Kampf gegen Korruption und Doping - Sylvia Schenk
08.05.2009
Sylvia Schenk ist es gewohnt zu kämpfen – im Sport und in im Beruf. Am kommenden Mittwoch, 13. Mai 2009, beschließt Schenk die Vortragsreihe des Studium Generale im Sommersemester 2009. Die Vorsitzende von Transparency International Deutschland e.V., spricht zum Thema: „Was geht es mich an? Transparenz und Zivilcourage gegen Korruption“ Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr im Walter Witzenmann Hörsaal der Hochschule Pforzheim, Tiefenbronner Straße 65. Alle Interessierten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.
Der Lebenslauf der Frankfurterin Sylvia Schenk zeichnet sich durch sportliche Erfolge sowie ein vielfältiges berufliches und ehrenamtliches Engagement aus. Schenk stellte mit der 4x800-Meter-Nationalstaffel einen Weltrekord auf, war 1972 Deutsche Meisterin im 800-Meter-Lauf und nahm an den Olympischen Spielen in München teil. Schenks juristische Karriere begann als Richterin im Arbeitsgericht. Die heutige Partnerin einer Frankfurter Anwaltskanzlei arbeitet seit Jahrzehnten ehrenamtlich in zahlreichen Funktionen. Von 1989 bis 2001 war sie Dezernentin für Recht, Sport, Frauen und Wohnungswesen in Frankfurt/Main. 2007 wurde Schenk zur Vorsitzenden von Transparency International Deutschland gewählt. Das Ziel dieser Organisation ist die nachhaltige Bekämpfung und Eindämmung der Korruption und zwar auf den Grundprinzipien der Integrität, Verantwortlichkeit, Transparenz und Partizipation der Zivilgesellschaft.

Sylvia Schenk ist der Überzeugung, dass nachhaltiges Wirtschaften ohne ethische Prinzipien nicht möglich ist; Geschäfte zu jedem Preis untergrüben nicht nur den Wettbewerb, sondern destabilisierten auch die Märkte. Korruption ist aus der Sicht von Sylvia Schenk ein schleichendes Gift, das weltweit große Schäden anrichtet, aber meist nicht als Ursache von Problemen erkannt oder benannt wird. Ob Waffenlieferungen, Terrorismus, Rauschgifthandel, illegale Giftmüllablagerungen in Afrika – Korruption ebnet der internationalen Kriminalität den Weg und hält ganze Völker in Armut. Wenn deutsche Unternehmen korruptive Strukturen in anderen Ländern stabilisieren oder sogar selbst mit aufbauen, hat das negative Auswirkungen vor Ort und hierzulande. Korruptionsbekämpfung ist daher mindestens so wichtig wie Geld spenden – und sie fängt vor der Haustür an. Schenk sieht eine zentrale Aufgabe von Transparency International in der Sensibilisierung aller beteiligten Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft hier in Deutschland und in der Durchsetzung von mehr Transparenz. Insbesondere die jüngsten Ereignisse der Finanz- und Wirtschaftskrise zeigen, wie wichtig eine nachhaltige Antikorruptionspolitik auch für Deutschland geworden ist.