Fahrende Mikrokontroller und leuchtende Anzeigen 

04.08.2010 

Fährt er oder fährt er nicht? Diese Gretchenfrage stellten sich Schülerinnen und Schüler Ende Juli 2010. Mit dem Beginn der Sommerferien endete das Pilotprojekt der Hochschule Pforzheim am Hilda-Gymnasium. Das Programmieren von Mikrocontrollern stand seit April auf dem Lehrplan und ergänzte das Profilfach Naturwissenschaft und Technik (NwT). Die Programmierung der eigenen Anwendungen, deren Funktionsfähigkeit und das positive Feedback der Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse bildeten den Abschluss des auf 16 Unterrichtseinheiten konzipierten Projektes.

Was können die theoretischen Programmierkenntnisse, die die Schüler seit April 2010 erworben haben, bewirken? Ein Päckchen, mit einem am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelten Mikrocontroller (Asuro-Paket), beantwortete diese Frage für alle Beteiligten. Der kleine Roboter wurde so programmiert, dass er einen vorher festgelegten Parcours ohne Probleme selbstständig bewältigen konnte.

Gingen die Schüler zu Beginn mit recht gemischten Gefühlen an die Lösung ihrer Aufgabe, so waren sie bald begeistert bei der Sache. „Es einfach mal auszuprobieren und dann die Ergebnisse zu sehen, ist toll!“ „Ein bisschen korrigieren und schon surrt der Roboter.“ Die Begeisterung für das eigene Könne war bei den Schülern deutlich spürbar. Die praktische Erfahrung, zu sehen, wohin das Gelernte führt, mache den Unterschied zum herkömmlichen Unterricht aus, kommentierten die Beteiligten.

Neben dem fahrendem Roboter hatten die Schüler auch Gelegenheit, Programmierungen für Großbildwände oder Anzeigetafeln in Stadien zu schreiben und auszuprobieren. Mit Hilfe zweier Studierender der Elektrotechnik lernten Sie eine sogenannte Dot-Matrix-Anzeige kennen und konnten ihre eigenen Begrüßungstexte formulieren.

Interesse für Naturwissenschaften und Technik zu wecken und Berührungsängste abzubauen, dieses Ziel hat der Unterricht erreicht, davon ist auch der Physiklehrer der 11a, Joachim Götz, überzeugt. Er zog ebenfalls ein positives Fazit aus der Unterrichtseinheit und freut sich bereits auf eine Fortsetzung.