Wie stabil ist der Euro und wie wird er sich entwickeln?
14.10.2010
Mit einem Streitgespräch beginnt die Neuauflage des Studium Generale an am kommenden Mittwoch, 20. Oktober 2010, an der Hochschule Pforzheim. Welche Entwicklung wird der Euro nehmen? Zu dieser Frage werden ab 19 Uhr im Walter-Witzenmann Hörsaal, Tiefenbronner Straße 65, unterschiedliche Meinungen aufeinander prallen. Moderiert von Professor Dr. Helmut Wienert werden auf dem Podium der örtliche Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum, der erklärte Gegner des Rettungspakets für Griechenland, Professor Dr. Dr. h.c. Joachim Starbatty, und der Jean Monnet Professor der Hochschule, Professor Dr. Dirk Wentzel, diskutieren. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Seit die Europäische Union (EU) und der Interntionale Währungsfonds in einer Notoperation die unmittelbare Zahlungsunfähigkeit von Mitgliedern der Euro-Zone abgewendet haben, wird über die Zukunft des Euros und damit auch der EU neu diskutiert. Der Vorsitzende des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union des Deutschen Bundestags, Gunther Krichbaum, hat die deutsche Beteiligung am Euro-Stabilisierungspaket unterstützt und sich für die Verteidigung der europäischen Währung stark gemacht. Gleichzeitig fordert er eine Überarbeitung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes. Prof. Dr. Joachim Starbatty ist einer der vier Professoren, die unmittelbar nach der Abstimmung im Deutschen Bundestag über das Gesetz zur Milliardenhilfe für Griechenland eine Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht haben. Begründet hat er seine Verfassungsklage damit, dass dieses Gesetz und die darin beschlossenen Hilfen zu einer Inflationspolitik führten, die sowohl das Sozialstaatsprinzip als auch die Eigentumsgarantie des Grundgesetzes verletze. Außerdem stellten die Hilfen einen Verstoß gegen EU-Recht dar. Der Jean Monnet Professor der Hochschule, Prof. Dr. Dirk Wentzel, sieht aus ökonomischer Sicht durchaus kritische Punkte bei dem beschlossenen Stabilisierungspaket, ist aber der Überzeugung, dass auch übergeordnete politische Argumente in die Bewertung einfließen müssten.