Hochschule initiiert HELP 

Die Patenschaft zum Erfolg 

Die Fakten sind klar: Nach wie vor ist der familiäre Hintergrund ein relevanter Faktor für den beruflichen Erfolg. Kinder sogenannter bildungsferner Schichten haben es deutlich schwerer, eine erfolgreiche Berufskarriere in Angriff zu nehmen. Dieses Ergebnis zahlreicher Studien hat die Fakultät für Wirtschaft und Recht der Hochschule Pforzheim zum Anlass genommen, das Projekt HELP zu initiieren. Engagierte Studierende werden ab dem Wintersemester 2011/12 Schüler der Nordstadtschule und der Inselwerkrealschule begleiten, unterstützen und motivieren. Nach ersten Gesprächen mit den Rektoren und Lehrern der Schulen beginnt im November 2011 die praktische Umsetzung von HELP.

 

Helfen, engagieren, lernen, profitieren – kurz HELP – steht für eine neue Konzeption in der Pforzheimer Fakultät für Wirtschaft und Recht. „Unsere Studierende sollen nicht nur fachlich überzeugen“, formuliert Professor Dr. Ulrich Jautz den Anspruch des Projektes. Der stellvertretende Dekan der Pforzheimer Wirtschaftsfakultät sieht klare Vorteile in den studentischen Patenschaften mit den Schülern. „Studierende finden schneller einen Draht zu den Schülern. Sie sind näher an deren Lebenswelt als erfolgreiche Manager oder Pensionäre.“ Gemeinsame Interessen, der gleiche Musikgeschmack oder der Besuch von Veranstaltungen bauen Vertrauen auf, das ein eventuelles Bewerbungstraining oder die notwendige Nachhilfe erleichtern kann. „Die Schüler bekommen positive Vorbilder, die für sie erreichbar sind“, skizziert Professor Jautz die Zielvorstellungen von HELP.

 

Intensive, kontinuierliche Begleitung der Schüler ist die Leitidee von HELP. Für diese Aufgabe sind besonders Studierende ab dem zweiten Semester gefragt, die sich auf die neuen Ideen einlassen. HELP bekommt deutlichen Zuspruch in der Fakultät. Eingebettet in eine fachliche Betreuung, in Fortbildungen und Austauschtreffen werden die Studierenden an ihre künftige Aufgabe als Coach herangeführt. Unterstützt wird das Programm durch die Connect Personal-Service GmbH, die bei der notwendigen Finanzierung hilft. „Die Hochschule Pforzheim steht nicht nur für eine qualifizierte fachliche Ausbildung, sondern auch für die Förderung der sozialen Kompetenzen ihrer Studierenden“, erklärt Ulrich Jautz.

 

In ersten Gesprächen mit den Verantwortlichen in den Schulen wurden Fragen geklärt und Kontakte aufgebaut. Die Schulen stehen der neuen Initiative sehr positiv gegenüber. Es gelte den Teufelskreis zu durchbrechen, so das Fazit der Lehrer. Nicht nur die PISA-Studie hat den bestehenden Kreislauf immer wieder bestätigt. Bisher seien die Bildungschancen nach wie vor stark vom Elternhaus abhängig. Vielfach fehle einfach das Wissen, welche Möglichkeiten den Schülern offen ständen. Was für die Studierenden oft selbstverständlich auf ihrem bisherigen Bildungsweg war, ist den Schülern zum Teil unbekannt beziehungsweise für sie bisher nicht relevant gewesen. Vor diesem Hintergrund ist die Idee von HELP entstanden.

 

 

 

Kontakt:

Sabine Laartz, Leiterin der Pressestelle der Hochschule Pforzheim,
Tel.: (0 72 31) 28 – 60 05, pressestelle@hs-pforzheim.de

 

 

Zum Thema:

Natascha Kappler, Student Services Fakultät für Wirtschaft und Recht der Hochschule Pforzheim, natascha.kappler@hs-pforzheim.de