Trend und Tragbarkeit: ausgezeichnete Mode 

11.05.2010 

Die diesjährige Preisträgerin der Wilhelm-Lorch Stiftung, Pauline Bouzek, ist überzeugt, dass der Stellenwert der Mode in Deutschland weiter wachsen wird. Die 25jährige Absolventin des Pforzheimer Studiengangs Mode erhielt Anfang Mai 2010 den Förderpreis der Stiftung für ihre Abschlussarbeit. Die in Frankfurt ansässige Stiftung wird von Persönlichkeiten der Textil- und Modebranche getragen.

 

„Ich war sehr überrascht und freue mich, dass der künstlerische Ansatz meiner Arbeit bei der Jury so großen Anklang gefunden hat“, erklärte die gebürtige Pragerin. Pauline Bouzek wurde für ihre Abschlussarbeit im Pforzheimer Studiengang Mode mit dem diesjährigen Förderpreis der Stiftung ausgezeichnet. Sie setzte sich in ihrer Abschlusskollektion mit dem Ich, der eigenen Identität, Fremd- und Selbstbild auseinander. Die Kollektion überzeugte nicht nur ihren betreuenden Professor Johann Stockhammer. „Modernität kann auch tragbar sein. Pauline Bouzek hat dies auf einfühlsame Weise gezeigt.“ Bouzek setzt auf zeitgemäße Kleidung, ohne sich kurzlebigen Trends zu unterwerfen. Diese Kombination beeindruckte die Jury der Stiftung.

 

Mit den Entwürfen ihrer Abschlussarbeit „A place where my thoughts are frozen“ griff die Pforzheimer Absolventin die klassischen Formen auf, variiert diese und schafft so die ausgezeichnete tragbare Mode. Ihre Arbeit wurde unter anderem durch die Gemälde Francis Bacons inspiriert. Der Studiengang Mode kann in Pforzheim auf eine Tradition von mehr als 60 Jahren zurückblicken. Die Lehre ist auf die unterschiedlichsten kreativen und beruflichen Anforderungen abgestimmt. Dabei werden alle Bereiche der Damen- und Herrenmode, Sport- und Kinderkleidung, Bühnenkostüme, Accessoires und Styling angesprochen - vom Unikat über Designer- und Markenmode bis hin zur Konfektion.

 

Der mit 4.000 Euro dotierte Förderpreis der Wilhelm Lorch Stiftung wird jährlich vergeben. Intention der seit 1988 bestehenden Stiftung ist die Förderung des qualifizierten Branchennachwuchses. Für die ehemalige Pforzheimerin ist der Preis „eine große Bereicherung“ und die Chance, „meinem Ziel, gutes Design mit Verkäuflichkeit zu verbinden, ein Stück näher zu kommen“, freute sich die junge Designerin. Pauline Bouzek möchte in verschiedenen Praktika ihren Erfahrungsschatz erweitern, bevor sie ein eigenes Unternehmen gründen will.