Statistik mit dem LKW - unkonventionelle Vorschläge
06.03.2009
Werbestrategie für das Statistische Landesamt
„Verrückt aber fundiert“ unter diesem Motto präsentierten drei Studenten der Hochschule Pforzheim am vergangenen Donnerstag, 5. März 2009, im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, eine neue Imagekampagne.
Statistik ist trocken – so lautet ein gängiges Vorurteilt, das oft in den Jahren des Mathematikunterrichtes geboren wurde. Gegen diese Meinung setzten die Achtsemester Michael Koziolek, Ruben Peußer und Raoul Schreck des Studiengangs Werbung ein auffallend unkonventionelles Rezept. Betreut von Professor Dieter Pflaum lautete das Thema, das Statistische Landesamt und dessen Aufgaben bürgernah und publikumswirksam zu präsentieren.
Die Aufgabe lösten die Studenten nach Meinung der „Statistiker“ mit Bravour. Aufmerksam verfolgte Dr. Carmina Brenner, Präsidentin des Landesamtes, die zahlreichen Vorschläge des studentischen Teams: Infoveranstaltungen für Schüler, ein Truck, der als mobile Messe in den 15 größten Städten des Landes für die Dienstleistung der Statistiker wirbt, ein regelmäßiger Presseservice, in dem Interessantes und Skurriles aus den Untiefen der Datenflut präsentiert wird – „Infotainment“ anstelle amtlicher Verlautbarung. Weitere Ideen betrafen den Online-Auftritt, Direkt-Marketing-Aktionen oder Plakatierungen im öffentlichen Raum.
Aufhänger für ihr Infotainment-Konzept fanden die Studenten im „Fundus“ der Meldungen des Statistischen Landesamtes. So wurden beispielsweise im Jahr 2008 2,5 Millionen Hektoliter Weinmost produziert. Auf die Einwohner bezogen, könnte also jeder Baden-Württemberger über 90 Viertele trinken, bevor der Wein ausgeht. Das Landesamt verfüge über zahlreiches Infomaterial, das entsprechend aufbereitet alles andere als trocken wirke, stellten die Studenten fest.

Das Landesamt selbst äußerte den Wunsch, eine öffentlichkeitsnahe Imagekampagne zu initiieren. Regierungsdirektorin Dr. Gabi Meissner, in Pforzheim wohnhaft, hatte die Idee bereits im vergangenen Sommer an Professor Pflaum herangetragen. Von der vorgetragenen Fülle und Qualität der Vorschläge der Studenten waren die „landeseigenen Statistiker“ beeindruckt. „Sicher können wir nicht jede Idee schnell und zeitnah umsetzen“, bedauerte Brenner. Doch bereits beim nächsten Stuttgarter Herbstfest soll der „Geist“ dieser unkonventionellen Kampagne auf dem Stand des Statistischen Landesamtes wehen.