Top Beschleunigung und großer Fahrspaß - Liegendfahrrad 

11.08.2010 

Die Aufgabe: Konstruktion eines fahrtüchtigen Liegendfahrrads! Vier Studierende des zweiten Semesters Maschinenbau machten sich in den vergangenen Monaten mit Feuereifer an die Arbeit. Der Prototyp des Rades, der nach viel Arbeit, neu gewonnen Erfahrungen und vielen Gesprächen mit Fahrradexperten entstand, wird bis zu Semesterbeginn in der Region getestet.

Dominik Rocker, Philipp Schart, Thorsten Schlegel und Christian Singer sind ein eingespieltes Team. Mit der Projektarbeit bei Professor Dr. Peter Kohmann betraten beziehungsweise „befuhren“ die vier absolutes Neuland. Ausgehend von einem Vorläuferradmodell, dessen Rahmen bei Belastung gebrochen war, sollten die Studierenden, unter Verwendung der vorhandenen Bauteile, einen fahrtüchtigen Prototypen herstellen.

Soweit die Planung: Letztlich griffen die vier jedoch nur auf Schaltung und Bremse zurück und setzten ansonsten neues Material ein. „Die Verbindung von Theorie und Praxis war toll“, erklärte Thorsten Schlegel. Bevor die Jungakademiker die Schrauben in die Hand nahmen, konstruierten und berechneten sie ihr Projekt. Der Besuch einer Spezialradmesse lieferte neuen „Input und viele Kontakte“.

Die im Curriculum festgelegten 90 Stunden „Workload“ pro Projektgruppenmitglied reichten nicht aus. Dafür bekamen sie von allen Seiten Hilfestellung. Das Ergebnis ist beeindruckend und anpassungsfähig: Nutzen können das Rad Menschen zwischen 1,60 und 1,90 Meter und bis zu 110 Kilogramm Körpergewicht – bisher ist diese Flexibilität auf dem Markt unbekannt. „Das Sicherheitssystem ist gut durchdacht“, erläutert Christian Singer. „Schlechte Bodenbeschaffenheit, z. B. Schlaglöcher, wurde bei der Konzeption berücksichtigt.“

Bei einem Materialwert von 350 Euro ist ein Liegerad entstanden, das überaus flexibel bei der Größenanpassung ist und dabei Komfort (Sitz, Bereifung, Lenkerführung) sowie Stabilität nicht vernachlässigt. Die ungewohnte Haltung beim Fahren entlastet den Rücken und ermöglicht hohe Geschwindigkeiten. Den Sommer über dürfen sich die vier künftigen Ingenieure an den Früchten ihrer Arbeit freuen und durch die Lande „heizen“, danach wird das Liegerad als Vorzeigeobjekt an Informationstagen der Hochschule zum Einsatz kommen