Ingenieursleben hautnah - Schüler-Ingenieur-Akademie
17.02.2009
Erwartungsvolle Gesichter: 18 Schülerinnen und Schüler von vier Gymnasien verfolgten am vergangenen Freitag, 13. Februar 2009, sichtlich gespannt in der Hochschule Pforzheim die Auftaktveranstaltung der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA). Vertreter der sieben kooperierenden regionalen Firmen, der Agentur für Arbeit, der Hochschule und der Beruflichen-Bildungs-gGmbH (BBQ) begrüßten die Oberstufenschüler, die in drei Semestern die Lebens- und Arbeitsweise der Ingenieure intensiv kennen lernen werden.
„Mit einem Ingenieursstudium steht ihnen die Welt offen!“ Professor Karlheinz Blankenbach, Studiengang Elektro- und Informationstechnik Hochschule Pforzheim, skizzierte die vielfältigen Berufsfelder den sechs Schülerinnen und den zwölf Schülern des Theodor-Heuss-Gymnasiums, des Hebel-Gymnasiums (beide Pforzheim), des Lise-Meitner-Gymnasiums in Königsbach-Stein und des Gymnasiums Remchingen. „Ein Ingenieursstudium muss nicht zwangsläufig im Labor enden“, so Blankenbach. Personalführung, Weiterbildungen oder Messeorganisation – das technische Berufsbild sei überaus vielfältig.
Die Oberstufenschüler der SIA werden bis Juli 2010 freitags Nachmittag ein abwechslungsreiches Programm wahrnehmen. Betriebsbesichtigungen stehen neben Seminaren in der Präsentationstechnik, Programmierkurse wechseln sich mit dem Bau eines elektronischen Mikroprozessors ab, Einblicke in die Kunststoffverarbeitung und der Bau einer LED-Uhr ergänzen das Programm. Zentrales Projekt der SIA ist ein mehrwöchiger Praxisteil mit dem Firmenprojekt „Schiffsbau“. Der Lehrplan wird von den sieben beteiligten Unternehmen – Witzenmann GmbH (Pforzheim), Johnson Controls (Remchingen), Rutronik (Ispringen), Härter (Köngisbach-Stein), Händle (Mühlacker), E.G.O. (Oberderdingen), AFUSOFT Kommunikationstechnik GmbH (Remchingen) - der Hochschule und dem Bildungsträger BBQ gestaltet.

Förderung des beruflichen Nachwuchses und das Interesse für technische Berufe wecken – die Zielsetzung der SIA und der Kooperationspartner sind klar definiert. Die Form des Lernens – praxisorientiert in Kooperation mit Unternehmen und der Hochschule – ist seit acht Jahren erfolgreich. Getragen durch den Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg und der Agentur für Arbeit nahmen im Jahr 2007 über 500 Oberstufenschüler landesweit das Angebot der SIA an. Bewerben für die Akademie können sich engagierte Schüler der Oberstufe mit einem guten Notendurchschnitt. „Das Angebot ist attraktiv und begeistert für das technische Studium“, so die Projektleiterin Sandra Liebschner, BBQ, in ihrer Einführung. Liebschner fragte im Vorfeld die Erwartungen an die SIA bei den Schülern ab: Einblicke in die Praxis, einen besseren Überblick gewinnen oder wissen, was Ingenieure wirklich machen. Die angebotene Form des Lernens und ihre Neugier veranlasst die 16 bis 18jährigen in ihrer Freizeit das Ingenieursleben hautnah kennenzulernen.
Lehrplan SIA