Sterben die Egoisten aus? Glücklich durch Selbstlosigkeit?
11.10.2010
„Der Sinn des Gebens – Warum Selbstlosigkeit siegt und der Egoismus uns nicht weiter bringt“. Mit diesem Thema setzt das Studium Generale der Hochschule Pforzheim gemeinsam mit der Buchhandlung Uwe Mumm seine Vortragsreihe fort. Am kommenden Mittwoch, 17.November 2010, stellt der bekannte Wissenschaftsjournalisten und ehemalige Spiegelredakteur Stefan Klein sein neues Buch ab 19.00 Uhr im Walter-Witzenmann-Hörsaal, Tiefenbronner Strasse 65, Hochschule Pforzheim, vor. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Die erstaunliche Quintessenz dieses neuen Buches ist, dass den Altruisten die Zukunft gehört. Denn die neueste Forschung lässt die Ehrlichen keineswegs als die Dummen dastehen. Entgegen unserem Alltagsglauben schneiden Egoisten nur kurzfristig besser ab. Auf längere Sicht haben diejenigen Menschen Erfolg, die sich um das Wohl anderer bemühen. Ein Sinn für Gut und Böse ist uns angeboren. In „Der Sinn des Gebens. Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt und der Egoismus uns nicht weiter bringt“ zieht Stefan Klein einen faszinierenden Querschnitt durch die aktuellen Ergebnisse der Hirnforschung, der Genetik, der Wirtschaftswissenschaften und der Sozialpsychologie. Er zeigt, welche Gesetze über Erfolg und Misserfolg in unserem Leben bestimmen. Und er stellt dar, warum menschliches Miteinander und das Wohlergehen anderer zu unseren tiefsten Bedürfnissen gehören. Für andere zu sorgen, schützt uns nicht nur vor Einsamkeit und Depression. Vielmehr macht uns Selbstlosigkeit glücklicher und erfolgreicher – und beschert uns nachweislich sogar ein längeres Leben.
Dr. Stefan Klein ist einer der erfolgreichsten Wissenschaftsautoren deutscher Sprache. Er studierte Physik und Philosophie in München, Grenoble und Freiburg. Nach seiner Promotion über Biophysik wechselte er von der Forschung zum Schreiben, weil er „die Menschen begeistern wollte für eine Wirklichkeit, die aufregender ist als jeder Krimi.“ Als Mitglied der Spiegel-Redaktion erhielt er 1998 den Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus. Mittlerweile lebt er als freier Autor in Berlin, sein Werk „Die Glücksformel“ (2002) stand über ein Jahr auf allen deutschen Bestsellerlisten und machte ihn auch international bekannt. Weitere Erfolge hatte er mit seinen Veröffentlichungen über: „Zufall“, „Zeit“ und „Da Vincis Vermächtnis oder Wie Leonardo die Welt neu erfand“.