Minister und OB Schirmherren: Suche nach Stammzellenspender
12.03.2010
Tiefe Betroffenheit habe die Leukämieerkrankung von Claudia, Studentin an der Hochschule, ausgelöst, erklärte Professor Dr. Michael Felleisen. Der Prorektor der Hochschule Pforzheim stellte am Freitag, 12. März 2010, die Typisierungsaktion an der Hochschule Pforzheim vor. Mit dieser Aktion soll ein Stammzellenspender für Claudia gefunden werden. Am Montag, 22. März 2010, sind von 13 bis 17 Uhr nicht nur die Studierenden der Hochschule Pforzheim aufgerufen zu helfen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger. Die Schirmherrschaft haben Minister Professor Dr. Peter Frankenberg und Oberbürgermeister Gert Hager übernommen.
Die 26jährige Studentin unterzieht sich zurzeit in Tübingen ihrer zweiten Chemotherapie. Den Krebs besiegen kann sie aber nur, wenn rechtzeitig ein passender Spender für Stammzellen gefunden werden kann. Mit Hilfe der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) hofft die Hochschule, einen solchen „genetischen Zwilling“ ausfindig zu machen. Unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Wissenschaftsministers und des Pforzheimer Oberbürgermeisters ruft die Hochschule nicht nur ihre Studierenden auf, sich am 22. März 2010 registrieren zu lassen, sondern alle Interessierten.
In den Hörsälen W3.2.02 und W3.2.04 werden ab 13 Uhr Helfer vom Roten Kreuz die Registrierung übernehmen. Gesucht werden Spender deren Gewebemerkmale mit denen von Claudia nahezu identisch sind. Die Abnahme der geringen Menge Blut ist die Grundlage, um mit Hilfe von Laboruntersuchungen erste Einordnungen vornehmen zu können. Die Daten der potenziellen Spender werden bei der DKMS hinterlegt. Sie bilden die Hoffnungsquelle bei jeder Leukämieerkrankung.
Wenn Familienmitglieder als potenzielle Spender nicht in Frage kommen, ist die Suche nach einem „genetischen Zwilling“ aufwendig und langwierig. Große genetische Übereinstimmungen außerhalb der Familie sind sehr selten. Die Chancen für Leukämieerkrankte steigen, je mehr Menschen sich registrieren lassen. „Wir appellieren daher an alle, sich typisieren zu lassen. Helfen Sie Claudia und allen Leukämiekranken!“, forderte daher Michael Felleisen.
Unterstützt wird die Hilfe für Claudia auch von der Johanna-Wittum-Schule in Pforzheim. In dem naturwissenschaftlichen Gymnasium gehören Themen wie Organspenden, Immunreaktionen und Typisierungen zum Unterrichtsstoff. Die dortige Schülervertretung regte daher an, nicht nur theoretische Grundlagen zu vermitteln, sondern auch zur praktischen Hilfe aufzurufen. Die Schulleitung nahm die Anregung gerne auf und alle Schüler haben am Freitag, 19. März 2010, die Möglichkeit sich in der Schule typisieren zu lassen. Claudia symbolisiert dabei wie dringend diese Hilfe ist. „Wir freuen uns über dieses Engagement“, kommentierte der Prorektor der Hochschule.
Registrierungen und Laboruntersuchungen sind mit Kosten verbunden. Die Hochschule und die DKMS bitten daher um Spenden. Unter dem Stichwort „Claudia“ hat die Meyer Stiftung, die die Hochschule in vielen sozialen Belangen unterstützt, ein Konto bei der BW Bank Pforzheim, BLZ 600 501 01, Kontonummer 265 13 47, eingerichtet. Die DKMS sammelt spenden auf dem Konto der Volksbank Rottweil (BLZ 64 290 120, Kontonummer 153 134 003) unter dem Stichwort „UNI 070“.