Keine Probleme mit Steuerwesen und Ordnungsystemen
09.10.2009
„Preise sind ein Aushängeschild der Hochschule“, stellte Professor Dr. Martin Erhardt, Rektor der Hochschule Pforzheim, bei der feierlichen Verleihung des Thomas Gulden- und des Heinrich Blanc – Preises fest. Die Kniffe des Steuersystems, international vergleichbare Konzernabschlüsse oder der Entwurf eines kreativen Ordnersystems – die diesjährigen Preisträger haben mit ihren Abschlussarbeiten Maßstäbe gesetzt. Vor zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft nahmen Friederike Maier, Barbara Stütz und Georg Lamers am Donnerstagabend, 8. Oktober 2009, ihre Auszeichnungen entgegen.

„So gut war ich nie“, lobte Professor Dr. Claus Meyer, Geschäftsführer der Claus und Brigitte Meyer Stiftung, die Leistungen der Preisträger bei der Übergabe des Thomas Gulden Preises. Nach welchen Kriterien entwickelt sich das Steuerrecht in den europäischen Staaten? Dieser aktuellen Frage ging Barbara Stütz in ihrer Abschlussarbeit nach. Die Absolventin des Studiengangs Steuer- und Revisionswesen schloss ihr Studium im Sommersemester 2009 mit sehr gut ab und ist heute Mitarbeiterin der Hochschule Pforzheim. Als „nicht immer ganz einfach aber spannend“, charakterisierte Friederike Maier ihr Thema der Master-Thesis „Rückstellungen und ihre Bilanzierung“. Wie können Entsorgungs- und Wiederherstellungspflichten bilanztechnisch optimal und international vergleichbar erfasst werden? Die heutige wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bayreuth absolvierte ihren Master im Studiengang International Finance and Accounting im Wintersemester 2008/09 an der Hochschule Pforzheim. Stütz und Maier erhielten für ihre herausragenden Abschlussarbeiten den Thomas Gulden Preis.
Der Thomas Gulden Preis wird jedes Semester durch die Claus und Brigitte Meyer Stiftung an Absolventen aus dem Bereich Betriebswirtschaft – Steuer und Revision der Hochschule Pforzheim verliehen. Der Preis erinnert an Thomas Gulden, Student der Hochschule Pforzheim im Studiengang Controlling, Finanz- und Rechnungswesen. Gulden legte unter großen Schwierigkeiten und gezeichnet durch eine schwere Krankheit im Januar 2003 ein hervorragendes Diplom ab, bevor er im April 2003 starb.
Um Ordnung ging es in der Abschlussarbeit von Georg Lamers. Der gebürtige Oberschwabe schloss sein Studium der Produktion und Logistik an der Hochschule Heilbronn mit der Entwicklung eines neuen kreativen Ordnersystems ab. Überzeugt hat der heutige Masterstudent die Juroren des Heinrich Blanc Preises mit seinem Gesamtkonzept. Das Credo der Stiftung „Pioniere zu fördern“ spiegele sich im Vorgehen Lamers hervorragend wider, schildert Frank Straub, Vorsitzender der Heinrich Blanc Stiftung.
„Motivierte ‚wollende’Mitarbeiter können mehr erreichen“, diesen Leitsatz stellte Professor Dipl.-Ing. Heribert Schmitz in seinen Festvortrag in den Mittelpunkt. Die Preisträger seien das beste Beispiel für diese These, argumentierte der ehemalige Vorsitzende der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates der Hewlett-Packard GmbH Deutschland. Schmitz, der sich für mehr Ethik in den Unternehmen einsetzt, stellte klar, dass die deutsche Wirtschaft den globalen Wettbewerb nicht über eine Reduktion der Arbeitskosten gewinnen könne. Den Unternehmen gingen über unmotivierte Arbeitnehmer Millionen verloren. Manager müssten Kreativität und Innovationsfähigkeit fördern und zulassen.
Thomas Gulden Preis