Thomas Gulden- und Alfred Kärcher Preis
unterschiedliche Themen – hervorragende Leistungen

„Hervorragende Leistungen stehen heute im Mittelpunkt“, begrüßte Professor Michael Felleisen die Gäste aus Politik und Wirtschaft an der Hochschule Pforzheim. Exzellente Studienleistungen, hervorragende akademische Leistungen und ungewöhnliche Ideen standen bei der Verleihung des Thomas Gulden-Preises und der Alfred Kärcher-Preise am Donnerstag, 6. Oktober 2011, im Mittelpunkt der feierlichen Veranstaltung.
Traditionell werden mit dem Thomas Gulden Preis von der Claus und Brigitte Meyer Stiftung Studierende der Fachrichtung Steuer- und Finanzwesen der Hochschule Pforzheim geehrt. Christian Friedel wechselte nach einem Bachelorstudium in Calw im Jahr 2008 an die Hochschule Pforzheim. In seinem Masterstudium überzeugte er im Studiengang „Controlling, Finance and Accounting“. Dass sich das Thema Bilanzierung durchaus für internationale Berufserfahrung eignet, bewies Friedel, der nach seinem ersten Examen Erfahrungen in einer australischen Steuerprüfungsgesellschaft sammelte. Seine mit 1,0 bewertete Masterthesis wurde von Claus Meyer, Geschäftsführer der Meyer-Stiftung, mit dem Thomas Gulden Preis ausgezeichnet.
Eine eher ungewöhnliche Kombination liegt der Arbeit von Veronica Ranner zu Grunde. Die Diplom Designerin studierte an der Pforzheimer Fakultät für Gestaltung Industrial Design. Bereits in ihrer Abschlussarbeit überzeugte die engagierte Designerin mit erstaunlichen medizinischen Kenntnissen. Unter dem Stichwort „lebensrettende Kühlung“ arbeite sie an lebenserhaltenden Geräten. Im Jahr 2008 wurde sie für ihr Konzept mit den Förderpreisen der Heinrich Blanc-Stiftung und des Enzkreises ausgezeichnet. Als Stipendiatin der Meyer Stiftung konnte sie ihre akademische Karriere im Jahr 2009 am Royal College of Art in London fortsetzen, das sie 2011 mit dem Master abschloss. In einem kurzen Vortrag skizzierte Veronica Ranner ihre Interpretation der Verbindung Design und synthetische Biologie und schlug damit die Zuhörer am Donnerstagabend in den Bann. Für dieses Engagement erhielt Ranner, Master of Arts Design Interaction, den ersten Alfred-Kärcher Förderpreis aus den Händen von Carmen Nagel, Gruppenleiterin Alfred Kärcher.
Nagel konnte am Donnerstagabend noch einen erfolgreichen Stipendiaten der Meyer Stiftung ehren. Dr. Paul Pronobis ist heute Juniorprofessor für Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität von Berlin. Seine „Bilderbuchkarriere“ begann auf dem Fritz-Erler Gymnasium in Pforzheim. Es folgte ein Studium an der Hochschule Pforzheim mit Austauschsemestern in Polen und den USA. Nach einem äußerst erfolgreichen Abschluss wechselte der Diplombetriebswirt zur Promotion an die Handelshochschule nach Leipzig. „Nebenher“ arbeitete Pronobis noch in einer großen Wirtschaftsprüferkanzlei und leitete die Grundsatzabteilung für Rechnungswesen für einen Automobilzulieferer. In einem Kurzvortrag analysierte Paul Pronobis am Donnerstag die Sozialbilanz der Meyer-Stiftung und überzeugte so auch bilanztheoretische Laien von seinem Wissen.
Dem Thema Motivation widmete sich Christine Kienhöfer in ihrem Festvortrag. Unter dem Titel „Wenn Du ein Schiff bauen willst ….“ Oder: der Weg zu einer verschworenen Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel, skizzierte die Hochschulrätin den Wert gemeinsamer Ziele und klarer Strategien.
Im Jahr 2005 lobte die Claus und Brigitte Meyer Stiftung erstmalig den Thomas-Gulden Preis aus. Ausgezeichnet werden exzellente Arbeiten zu Fragestellungen des Controlling, Finanz- und Rechnungswesens. Namensgeber des Förderpreises war ein ehemaliger Student von Professor Dr. Meyer. Thomas Gulden litt unter einer tödlich verlaufenden Muskelerkrankung. Nach seinem Abitur begann Thomas Gulden 1997 mit seinem Studium an der Hochschule Pforzheim im Studiengang Controlling, Finanz- und Rechnungswesen. Trotz seines sich stetig verschlechternden Gesundheitszustandes brillierte er mit überragenden Studienleistungen. Kurz vor seinem Tod beendete Thomas Gulden sein Studium im Januar 2003.
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