Hochschule belohnt herausragende Forschungsleistungen
17.07.2009
Qualität und Innovationskraft der Forschung an der Hochschule Pforzheim standen am Mittwoch, 15. Juli 2009, im Fokus des Interesses. Bereits zum sechsten Mal hat die Hochschule Pforzheim den Research Excellence Award Pforzheim in den Kategorien „Professor/-in, „Mitarbeiter/-in“ und „Student/-in“ verliehen. Im Rahmen einer akademischen Feier ehrte die Hochschule mit dem Preis herausragende und innovative Forschungsleistungen. Der Preis unterstreicht den Stellenwert und die Qualität der angewandten Forschung an der Hochschule.
Für ihre wissenschaftlich hochqualifizierten Veröffentlichungen zeichnete die Hochschule die Professorinnen Heike Bühler und Dr. Kirsten Wüst aus. Die beiden Professorinnen teilen sich den mit 3.500 Euro dotierten Research Excellence Award in der Kategorie “Professor/-in”.
Heike Bühler, Professorin für Public Relations/ Öffentlichkeitsarbeit, hat den Preis in Anerkennung ihrer Forschungsaktivitäten im Bereich Public Relations erhalten. In ihrem jüngsten Forschungsprojekt ging Bühler zusammen mit der Leiterin der globalen Kommunikation der Firma Bosch, Professor Uta-Micaela Dürig, der Frage nach, welchen Stellenwert Geschichte und Tradition des Unternehmens in der Unternehmenskommunikation haben. Ergebnis dieses neuen Forschungsansatzes ist das „Handbuch der Heritage Communication“, das 2008 erschien und großes Interesse in der Fachwelt hervorrief.
Mit Dr. Kirsten Wüst, Professorin für Wirtschaftsmathematik und Statistik, wird in diesem Jahr eine Professorin geehrt, die sich durch interdisziplinäre Forschungsprojekte einen Namen gemacht hat. Wissenschaftlich anspruchsvoll aber keineswegs „trocken“ publizierte Wüst – meist im Verbund mit Kollegen – über die Anwendung mathematischer Methoden im Bereich der Betriebswirtschaft. In ihren Veröffentlichungen – beispielsweise „Nicht drängeln! – Simulation von Reißverschlüssen bei Fahrbahnverengungen“ oder „Diät? – Mache ich morgen! - Zeitinkonsistenz in ökonomischen Entscheidungen“ – bezieht sich Wüst oft bekannte Phänomene.
Die Ausarbeitung von Forschungsanträgen stelle für Wissenschaftler eine hohe Hürde, die nicht einfach zu überwinden sei, kommentierte Professor Dr. Mario Schmidt in der Laudatio. Der Preisträger des diesjährigen Awards in der Kategorie „Mitarbeiter/-in“ scheine allerdings gleich zu Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere den richtigen Ton gefunden zu haben, stellte der der Wissenschaftliche Direktor des Instituts für Angewandte Forschung (IAF) der Hochschule Pforzheim weiter fest. Christian Haubach, der Preisträger des mit 1.500 Euro dotierten Preises, trug maßgeblich dazu bei, dass zwei innovative Forschungsanträge erfolgreich gestellt werden konnten. Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Angewandte Forschung erhält die Auszeichnung auch für seine Beiträge in einem vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt im Bereich Klimaschutz. Haubach promoviert „nebenbei“ an der Universität Heidelberg im Bereich Volkswirtschaftslehre.
Der Preis in der Kategorie „Student/-in“ mit einem Preisgeld von 1.000 Euro geht an die Diplom-Betriebswirtin (FH) Lisa Luppold. Sie wird für ihren überdurchschnittlichen Beitrag zu der Studie „Empirische Analyse der Tätermotivation und anderer Bestimmungsfaktoren der Wirtschaftskriminalität“ ausgezeichnet. Die Studie wurde erfolgreich publiziert und weit beachtet.
Die Preise wurden am Mittwoch vom Wissenschaftlichen Direktor des IAF, Professor Dr. Mario Schmidt, überreicht. Das Preisgeld ist gebunden und kann von den Geehrten für weitere Forschungsarbeiten ausgegeben werden.

Lisa Luppold; Absolventin der Hochschule Pforzheim, Professor Dr. Martin Erhardt, Rektor der Hochschule Pforzheim, Heike Bühler, Professorin für Public Relations/ Öffentlichkeitsarbeit, Christian Haubach, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Forschung, Dr. Kirsten Wüst, Professorin für Wirtschaftsmathematik und Statistik und Professor Dr. Mario Schmidt, Wissenschaftlichen Direktor des IAF (v.l.n.r.)