Ende eines erfolgreichen Pilotprojekts 

Der NwT-Unterricht kam am Hilda-Gymnasium gut an 

Am 26.07. ist für die Hochschule Pforzheim mit der 16. Unterrichtsstunde das Politprojekt NwT am Hilda-Gymnasium in die vorerst letzte Runde vor den Sommerferien gegangen. Das Programmieren von Mikrocontrollern stand seit April auf dem Lehrplan und ergänzte das Profilfach Naturwissenschaft und Technik (NwT). Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11a haben an diesem Montagvormittag an der Hochschule Pforzheim mit der Programmierung eigener Anwendungen den Kurs beendet und geben einstimmig ein positives Feedback an den praxisnahen Unterricht.

Projekte definieren, umsetzen und erproben – das ist im Labor Mikrocontroller nicht nur für die Jahrgangsstufe 11 die heutige Aufgabe. Michael Rothbarth und Robert Neufeld, zwei Studierende des Studiengangs Elektrotechnik, berichten aus ihrem aktuellen Studienprojekt und laden Freiwillige ein, eine sogenannte Dot-Matrix-Anzeige zu programmieren. Mittels der LED-Technologie lassen sich Informationen oder beliebige Zeichen für eine Anzeigetafel programmieren, wir kennen das aus dem Alltag z.B. bei Großbildleinwänden in Stadien. Doch vor dem Programmieren der Anzeige gilt es den Inhalt festzulegen. Wie das geht erklären die Studierenden.

 

 

Alle anderen Schüler bekommen jeweils ein Asuro-Paket, ein am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelten in C programmierbaren Roboter. Diesen gilt es so zu programmieren, dass er einen vorgegebenen Parcours abfährt. Das Basiswissen zur Bewältigung dieser Aufgabe wurde in den vergangenen Unterrichtsstunden vermittelt. Die Teilnehmer sind zum Ende dieses Kurses somit in der Lage, ein entsprechendes Programm zu entwickeln, es in die Programmiersprache zu übersetzen und schließlich auszuführen. 

 
  
  Nach kurzer Einführung von
  Laboringenieur Joachim Hampel zur
  Programmierung des Asuro-Roboters …

… und ein paar Nachbesserungen im Programm, „laufen“ die Roboter wie gewünscht.

 

Wenn Einzelne dem Unterricht zu Beginn auch mit etwas Skepsis begegneten, so blickt die 11. Klasse auf das Gelernte doch mit freudigen Gesichtern zurück. „Es einfach einmal auszuprobieren“ und sich dann am „Erfolgserlebnis zu freuen“, das macht den Unterschied zum sonst üblichen Unterricht aus, so die Meinungen der Schüler. Interesse für Naturwissenschaften und Technik zu wecken und Berührungsängste abzubauen: dieses Ziel hat der Unterricht somit erreicht, davon ist auch der Physiklehrer der 11a, Joachim Götz, überzeugt. Er zieht ein positives Fazit aus der Unterrichtseinheit und freut sich schon auf das nächste Mal. 

 

 

Die Unterrichtseinheit, die in das Profilfach Naturwissenschaft und Technik (NwT) des Hilda-Gymnasiums integriert ist, hat die Hochschule selbst konzipiert. Der Unterricht erfolgte durch Mitarbeiter der Fakultät für Technik. Das Hilda-Gymnasium in Pforzheim ist eine der ersten Schulen, die das Projekt in den Stundenplan der 11. Klasse mit aufnahm. Auch im nächsten Jahr steht der Kurs wieder auf dem Lehrplan, dann aber durch die Verkürzung der Abiturzeit auf 12 Jahre bereits in der Klassenstufe 10.

Text und Fotos: Carolin Schmidt

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