Hochschule Pforzheim erhält Fördergelder
Konzept zur besseren Beratung wird gefördert

Die Zielrichtung des Antrags an das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung war eindeutig: Zur besseren Beratung und Betreuung der Studieninteressierten und der Studierenden sollen die vorhanden Maßnahmen ausgebaut und vernetzt werden. Ende August 2011 beantragte die Hochschule Pforzheim Fördergelder, um geeignete Schritte zu initiieren. Der Antrag wurde am Dienstag, 13. Dezember 2011, von der Wissenschaftskonferenz positiv beschieden.
Auf die steigenden Bewerberzahlen, die sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelten, und das kontinuierlich wachsende Studienangebot reagierte die Hochschule mit dem Ausbau der Beratung. Augenfälliges Zeichen dieser Umstrukturierung ist das neukonzipierte StudiCenter, in dem sowohl Studieninteressierte als auch Studierende schnell und unkompliziert ersten Rat finden. Es ist geplant, diese Beratung mit einer weiteren Betreuung zu koppeln. Ziel dieser Ausweitung: Fehlentscheidungen bei der Fächerwahl sollen möglichst verhindert und die Zahl der Studienabbrecher weiter reduziert werden.
Ein zusätzlicher Baustein in dem Pforzheimer Beratungssystem ist der Abbau von Hemmschwellen für Studierende. Studierende mit Kindern, mit differenziertem Bildungshintergrund, aus dem Ausland oder mit körperlichen Einschränkungen erhalten zusätzliche Möglichkeiten. Angedacht sind Module im E-Learning, individuelle Betreuung und weiterführende Maßnahmen. Es ist außerdem beantragt, dass bisher aufgebaute Frühwarnsystem an der Hochschule zu vertiefen und die weiterführende Beratungen anzubieten.
„Die Hochschule hofft mit den beantragten 3,6 Millionen Euro, das Betreuungsangebot deutlich zu verbessern“, kommentierte Professor Dr. Martin Erhardt, Rektor der Hochschule Pforzheim. Mit 29 Bachelorstudiengängen verfügt die Hochschule Pforzheim über ein sehr differenziertes Studienangebot, das sich großem Zuspruch erfreut. Die Zahl der Studienabbrüche und der Durchschnittssemesterzahl bis zum Abschluss wurden in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt. „Mit der Zusage, dass das differenzierte Beratungssystem der Hochschule Pforzheim in das Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre aufgenommen wird, kann der erfolgreiche Weg fortgesetzt werden“, erklärte Erhardt.
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