Gute Kondition in der Verwaltungsarbeit – Kanzler der Hochschule
17.09.2009
Sportlich und beruflich fit! Wolfgang Hohl, Kanzler der Hochschule Pforzheim, feiert am Freitag, 18. September 2009, seinen 60. Geburtstag. Nach einer Ausbildung zum gehobenen Verwaltungsdienst und einem beruflichen „Ausflug“ in die Landeshauptstadt nahm Hohl 1979 seine Arbeit an der damaligen Fachhochschule für Wirtschaft in Pforzheim auf. Der heutige Kanzler der Hochschule für Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht erlebte in den folgenden 30 Berufsjahren die Fusion der Fachhochschulen sowie deren Auf- und Ausbau. Der engagierte Sportler ist nach wie vor von der Aufgaben- und Gestaltungsvielfalt an der Hochschule fasziniert.
Die ersten beruflichen Sporen verdiente sich Hohl in der Pforzheimer Stadtverwaltung. Nach seiner dortigen Ausbildung suchte der gebürtige Pforzheimer 1971 neue Herausforderungen und wechselte zur Datenzentrale Baden-Württemberg nach Stuttgart. Eingestellt als Berater für Rechts- und Haushaltsangelegenheiten der regionalen Rechenzentren wurde dem engagierten „Schaffer“ die Leitung der Personalabteilung angetragen. Eine Herausforderung, der er nicht widerstehen konnte. Die nächste berufliche Etappe legte den Grundstein für sein späteres Wirkungsfeld. Im baden-württembergischen Kultusministerium wurde der Pforzheimer in der Planungsabteilung „der Kunst zugeordnet“ und war von 1974 bis 1979 unter anderem für vier der fünf Musikhochschulen des Landes zuständig.
Diese ersten intensiven Kontakte mit den Hochschulen überzeugten Hohl davon, dass „die andere Seite des Schreibtisches“ ebenfalls interessante berufliche Perspektiven bieten konnte. 1979 wechselte Hohl als Regierungsamtmann an die Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) nach Pforzheim. In der Nähe des Campusgeländes aufgewachsen, prägte der Pforzheimer ab 1979 die weitere Entwicklung der Hochschule entscheidend mit.
Schon in den 80er Jahren war die Trennung zwischen Gestaltern und Wirtschaftlern – rein verwaltungstechnisch – nicht mehr sehr groß. Mit hohem persönlichem Einsatz übernahm Wolfgang Hohl Verwaltungsaufgaben an der Fachhochschule für Gestaltung (FHG), „scheute“ keine nächtlichen Debatten um Haushaltspläne und lernte so bereits vor der Fusion beide Hochschulen intensiv kennen. Das Wachstum der Hochschule und die damit verbundenen Bau- und Renovierungsplanungen wurden seine ständigen Begleiter. 1992 folgte die Fusion der beiden Hochschulen, die Zahl der Studierenden wuchs bis heute um zwei Drittel von 1.500 auf 4.600 Studierende. Mit dem Ausbau der Hochschule vermehrten sich die Aufgaben des Pforzheimers. Der ehemalige Regierungsamtmann legte dabei eine steile Karriere zurück, wechselte in den höheren Verwaltungsdienst und übernahm 2006 das neugeschaffene Kanzleramt der Hochschule.
„Spannend, herausfordernd aber teilweise langwierig“, beschreibt Hohl seine Arbeit. Ohne neue Aufgaben, knifflige Situationen und überraschende Perspektiven könnte sich der aktive Sportler seinen beruflichen Alltag nur schwer vorstellen. Die Nahtstelle zwischen Studierenden, Professoren und Mitarbeitern ist konfliktträchtig, bedarf eines starken Nervenkostüms und vielfältiger Erfahrungen. Mit seiner langjährigen Berufserfahrung ist Hohl der dienstälteste Verwaltungsleiter an baden-württembergischen Hochschulen. „Die Verwaltung ist meist so beliebt wie Essig im Wein“, beschreibt Hohl die nicht immer vorhandene Akzeptanz in seine Arbeit.
Erfahrungen, Netzwerke und ein effektiver Ausgleich erleichtern es dem Pforzheimer, seiner Tätigkeit nach 30 Jahren immer noch mit Elan nachzugehen. Seine sportlichen Erfahrungen gibt der Läufer, der sich seit 1992 als Leichtathletiktrainer für Mittel- und Langstrecken engagiert, mit großem Erfolg an die mittelbadische Jugend weiter. Ihm ist eine der ältesten Ost-West-Sportpartnerschaften – zwischen Huchenfeld und Neubrandenburg – zu verdanken. Das Engagement zeigt, dass die Suche nach neuen Herausforderungen und der Blick über den Tellerrand für den Jubilar nach wie vor relevant sind.
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