Brücken bauen zwischen den Kulturen
Kooperationsprojekt mit renommiertem Forschungsinstitut
In Zeiten globalisierter Wirtschaft rekrutieren immer mehr Unternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Mitarbeiter in der ganzen Welt. Teams, die sich aus Menschen unterschiedlicher Kulturkreise zusammensetzen, bieten durch ihre Vielfältigkeit ein starkes Innovationspotenzial, sind allerdings bei der Zusammenarbeit auch vor besondere Herausforderungen gestellt. Gefragt sind deshalb Fachleute, die für interkulturelle Zusammenarbeit innerhalb eines Unternehmens sensibilisiert sind. Der Pforzheimer Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen/International Management“ legt an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik genau auf diese Vermittlungsfunktion zwischen den Kulturen seinen Schwerpunkt. Die Studierenden werden zu interkulturellen Spezialisten für den internationalen technischen Einkauf und Vertrieb ausgebildet.
Im Rahmen ihrer Vertiefungsrichtung „Cross Cultural Management“ unter der Leitung von Prof. Dr. Jasmin Mahadevan präsentierten die angehenden Wirtschaftsingenieure und -Ingenieurinnen des 6. Semesters interkulturelle Leitfäden für zehn Länder. Diese hatten die Studierenden eigens für das renommierte europäische Forschungs- und Innovationszentrum IHP in englischer Sprache entwickelt. Die interkulturellen Leitfäden zu Russland, Polen, Serbien, der Türkei, dem Iran, Indien, Pakistan, Bangladesh, China und den USA spiegeln die Hauptherkunftsländer der IHP-Mitarbeiter wieder. Sie bündeln Wissen über kulturelle Hintergründe und Besonderheiten des „Doing business“ in unterschiedlichen Nationen und fungieren damit als Leitfaden für die Arbeit in internationalen Teams.
Praktische Anwendung finden die von den Studierenden erarbeiteten Guidelines im alltäglichen Arbeitsleben der IHP GmbH. Das Leibnitz-Institut für innovative Mikroelektronik mit Sitz in Frankfurt/Oder erforscht und entwickelt Lösungen für die drahtlose und Breitband-Kommunikation und ist darin weltweit führend. Das Forscher- und Mitarbeiterteam ist zu mehr als 50 % ausländischer Herkunft. Verena Meyer, Executive Assistent und zukünftige Leiterin der Personalabteilung des IHP, betont, wie wichtig das Bewusstsein über interkulturelle Unterschiede für den Erfolg internationaler Unternehmen ist. Dies gilt in der heutigen Zeit insbesondere für hochqualifizierte technische Arbeit, wie sie am IHP geleistet wird. Die Rahmenbedingungen für einen Austausch der Kulturen zu schaffen ist eine Aufgabe, die immer mehr Unternehmen zu bewältigen haben. Als Spezialisten für die besondere Herausforderung des technischen Einkaufs und Vertriebs mit internationalen Geschäftspartnern, sind die „interkulturellen Pforzheimer Wirtschaftsingenieure“ hervorragend auf solche Aufgaben in weltweit tätigen Unternehmen vorbereitet.
Text und Bild: Karoline Klett
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