Planspiel: Spielzeuglaster verhelfen zu neuen Erkenntnissen
10.12.2008
Wenn erwachsene Menschen hochkonzentriert Miniatur- Lastkraftwagen (LKW) spielen, kann dies durchaus einem höheren Zweck dienen. „Planspiele“ nennt man diesen praxisorientierten Ansatz, Mitarbeiter und Führungskräfte in Unternehmen weiterzuqualifizieren. In spielerischer Atmosphäre haben die dreizehn Studierenden des Studienganges Einkauf und Logistik der Hochschule Pforzheim, Anfang Dezember die Potenziale dieser Methode kennengelernt.
Fünf Rollkoffer beinhalten das Planspiel, mit dessen Hilfe Logistik- und Produktionsabläufe simuliert und Verbesserungspotenziale aufgezeigt werden können. Jörg Poersch entwickelte gemeinsam mit der IMIG AG, im Rahmen seiner Diplomarbeit an der Hochschule Pforzheim Ende des vergangenen Jahres diesen Spielansatz. Das Spiel wird seitdem erfolgreich bei der Leonberger Unternehmensberatung eingesetzt. Das Planspiel HAMITO – „Hand, Mind, Tool“ – kommt vollständig ohne EDV aus. Statt mit Laptops und hoch komplexen Datenanalysen, „spielten“ die Studierenden Anfang Dezember im Labor in der realistischen Nachbildung einer Produktionsstraße und den zugehörigen Montagearbeitsplätzen.
Die Studierenden von Professor Reinhard Schottmüller, der bereits die Diplomarbeit von Poersch betreute, waren von den Ergebnissen, die das eintägige Seminar lieferte, begeistert. Vor allem die Praxisnähe sowie die konkrete Anwendung und Erprobung von Methoden, hoben die Teilnehmer positiv hervor. Der renommierte Studiengang Einkauf und Logistik an der Hochschule Pforzheim hat sowohl bei den Arbeitgebern als auch bei den künftigen Führungskräften – den Studierenden – einen ausgesprochen guten Ruf. „Das Studium in Pforzheim war das Beste, was mir passieren konnte“, betonte Poersch, der Anfang 2008 als Absolvent der Hochschule Pforzheim erfolgreich ins Arbeitsleben wechselte.