Studium Generale an der Hochschule Pforzheim
Wie wichtig ist ein gelangweiltes Gefühl?

„Was Langeweile spannend macht?“ beantwortet Dr. Thomas Götz am kommenden Mittwoch, 23.November 2011, im Rahmen des Studium Generale der Hochschule Pforzheim. Der Vortrag des Konstanzer Professors beginnt um 19.00 Uhr im Walter-Witzenmann-Hörsaal, Tiefenbronner Straße 65. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Langeweile – ein bekanntes Gefühl, das oft verpönt, ignoriert oder verteufelt wird. Die Emotion ist gesellschaftlich geächtet und gilt trotzdem als Plage der modernen Gesellschaft. Es ist empirisch belegt, dass sich Schüler durchschnittlich 32 bis 48 Prozent der Unterrichtszeit langweilen. Dies war für Professor Götz der Anlass, sich intensiver mit der Langeweile zu befassen und dabei vor allem die psychologische Sichtweise einzubringen. In einer Reihe von empirischen Untersuchungen ist er mit seinem Forschungsteam der Frage nachgegangen, wie Langeweile entsteht, welche Wirkungen sie hat und welche Unterschiede es im Langeweile-Erleben von Männern und Frauen gibt.
Seit dem Jahr 2007 ist Thomas Götz Professor für Erziehungswissenschaften und Empirische Bildungsforschung an der Universität Konstanz und der Pädagogischen Hochschule Thurgau. Durch seine sogenannte „Brückenprofessur“ lehrt und forscht Götz in der Schweiz und in der Bundesrepublik. Nach einem Studium der Kirchenmusik an den Musikhochschulen in Regensburg und München wechselte Götz an die Universität Regensburg zum Studium der Psychologie. In diesem Fach hat er an der Ludwig-Maximilians-Universität in München promoviert und habilitiert. Seine wissenschaftliche Arbeit schlägt sich in rund 60 Publikationen nieder. Forschungsschwerpunkte sind Emotionen im Lern- und Leistungskontext. In diesem Zusammenhang spielt die Langeweile eine wichtige Rolle.
Kontakt:
Sabine Laartz, Leiterin der Pressestelle der Hochschule Pforzheim,
Tel.: (0 72 31) 28 – 60 05, pressestelle@hs-pforzheim.de