Technik mit Design: Neuer Schnittstellen Studiengang
18.05.2011
Intermediales Design begleitet unseren modernen Alltag auf Schritt und Tritt: das Navigationssystem im Auto, die Steuerung des Smartphones, das Display einer Holzbearbeitungsmaschine, der Fahrkartenautomat; diese Produkte sind nicht mehr in die Kategorien "Hardware" und "Software" differenzierbar. Ihre Marktchance entsteht erst durch die optimale Verzahnung von Hard- und Software. Das Interface wird so zum wichtigen Erfolgsfaktor neuer Produkte. Was macht diese Oberflächen erfolgreich? Im neuen Studiengang Intermediales Design an der Hochschule Pforzheim greifen Designer diese Frage auf. Zum Wintersemester 2011/12 beginnt der Studiengang an der Fakultät für Gestaltung.
Digitale Technik wird im Alltag immer wichtiger. Analoge und digitale Techniken verschmelzen miteinander. Bei Fotografien beispielsweise werden heute die Namen der abgebildeten Personen separat auf ein Papier geschrieben. Die digitale Technik macht es möglich, dass diese Informationen künftig auf dem Display der Kamera erscheinen und eingefügt werden können. Kreatives und digitales Denken miteinander verbinden, so das Ziel des neuen Pforzheimer Studiengangs. „Diese Designer werden gesucht. Die Branche schätzt, dass bis zu 40.000 Arbeitskräfte hier fehlen. Dieses Studienangebot ist weltweit nur zwei- bis dreimal vertreten“, führt Professor Wolfgang Henseler, Studiengangsleiter Intermediales Design, aus.
Die Absolventen des Studiengangs „Intermediales Design“ sind in der Lage nutzerorientierte Informationstechnik mit hoher wirtschaftlicher Relevanz zu konzipieren, zu gestalten und zu programmieren. Sie besitzen die Fähigkeit in den Dimensionen neuer Medien und zukünftiger Technologien künstlerisch-kreativ zu denken, innovative Produktlösungen und Oberflächen zu entwickeln und diese mit anderen Design- und Produktentwicklungs-Disziplinen zu verknüpfen.
Kunst, Design, Wirtschaft und Technik bilden in der Lehre des neuen Studienganges Intermediales Design eine Symbiose. Neben der wichtigen und fundierten künstlerischen und gestalterischen Grundausbildung werden den Studierenden spezifische Fähigkeiten beispielsweise in den Bereichen Informations- und User-Experience Architecture, Usability und Interface- und Mobile Design und andere neueste technologische Grundlagen vermittelt sowie bereichsübergreifend Kenntnisse in Soziologie, Wirtschaft und Marketing. Für die praxisorientierte Ausbildung stehen hervorragende Medienlabore zur Verfügung und die Studierenden werden mit Exkursionen, Gastvorträgen und Workshops unter besten Voraussetzungen ausgebildet und die Ergebnisse aus den Semestern werden bei der öffentlichen Werkschau präsentiert.
Die wichtigen fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen des neuen Studienganges Intermediales Design, der in seiner Ausrichtung sehr zukunftsorientiert ist, werden heutzutage in fast allen Wirtschaftbereichen gesucht und bieten gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.
Der Studiengang Intermediales Design, der sich den Herausforderungen einer immer medialer werdenden Welt stellt, „ist eine gute Komplettierung des Angebotes und stärkt die Bedeutung des Designstandortes Pforzheim weiter“, so Professor Michael Throm, Dekan der Fakultät für Gestaltung.
Fakten Studiengang Intermediales Design:
Dauer: 7 Semester
Praxis: Verpflichtendes Praxissemester im 5. Studiensemester
Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
Studiengangsleiter: Prof. Wolfgang Henseler