Preisverleihung an der Hochschule Pforzheim
08.10.2010

„Die Preisträger sind die Visitenkarte der Hochschule“, stellte Professor Dr. Martin Erhardt fest. Der Rektor der Hochschule Pforzheim begrüßte am Donnerstagabend, 7. Oktober 2010, Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur Verleihung des Thomas Gulden- und Heinrich Blanc Preises. Neben herausragenden Abschlussarbeiten zeichneten sich die vier Preisträger auch durch soziales Engagement aus.
Traditionell werden mit dem Thomas Gulden Preis von der Claus und Brigitta Meyer Stiftung Studierende der Fachrichtung Steuer- und Finanzwesen der Hochschule Pforzheim geehrt. Die diesjährigen drei Preisträgerinnen dokumentierten in ihren Vorträgen die Bandbreite des Faches. Viktoria Zerr wechselte nach ihrem Diplomstudium in Pforzheim zum Masterstudium ins englische Birmingham und promoviert zurzeit in Edinburgh. „Die 24jährige legt ein beeindruckendes Tempo bei herausragenden Leistungen vor und bearbeitete in ihrer überragenden Diplomarbeit ein bisher stiefmütterlich behandeltes Thema der Finanzwirtschaft“, erläuterte Professor Dr. Claus Meyer. Kommunales Immobilienmanagement könnte zu einem deutlichen Wettbewerbsvorteil führen, würde bisher aber eher als „Klotz am Bein“ interpretiert, stellte die gebürtige Pforzheimerin fest.
Welche Unterschiede gibt es nach der aktuellen Rechtslage bei Gebäudeabschreibungen im internationalen und nationalen Steuerrecht? Kirsten Kortz skizzierte in ihrer Bachelorthesis die differierenden Merkmale beider Gesetze und dokumentierte diese durch Beispielrechnungen. Die Bruchsalerin engagierte sich während ihres Studiums als Tutorin für Statistik und strebt eine Controllingfunktion im Klinikbereich an. Eine „Übernahmeschlacht“ konnte Barbara Tobias während ihres Praktikums hautnah beobachten. Die dritte Thomas-Gulden Preisträgerin dieses Jahr warf in ihrer Masterthesis einen analytischen Controllerblick auf den Kauf der VW Aktien durch die Porsche AG.
„Tüftler und Pioniere“ mit „lokalem Bezug“ werden mit dem Heinrich Blanc Preis ausgezeichnet, erklärte Frank Straub, Vorsitzender der Stiftung. Tobias Büssing, Absolvent des Studiengangs Mechatronik und Mikrosystemtechnik der Hochschule Heilbronn, erfüllte diese Voraussetzungen in verblüffender Weise. Der heutige Masterstudent wandelte Bewegungsenergie in elektrische um. Der Vorteil bei der Umsetzung dieser Methode: Batterien von Herzschrittmachern müssten beispielsweise nicht mehr ausgetauscht werden.
Wolf-Gerd Dieffenbacher skizzierte in seinem Festvortrag den Weg eines mittelständischen Unternehmens in die Globalisierung. Das Eppinger Familienunternehmen Dieffenbacher GmbH wuchs seit Mitte der 90er Jahren weltweit. Zu Grunde lag diesem Wachstum eine Strategie, die auf qualifizierte Mitarbeiter und einen umfassenden Service setzte. Das Fazit des Geschäftsführers: „So schwer war es eigentlich nicht!“