Studiengang Personalmanagement 

Praxissemester 

Allgemeine Informationen

Das Praxissemester soll im 5. Studiensemester durchgeführt werden. Die Dauer beträgt sechs Monate, mindestens jedoch 100 Arbeitstage ohne Krankheits- oder Urlaubstage. Es wird empfohlen, das Praktikum auf sechs Monate abzuschließen. Der Praktikantenvertrag enthält mindestens die vereinbarte Dauer und die Abteilung, in der das Praktikum stattfinden soll. Der Vertrag ist dem zuständigen Praktikantenbetreuer vorzulegen; eine Kopie ist ausreichend. Über den Zeitpunkt, bis zu dem das Praktikum zu genehmigen ist, informiert das Prüfungsamt. Am Ende des Praktikums stellt das Unternehmen eine Praktikumsbescheinigung über die Dauer des Praktikums aus, die der Hochschule im Original vorgelegt wird.

Das Praktikum soll grundsätzlich in einer Personalfunktion eines Unternehmens durchgeführt werden (siehe hierzu die "Anforderungen an einen Praktikantenplatz" im Studiengang Personalmanagement). Geplante Praktika in Unternehmensberatungen und im Ausland sollten frühzeitig mit dem Praktikantenbetreuer abgesprochen werden. Da Studierende des 5. Semester über Grundkenntnisse des Personalmanagements verfügen, ist ihr Einsatz während des Praktikums in einer tätigen Mitarbeit empfehlenswert. Anspruchvollere Aufgaben, nicht nur Routinetätigkeiten, und - soweit möglich - einzelne Projekte können in der Regel von Praktikanten/innen gut bewältigt werden und stellen häufig eine wertvolle Unterstützung für das Unternehmen dar. Für die Durchführung von reinen Routinetätigkeiten (z.B. ausschließlich Arbeitszeugnisse zu schreiben) empfiehlt sich eine Anstellung als Werkstudent/in, nicht als Praktikant/in.

Als Zeitraum für die Praktika stehen die beiden folgenden Zeitausschnitte zur Verfügung: ca. Mitte Februar bis Ende September bzw. Mitte Juli bis Mitte März. Üblicherweise weisen die Studenten/innen bis Mitte November bzw. Mitte Mai ihre Praktikantenstelle nach, so dass es sich für die Unternehmen empfiehlt, Anfang Oktober bzw. Mitte März - also jeweils zum Semesterbeginn - Angebote für Praktikantenplätze bekannt zu machen. Die entsprechenden Stellenangebote können in elektronischer Form (am besten als pdf-Dokument) an den Studiengang Personalmanagement unter personalmanagement@hs-pforzheim.de gesendet werden. Diese werden im Intranet des Studiengangs Personalmanagement (PerZone) veröffentlicht.

Eine intensive Begleitung der Praktikanten/-innen von Seiten der Hochschule erfolgt durch die Betreuung in Kleingruppen. Jeder Dozent betreut 6-8 Studierende. In diesen kleineren Gruppen finden drei Treffen statt, an denen die Erwartungen seitens der Hochschule sowie auch die Erwartungen und Lernperspektiven der Studierenden kommuniziert und abgeglichen werden:

  • 1. Treffen vor dem Start ins Praktikum
  • 2. Treffen ungefähr in der Mitte des Praktikumszeitraums als Zwischenevaluation
  • 3. Treffen nach Beendigung des Praktikums als Abschlussevaluation 

Sowohl die Zwischen- wie auch die Abschlussevaluation besitzen eine mehrfache Basis, die durch die folgenden Fragen beleuchtet wird: Inwieweit wurden die "Persönlichen Lernziele" erreicht? Wie beurteilt das Unternehmen das Erfüllen der vereinbarten Arbeitsaufgaben und Erreichen der vereinbarten Arbeitsziele? Welche konkreten Beobachtungen wurden im Unternehmen hinsichtlich Fachwissen, Arbeitsweise sowie Kommunikation und Teamarbeit gemacht? An welchen Stellen sieht der/die Betreuer/in im Unternehmen besondere Stärken und individuelle Lernfelder bzw. Verbesserungsmöglichkeiten bei dem/der Praktikanten/in? Wie schätzt er/sie die Eignung des/der Praktikanten/in für Tätigkeiten im Personalbereich ein? Selbstverständlich kommen die persönlichen Erfahrungswerte der Studierenden in diesen Rückmeldegesprächen hinzu.

Zu den Aufgaben der Studierenden während des zweiten Praxissemesters gehört auch das Anfertigen eines Berichtes „Die ersten 50 Tage ....“, in dem die Studierenden eine individuelle Einschätzung des Personalmanagements in dem Unternehmen vornehmen, in dem sie ihr Praktikum ableisten. Dabei sollen sich die Studierenden mit dem betrieblichen Umfeld sowohl analytisch-kritisch als auch konstruktiv auseinander setzen. Auf der Grundlage dieses Berichtes erfolgt beim 2. Praktikantentreffen ein Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander und mit dem Betreuer an der Hochschule.

Während des Praxissemesters bearbeiten die Praktikanten/-innen selbständig ein Personalprojekt, über das sie einen schriftlichen Bericht anfertigen. Die eigenständige Bearbeitung dieses Firmenprojekts basiert auf einem doppelten Hintergrund. Einerseits müssen die Studierenden die Mitwirkungsmöglichkeit bei einem anspruchsvollen Projekt frühzeitig - bereits bei der Entscheidung für oder gegen eine Praktikumsstelle - einfordern. Unternehmen, die Praktikanten/innen eher als "billige Arbeitskräfte" ansehen, ihnen wenig zutrauen bzw. keine Verantwortung übertragen, werden dadurch Probleme mit der Rekrutierung von Praktikanten bekommen. Andererseits können die Studierenden neben den eher theoretischen Hausarbeiten im 6. Semester nun auch ein Praxisprojekt empirisch fundiert bearbeiten und sich dabei neuen Herausforderungen stellen.

Der zweite Praktikumsbericht wird ersetzt durch eine mündliche Präsentation der Inhalte des Praktikums in der Blockveranstaltung zum Praxissemester. Außer dem Austausch von Erfahrungen ist es das Ziel der Blockveranstaltungen, schwierige Kommunikationssituationen während des Praktikums, Konflikte oder Probleme der Übernahme professioneller Rollen zu thematisieren. Die Teilnahme an der Blockveranstaltung ist verpflichtend; ansonsten kann das Praktikum nicht anerkannt werden. Die Blockveranstaltung findet in der Woche vor Semesterbeginn statt. Eine Verschiebung der Teilnahme an der Blockveranstaltung ist nur aus einem wichtigen Grund (z. B. Auslandsstudium) möglich und muss rechtzeitig mit dem Praktikantenbetreuer abgesprochen werden.

Zum Abschluss des Praxissemesters - und damit schließt sich der Kreis - werden die eigenen Praktikumserfahrungen an die Studierenden der niedrigeren Semester weitergereicht. Im Rahmen einer Infobörse erhalten die Studierenden des 3. und 4. Semesters, für die das eigene Praktikum demnächst ansteht, eine breite Möglichkeit, von den guten und von den mitunter auch schwierigen Erfahrungen ihrer Vorgänger zu profitieren und deren Fehler nicht zu duplizieren.

 

Anforderungen an einen Praktikantenplatz im Studiengang Personalmanagement

Die Studentinnen und Studenten sollen schwerpunktmäßig in einem oder mehreren der folgenden Aufgabenfelder von Unternehmen beschäftigt werden unter der Bedingung, dass die Personalwirtschaftsfunktion organisatorisch ausgebildet und deren Aktivitäten erkennbar sind:

  • Personalbeschaffung (Personalwerbung, Personalauswahl, Personaleinführung)
  • Personaleinsatz (Versetzung, Arbeitszeit und Freizeit, Arbeitszeitmanagement, ergonomische und organisatorische Arbeitsgestaltung) 
  • Personalfreisetzung
  • Personalentwicklung (Aus- und Fortbildung, Personalförderung, Team- und Organisationsentwicklung)
  • Personalführungsinstrumente (Führungsgrundsätze, Stellenbeschreibung, Mitarbeitergespräch, Mitarbeiterbeurteilung)
  • Lohn- und Gehaltsfindung
  • Personalverwaltung und Personalabrechnung
  • Personalplanung und Personalcontrolling (Personalaufwendungen, Personalstatistik und -berichtswesen, DV-Anwendungen im Personalbereich)
  • Betriebliches Sozialwesen (Altersversorgung)

Wünschenswert wäre es, wenn die Studentinnen und Studenten im jeweiligen Unternehmen die Gelegenheit erhalten, sich mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen, die im Zusammenhang mit der Personalwirtschaft stehen, auseinanderzusetzen. Den Praktikanten/-innen sollte außerdem die Möglichkeit gegeben werden, während ihres Praktikums ein zeitlich befristetes und inhaltlich abgrenzbares Personalprojekt durchzuführen. Das Thema wird in Absprache zwischen den Studenten, dem Praktikumsbetreuer und dem Unternehmen festgelegt.

Wird von den obengenannten Voraussetzungen bzw. Aufgabenfeldern erheblich abgewichen, so ist vorher die zusätzliche Zustimmung des zuständigen Professors des Studiengangs Personalmanagement einzuholen.

 

Beispiele für Firmenprojekte

  • Benchmarking Hochschulbroschüren
  • Einführungsschrift für neue Mitarbeiter
  • Diversity Management
  • Mitarbeiterentwicklungsseminar
  • Marketing der Ausbildungsabteilung
  • Kommunikation in Veränderungsprozessen
  • Einführung Wissensmanagement 
  • Integration neuer Mitarbeiter 
  • Internes Personalmarketing
  • Entwicklung und Realisation einer Weiterbildungsveranstaltung 
  • Personalbeschaffung online 
  • Konzeption Personalbericht
  • Konzeption des Intranet-Auftritts des Bildungsbereichs
  • Entwicklung eines Stellenbeschreibungssystems