wo sie als Zuschauer einen Strafprozess bewohnten.
Nun sind alle Vorbereitungen für den Moot Court abgeschlossen und wir freuen uns schon sehr auf die Verhandlung am 08.06.
Euer ELSA-Vorstand
Text: Daniela Wagner
Wintersemester 2010/11
Exkursion zur Justizvollzugsanstalt
Auf Einladung des ELSA Pforzheim e.V. nahmen 16 Studierende des Studiengangs Wirtschaftsrecht am 05.11.10 an einer Exkursion zur Justizvollzugsanstalt Heimsheim teil.
Die Teilnehmer wurden von Herr Alex-Lambrinos über das Gelände geführt und bekamen von ihm einen sehr persönlichen Einblick in die Funktionsweise des Strafvollzugs in Heimsheim. Herr Alex-Lambrinos war technischer Leiter sowie stellvertretender Geschäftsführer des vollzuglichen Arbeitswesens in der JVA Heimsheim und befindet sich inzwischen im Ruhestand. Er beantwortete alle gestellten Fragen zu Themen wie z.B. Drogenhandel im Gefängnis, Rückfälligkeit von Straftätern oder dem Arbeitsalltag der Insassen. Die Teilnehmer hatten dabei Gelegenheit einen großen Teil des Gebäudes sowie die Sportanlagen, Werkstätten und einen Bus für Gefangenentransporte zu begutachten. Von Herrn Alex-Lambrinos erfuhren sie auch, dass der Gesetzgeber für die Gestaltung des Strafvollzugs bestimmt hat, dass das Leben im Vollzug den allgemeinen Lebensverhältnissen soweit als möglich angeglichen werden soll (§ 2 Abs. 2 JVollGB III und § 2 Abs. 3 JVollzGB IV). Damit warb er um Verständnis für die kostenintensive Versorgung der Gefangenen, die auch vielfältige Freizeit-, Beratungs- und Bildungsangebote umfasst. Viele der Teilnehmer werden die JVA wohl mit einem anderen Blick auf Insassen, Bedienstete und den Strafvollzug verlassen haben. Für die sehr menschlich gestaltete Führung und die Beantwortung zahlreicher Fragen bedankt sich der ELSA Pforzheim e.V. recht herzlich bei Herrn Alex-Lambrinos.

Die JVA Heimsheim wurde im Jahr 1990 in Betrieb genommen und hat ca. 430 Haftplätze. Sie gilt als Vorzeigeobjekt für den deutschen Strafvollzug. Unter anderem ist sie die erste Justizvollzugsanstalt Deutschlands mit einem durch die DEKRA Iso-zertifizierten Produktionsbetrieb.
Text: Fabian Schmidt
Foto: Marcel Kunert