Solarfahrzeuge im Wettstreit
Start-Ziel-Sieg garantiert
Die Rennteams der ersten Semester Maschinenbau/ Produktentwicklung und Maschinenbau/ Produktionstechnik zeigten auch in diesem Studienhalbjahr, wie viel Spaß und Kreativität in einer Semesterarbeit steckt. Zum Abschluss des Erstsemesterprojekts traten Ende Juni 15 Teams mit ihren individuell konzipierten Solarfahrzeugen an. Über eine Strecke von zehn Metern mit leichtem Anstieg stellten sie unter Beweis, dass ihre Gefährte, bepackt mit einem Gewicht von 100 Gramm, die Strecke meistern können.


Aus den von den Teams selbst gewählten Materialien wie Pappe, Styropor, Hartfaser oder Plexiglas entwickelten sie ganz unterschiedliche Fahrzeuge. Allein Motor und Solarzelle für den Antrieb waren vorgegeben. Jedes Fahrzeug durfte das Budget von maximal 25 Euro nicht überschreiten. So wurden CD-Rohlinge oder Pingpongbälle zu Rädern weiterverarbeitet, die Komponenten gesteckt oder geklebt, vierrädrige und dreirädrige Fahrzeuge entworfen. Dass unterschiedliche Lösungsideen kreativ miteinander verknüpft wurden, bewiesen die Fahrzeuge mit ihren ganz verschiedenen Bauarten. Startschwierigkeiten hatte nahezu keines. Das Wettrennen als Beweis der Fahrtauglichkeit wurde zum Semesterabschluss Ende Juni im Hanggeschoss des Technikgebäudes ausgetragen. Um den Wettbewerb wetterunabhängig zu gestalten, diente ein 500-Watt-Strahler als Ersatz für die Sonne. Gleiche Bedingungen für alle angetretenen Teams, die in den letzten drei Monaten fleißig an ihren Solarfahrzeugen gearbeitet haben, waren garantiert. Mit 1,03 Minuten war das unkonventionelle Gefährt von Simon Brennig, Alexander Kerstiens, Baki Koc und Tobias Sinn am schnellsten. Dicht dahinter folgten die Plätze Zwei und Drei mit den Fahrzeugen von Markus Herzog, Georg Wagner, Uwe Baumgartner, Gerhard Grundmann und Tolga Kaplan (1,17 Minute) und Mhamed Bedoui, David Dixon, Alexej Herner, Kevin Kraft und Daniel Ahr (1,18 Minuten). Ausschlaggebend für die Bewertung der Arbeiten ist jedoch nicht allein das Ergebnis der Stoppuhr. Der gesamte Entwicklungs- und Konstruktionsprozess fließt in die Endnote mit ein. Systematik, Kreativität, Gruppenarbeit, Dokumentation, Präsentation und Zielerreichung werden berücksichtigt. Betreut wurden die Projekte von den Professoren Dr. Gerhard Frey, Dr. Rainer Häberer und Dr. Jürgen Bauer sowie von Regina Weinland und Jörg Schönemann.

Simon Brennig, Alexander Kerstiens, Baki Koc und Tobias Sinn (v.l.n.r.)
gewannen den Wettbewerb. Ihr Fahrzeug fuhr die Bestzeit von 1,03 Minuten.
Das Erstsemesterprojekt hat Tradition im Maschinenbaustudium an der Hochschule Pforzheim. Hierbei sollen methodische Vorgehensweisen beim Konzipieren erlernt und praktisch erprobt werden. Dabei ist schon so manche pfiffige Idee umgesetzt worden. Einen kleinen Einblick bieten dazu Videobeiträge auf der Website der Hochschule, zu finden unter den Studiengangbeschreibungen zum Maschinenbau. Wir sind schon jetzt gespannt, was sich die Studierenden im kommenden Wintersemester so alles einfallen lassen.
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Text und Fotos: Carolin Schmidt
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