Spotlight ins rechte Licht gerückt 

12.02.2009 

Tolle Atmosphäre und einziges Festival mit Fach- und Publikumsjury – die Charakteristika des spotlight-Werbefilmfestivals standen bei den sechs Studierenden der Hochschule Pforzheim im Fokus ihrer Abschlusspräsentation. Die künftigen Werbefachleute skizzierten dem Geschäftsführer des Festivals, Thomas Falkenstein, am Donnerstag, 12. Februar 2009, unter dem Motto „Großes Kino für den Werbefilm“ eine komplette Marketingstrategie.

„Professionelle Agenturen hätten es nicht besser gemacht“, dieses begeisterte Fazit zog Thomas Falkenstein nach der Präsentation. Der Geschäftsführer, der bereits mehrfach auf die „Ideenwerkstatt“ des Studiengangs Werbung von Professor Elke Theobald zurückgegriffen hat, wird Teile der vorgeschlagenen Maßnahmen im Jahr 2010 umsetzen. Die sechs Studierenden analysierten den „Markt der Werbefestivals“. Spotlight, das einzige „privat“ organisierte Festival in Deutschland, hat den Vorteil einer unverwechselbaren Atmosphäre. Bedingt durch den unmittelbaren Zuschauerkontakt kann die Wirkung der vorgestellten Spots von den Machern direkt abgelesen werden. Der hohe Unterhaltungswert der vorgeführten Spots spricht ein Publikum an, das finanziell unabhängig und medieninteressiert ist.

Für die künftige Ausrichtung des Festivals schlagen die Studierenden eine Komplettierung der Preiskategorien vor. Bisher können bei spotlight Werbefilme in zwei Kategorien von Werbeschaffenden (Agenturen oder Fachleuten) und von Nachwuchskünstlern (Hochschulen und Studierende) eingereicht werden. Die beiden vorhandenen Klassifizierungen „tv & kino“ sowie „web & mobil“ sollen – so die Studierenden – mit neuen Unterkategorien versehen werden. „Witzig und amüsant“ oder „bewegend und emotional“ – diese neu zu schaffenden Unterkategorien, die sich an der „Machart“ des Spots ausrichten, wären in der Festivallandschaft einmalig.

Warum überhaupt ein etabliertes Festival neu ausrichten? Spotlight, das Festival findet am 26. und 27. März 2009 bereits zum 12. Mal statt, hat sich vergangenes Jahr als Zuschauermagnet entpuppt. Doch die Konkurrenz zu Festivals der großen deutschen Werbeverbände ist groß. Während Agenturen durch ihre Berufsverbände vielfach für die Festivals in Berlin, Frankfurt oder Hamburg kontaktiert werden, „lebt“ spotlight von seinem Renommee. Will spotlight sein Image als Kontaktbörse und größtes Werbefilmfestival im süddeutschen Raum behalten, ist die weitere Teilnahme der Topagenturen wichtig. Im vergangenen Jahr reichten rund 50 Agenturen – darunter die führenden Agenturen Deutschlands - Beiträge zum Festival ein. Eine Zahl die weiter „ausbaufähig“ sei, so das Fazit der Studierenden. Ebenfalls ausbauen würden die Studierenden das Marketing im Hochschulsektor. In Deutschland sind 17 Hochschulen im Bereich Film aktiv, 2008 nahmen fünf Hochschulen am Wettbewerb teil.

Allerdings würden auch die künftigen Werbestrategen wenig am eigentlichen Charakter des Festivals ändern. In ihrer Strategie stellen sie den unverwechselbare Mix der Zuschauer- und Fachjury und die „Wohlfühl-Atmosphäre“ in den Vordergrund. Sie sehen das Festival, das zukünftig bereits Ende Januar/ Anfang Februar stattfinden sollte, als erstes Festival des Jahres – als Trendshow. Den Moderator des Festivals, den Comedian Oliver Kalkofe, setzen die Studierende als künftigen Sympathie- und Werbeträger für ihre Marketingstrategie ein. Auf Postkarten, Plakaten und in einem eigenen „spot(t)light – Spot“ kann - nach den Vorstellungen der Studierenden - Kalkofe seine kabarettistische Ader voll entfalten.

In Zuge des rasant wachsenden digitalen Medienmarktes plädieren die sechs Studierenden Daniela Dahs, Viola Schöttle, Daniel Marquardt, Kerstin Hofmann, Jens Christen und Cornelia Horn, für die Einbeziehung einer Online-Plattform. Als Generation des Web 2.0 möchten sie eine spotlight-Community aufbauen und den Wettbewerb um eine Online-Vorentscheidung erweitern.

Die sechs Studierenden gaben Thomas Falkenstein etliche Ideen für das spotlight-Festival 2010 mit auf dem Weg. Als Dankeschön überreichte der Geschäftsführer den Studierenden den spotlight-award.