10 Prozent sind immer drin! - Ressourceneffizienz 

“Kosten reduzieren und dabei die Umwelt schonen”, so fasst Professor Dr. Mario Schmidt von der Hochschule Pforzheim die Absicht des neuen Informationsportals des baden-württembergischen Umweltministeriums zusammen. Im Auftrag des Ministeriums haben die Forscher der Hochschule für den Mittelstand die Praxiserfahrungen in Baden-Württemberg aus über 13 Jahren zusammengetragen: Wie können produzierende Unternehmen durch den bewussten Umgang mit Energie und Materialien Geld einsparen? Welche Analysemethoden haben sich dafür bewährt?

Die Antworten finden sich auf einer neuen Webseite, die seit Januar 2011 vom baden-württembergischen Umweltministerium freigeschaltet wurde (www.umwelttechnik.baden-wuerttemberg.de/umweltportal). Die umfangreiche Materialsammlung liefert neben dem Basiswissen Hintergründe, Analysemethoden und praktische Beispiele. Ein Softwaretool ermöglicht die individuelle Darstellung der Energie-, Material- und Kostenströme sowie den Vergleich mit den brachenüblichen Daten.

Die Informationen stehen zusätzlich auf einer frei erhältlichen DVD, die auch spezielle Software für die Analysen enthält, zur Verfügung. Dazu kommen vier Kurzfilme mit Beispielen aus der Praxis, die in Kooperation mit baden-württembergischen Unternehmen produziert wurden.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: Zehn Prozent der Kosten durch Energie- und Materialeinsatz lassen sich in den meisten Firmen durch innovative und intelligente Konzepte einsparen. Ressourceneffizienz gewinnt daher verstärkt an Bedeutung. Das Lehr- und Forschungsgebiet wird auch an der Hochschule Pforzheim weiter ausgebaut. Nach der Gründung des Instituts für Industrial Ecology im Jahr 2010 befindet sich auch der neue Studiengang Ressourceneffizienzmanagement im Aufbau. Geleitet wird der zukunftsweisende Studiengang von Professor Mario Schmidt, dem Leiter des Instituts für Angewandte Forschung der Hochschule Pforzheim.