Interkulturelles Management in Theorie und Praxis
08.10.2009
Brücken bauen zwischen den Kulturen – das hat sich Frau Prof. Dr. Jasmin Mahadevan zur Aufgabe gemacht. Das Aufgabenfeld der Professorin mit indischen Wurzeln im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen liegt im Bereich Internationales Management mit dem Schwerpunkt Interkulturelles Management. Seit dem Wintersemester 2009/10 sensibilisiert sie die Studierenden des Studiengangs im berufspraktischen Umgang mit anderen Kulturkreisen – in Zeiten globalisierter Wirtschaft eine zentrale Kernkompetenz für jeden Absolventen mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund.

Nach ihrem Studium der Sprach- und Wirtschaftswissenschaften sowie Kulturraumstudien mit dem Schwerpunkt Südostasien an der Universität Passau promovierte Mahadevan an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach einer Professur-Vertretung wurde sie an die Fachhochschule Kiel berufen und leitete dort den Studiengang Internationales Vertriebs- und Einkaufingenieurswesen. Neben ihrer steilen wissenschaftlichen Karriere sammelte sie als selbständige interkulturelle Trainerin und Beraterin wertvolle Erfahrungen in der freien Wirtschaft. Mahadevan verknüpfte dadurch ihr fundiertes theoretisches Wissen mit alltagstauglicher Praxiserfahrung – eine Mischung von der die Studierenden im Hinblick auf ihren berufsqualifizierenden Hochschulabschluss mit Sicherheit profitieren. Dr. Mahadevan ist auf interkulturelle Ingenieursarbeit spezialisiert.
Wie sehr ihr die interkulturelle Kommunikation auch persönlich am Herzen liegt, zeigen Mahadevans beeindruckende Sprachkenntnisse: Als Kind deutsch-indischer Eltern wächst sie mit Deutsch und Englisch als Muttersprachen auf und eignet sich im Laufe der Jahre zahlreiche weitere Sprachen an. Zu ihrem Repertoire gehören Niederländisch, Spanisch, Indonesisch, Mandarin-Chinesisch, Tamilisch und Hindi. Die deutsche Staatsbürgerin lebte, studierte und arbeitete bereits in Indien, Japan, Thailand, der Volksrepublik China, Singapur, Großbritannien, den Niederlande, Belgien und Deutschland – sie ist ein „Musterbeispiel“ für den interkulturellen Austausch.
Mit der Berufung von Dr. Jasmin Mahadevan beschäftigt die Fakultät für Technik im Studienfach Wirtschaftsingenieurwesen neben Dr. Rebecca Bulander bereits die zweite Professorin und unterstreicht damit richtungsweisend, dass der Ingenieurberuf keineswegs eine männliche Domäne bleiben wird.