Motivation und Spaß – Schülerstudium der Hochschule
15.03.2010
Zweite Auflage des Schülerstudiums an der Hochschule Pforzheim! Mit Beginn des Sommersemesters setzt die Hochschule das erfolgreiche Projekt, Hochbegabten einen frühzeitigen Einstieg in das Studium zu ermöglichen, fort. Die zwölf Schülerstudierenden, die am Montag, 15. März 2010, ihr Studium begannen, wurden von Professor Dr. Martin Erhardt, Rektor der Hochschule, begrüßt.
Die „Wiederholungstäter“ zeigten, dass das Projekt ein Erfolg ist, so der Rektor. Sieben der Schülerstudenten besuchen die Hochschule bereits im zweiten Semester. Grundsätzlich entscheiden die Schulen an Hand der Leistungen der Schüler, wer ein „Studium“ an der Hochschule aufnehmen darf. Altersbeschränkungen gibt es kaum. Die Schülerstudierenden kommen aus den Klassen 7 bis 12. Der akademische Nachwuchs kann sich für eine Veranstaltung aus den ersten Semestern entscheiden. Das Interesse der Schüler reicht dabei von Business English über Wirtschaftsinformatik bis zu Vorlesungen zur Finanzmathematik oder zu den Deutschen und Europäischen Grundrechten.
Am Ende des Semesters können die Schüler – wie alle regulären Studierenden – einen Schein erwerben. Wenn sie die Veranstaltung erfolgreich abschließen, die Klausur bestehen, wird die Prüfungsleistung bescheinigt. Den erlangten Schein können die Schüler in der Hochschule abholen, sobald sie die Hochschulzugangsberechtigung - das Abitur – erlangt haben. Für die aktiven Schüler stellen die Klausuren am Semesterende kein unüberwindliches Hindernis dar – wie die sehr guten Prüfungsergebnisse im vergangenen Semester zeigten.
Wissbegierde und Spaß am Lernen zeichnen die Hochbegabten, die sich für ein „Studium“ an der Hochschule entscheiden aus. Natürlich bedarf das Schülerstudium sowohl von den beteiligten Schulen – Fritz-Erler-Schule und Reuchlin-Gymnasium – als auch von der Hochschule Koordinierungs- und Anpassungsgespräche. „Wir mussten uns aufeinander einstellen“, stellte Professor Erhardt fest. In der Regel sei das Lehrpersonal einer Hochschule nicht mit Schülern aus einer 7. Klasse befasst. Doch Schüler, Professoren, Eltern und Lehrer haben nach dem Versuch im vergangenen Semester eine eindeutig positive Bilanz gezogen und das Projekt engagiert fortgesetzt.