Gymnasiasten aus Vaihingen zu Gast
Schüler der neunten Klasse besuchen Werkstoffkundelabor
Zwei neunte Klassen des Stromberg-Gymnasiums in Vaihingen besuchten am vergangenen Montag und Donnerstag den Bereich Maschinenbau. Die guten Kontakte zu dieser Schule gehen auf das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Projekt NaT-Working zurück, welches 2009 abgeschlossen wurde. Einige Inhalte dieses Programms waren nun auch Bestandteil des zweistündigen Schülerbesuchs. Bei der einführenden Vorlesung durch Prof. Norbert Jost bzw. Laboringenieur Andreas Zilly rund ums Thema Werkstoffe beteiligten sich die Jugendlichen rege. Besonderes Interesse brachten sie den Formgedächtnislegierungen entgegen, die z.B. ermöglichen, dass sich eine Feder in heißem Wasser weitet und in kaltem blitzschnell wieder zusammenzieht. Als Werkstoffe für den Menschen subsumierte Herr Jost medizintechnische Produkte wie Implantate. Er ließ zwei Hüftgelenksprothesen herumgehen, die nicht jeder anfassen wollte: An dem älteren Modell sah man noch deutliche Spuren des verwendeten Knochenzements. Da half für einige auch der Hinweis nicht, dass eine gründliche Desinfektion erfolgt war. Die Versuche in den Laboren riefen hingegen keinen Ekel hervor. Staunend konnten sich die Schüler ein Bild von der Schönheit der Innenwelt unserer Geldmünzen verschaffen oder selbst Hand anlegen und Kupfer walzen. Gummibärchen wurden erst zum Leuchten, dann Verschwinden gebracht und Laboringenieur Simon Kött führte mit den Teilnehmern einen Kerbschlagversuch als gängiges Verfahren der Werkstoffprüfung durch und experimentierte mit flüssigem Stickstoff. Eiskalt auf die Hand gegossen, stieg er sofort als Dampf auf. Nach dem kurzweiligen Nachmittag hatten die Schüler somit „kleine Einblicke in eine faszinierende Welt“ erhalten wie der Untertitel von Prof. Josts Vortrag zum Innovationsmotor Werkstoff versprochen hatte.

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